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Gedanken abstreifen

Keka

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Gedanken über Worte


Wie nebulös, Gedanken über Worte, heißt das Gedanken stehen über Worten, oder mache ich mir Gedanken über Worte?

Wie schwer wiegt ein Gedanke, wie schwer wiegt ein Wort, und wie viel schwerer wiegt eine Handlung; immer wieder finde ich mich in der Situation, über die Leere der meisten Worte zu sinnieren, und wie wenige schöne und schreckliche Worte eigentlich zur gedachten oder angesagten Handlung führen. Anders verstehend, Handlung über Worte, Worte über Gedanken und Gedanken.. sind die Gedanken nicht das wichtigste, die Wurzel alles Seins, des Guten, Schlechten und selbstverständlich der komfortablen Grauzone dazwischen. Die Gedanken sind frei, so ein viel genanntes Zitat, doch was bedeutet das, die Gedanken sind frei, oft zu frei, frei zu schweifen in dunkle Gewässer, aus denen sich schwer ein Weg heraus findet.

Gedanken sind machtvoll, gleichzeitig nicht bindend, Gedanken können zu Worten und Taten führen, doch viel öfter tun sie es nicht und bleiben Gedanken. Wie oft denkt man tatsächlich achtsam, wie viele Momente des Tages schweift kompletter Unsinn durch das Denken, quasi Urlaub fürs Gehirn, wie viele Gedanken sind tatsächlich von Schwere; die allerwenigstens, denn - die Gedanken sind frei, schwerelos, und trotz allem nicht ohne Konsequenzen.

Steh zu deinem Wort, ich stehe zu meinem Wort; wie oft hört man das jemanden sagen, und wie oft sieht man jemanden genau gegenteilig handeln. Der Ursprung liegt natürlich wieder im Gedanken, denn erstmal heißt es, den ehrlichen und tatsächlichen Gedanken herauszufiltern, um ihn dann in ungeschönte Worte zu packen, um dann überhaupt zu den Worten stehen zu können und diese umzusetzen.

Alles in allem ist also doch der Gedanke das einzig Wichtige, denn der authentische Gedanke führt zum authentischen Wort und letztendlich zum authentischen Handeln.
 
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Keka

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Muttermacht


Von Hand gemacht, von Mutter gemacht, wie viel Eltern steckt in mir (und wiederum dir)?
Immer wieder regt sich etwas, das sich vorher im Dunkeln gehalten hat, sogar über Jahre über Jahre über Jahre.

Wie kann man gleichzeitig so bedürftig, liebevoll, kreativ und selbstsüchtig sein? (Du oder Ich?)

Mutter, deine Macht ist unglaublich, sogar wenn ich weiß, dass ich Recht habe und immer Recht hatte und meine Gefühle rechtmäßig sind, ein Wort, ein Ton von dir, und alles steht kopfüber. Absichtsvoll oder nicht, es ändert nichts an dem Ergebnis, näher an dich gekettet zu sein, an Ort und Stelle konntest du mich nicht halten, doch in Herz und Seele ist alles fest verwoben, ein Netz über Jahre gesponnen, schon begonnen lange vor meiner Geburt, vielleicht sogar lange vor deiner Geburt.

Zur Verteidigung der Meinen, der mir Auferlegten, nicht mal Auserwählten, schreie ich in deinen Stolz, oder was davon übrig ist, in deine Illusionswelt, wohlwissend, meine Liebe zu dir wird mich zeitnah wieder einholen und zu sehr schmerzen. Bin ich das Opfer, oder doch der Täter, oder beides? Was bist du, was hat deine Mutter gemacht, welche Macht hat sie, wer ist wer oder wer ist was?

Die Mutter macht uns. Macht uns lebendig, macht uns sprechend, denkend, gehend, irgendwann rennend, laufend, davonlaufend von ihr, zurückkommend zu ihr .. macht uns zu ihr.
 

Keka

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JIHIGDDEB

Heute ist der Tag, auf den wir unweigerlich zugesteuert haben.
Kein Tag für Redekunst, generell nicht für Worte, gibt es doch schon lange nichts mehr zu sagen.
Obwohl sonst Worte da waren, für Schönes, Lustiges, Anstößiges, Trauriges, Ehrliches, oder auch mal nicht, es war immer eine angenehme Stille.
Unsere Freundschaft zerbrach in dem Moment, als du von mir etwas verlangt hast, aus Selbstsucht, aus Eigennutz, aus Feigheit, vielleicht auch aus Mitleid zu jemand anderem, das mir schadet.
Eine zeitlang konnte ich das mit mir vereinbaren, dir zuliebe, doch irgendwann hat sich alles nur noch künstlich angefühlt, eine Scharade, ein Schauspiel, das darauf gewartet hat, dass der Vorhang sich schließt. Applaus gibt es leider keinen, außer in Form von Erinnerungen, die immer wieder kehren und sogar noch lauter sind als jedes Klatschen der Hände.
Was in einem Moment richtig erschien, bereue ich jetzt manchmal (oder dauernd), obwohl ich genau weiß, es war das einzig Richtige zu tun. Wie mir mal jemand sagte, jeder tut immer genau das, was in diesem Moment das Richtige für einen selbst ist, deswegen sollte man nie etwas bereuen - oh, wäre es nur einmal so einfach.
So, und mehr gibt es dazu auch nicht mehr zu sagen, außer dass ich dich vermissen werde und es schon tue und die Zeit, in der alles gut war mit uns, langsam verblasst oder verblassen muss, denn ich bin noch nicht bereit, lächelnd zurückzuschauen.
Vielleicht irgendwann.
 
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