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"Furniture free" - ein Leben ohne Möbel?

G

Gelöscht 119300

Gast
Guten Abend

Ich bin heute auf einen Blog gestossen von einer Familie, die tatsächlich "ohne" Möbel wohnen. Ein paar Sitzkissen, ein niedriger Tisch, ein Büchergestell - das war laut Beschreibung alles, was im Wohnzimmer vorhanden ist.

Ich selber bin Minimalist im Aufbau, resp ich sollte wohl eher Abbau sagen... 😅 Mit jedem Jahr, das ich älter werde, wird mir bewusster, wie vollgestellt mir mein Zuhause vorkommt. Und dabei ist es noch nicht mal schlimm. Im Wohnzimmer stehen eine Couch, ein Esstisch, ein paar Stühle, ein TV-Möbel mit TV und eine Kommode, ein kleiner Tiefkühler (nein, der kann nirgendwo anders hin) und ein Sideboard hinter dem Tisch. Ach ja, und die Hundebox. Das war's.

Wie seht ihr das? Habt ihr viele Möbel? Oder wenige? Braucht ihr sie? Und benutzt ihr sie auch? Oder stehen sie nur herum?
Was denkt ihr allgemein darüber, auf Möbel zu verzichten?
 
Ich mag schöne Möbel, am liebsten leichte, beschwingte Jugendstil-Sachen. Und ich mag riesige Sofas. Und dicke Eichentischplatten. Und deckenhohe Bücherregale.
"Minimalismus" ist die nicht mehr ganz neue Sau, die durchs Dorf getrieben wird. Ich bin keine Minimalistin. Dafür war meine Familie zu lange zu arm.
Reiche können sich Minimimalismus eher leisten. Mental.
 
Hi,

ich wäre gerne Minimalistin - bin noch viele Kilometer davon entfernt 🙄. Ich habe genügend Möbel, aber es ist eher das Zuviel an allem, was mich nervt und mir so schwer fällt, es loszulassen. Ob es Bücher sind, Tees, Vorräte, Kleidung etc. etc.

Ich habe schon mehrere Entrümplungsbücher gelesen mit mäßigem Erfolg. Mich begeistern immer diese TIny-Houses, auf kleinem Raum alles geschickt untergebracht oder japanische Räume mit einem Tisch und einer Matte, das strahlt soviel ruhe aus.

Aber Du hast ja nicht so viel. Ganz ohne Möbel fände ich schwierig und manche minimalistische Wohnungen, die ich mir so auf Youtube angeguckt habe, waren sehr kahl und ungemütlich.
 
Wie seht ihr das? Habt ihr viele Möbel? Oder wenige? Braucht ihr sie? Und benutzt ihr sie auch? Oder stehen sie nur herum?
Was denkt ihr allgemein darüber, auf Möbel zu verzichten?
Keine Ahnung, ob ich viele Möbel habe. Ich denke, dass ich durchschnittlich viele Möbel habe. Im Wohnzimmer stehen eine kleine Sofagarnitur, ein Sofatisch, ein TV-Schrank, eine Vitrine, ein Kratzbaum und zwei Blumenständer. Im Vorbau stehen eine Garderobe, eine kleine Sitzbank, ein Schuhschrank und ein Blumentisch und im Flur steht ein Sideboard. Im Hobbyraum stehen ein grosser Schreibtisch, zwei Stühle, zwei Schränke und eine Kommode. In der Küche eine kleine Küchenzeile und ein grosser Tisch mit vier Stühlen und im Vorratsraum drei Regale und ein Schrank. Im Waschraum stehen zwei Schränke und im Bad ein Schrank mit Regalteil. Im Schlafzimmer stehen ein Futon, zwei Nachttische, ein Kleiderschrank, eine Kommode und ein Blumenständer. Auf dem Trockenboden stehen ein Tisch, drei Regale und ein Schrank.

Meine Möbel brauch ich auch allesamt. Auf Möbel verzichten geht für mich nicht. Wo sollte ich meine Kleidung, meine Musiksammlung, meine Tisch- und Bettwäsche, mein Geschirr, meine Vorräte, mein Hobbyzubehör und all den anderen Kram lassen? Wie sollte ich verhindern, dass mein Kater da überall zwischen rumläuft und sich z. B. auf die frischgebügelte Tischwäsche legt? Das wär mir ausserdem viel zu unordentlich und ich hätte Angst, dass das irgendwann wieder in Messietum ausartet.

Wer ohne Möbel leben will, soll das meinetwegen tun, aber ich verzichte nicht auf meine Möbel (die übrigens fast alle Seconhand sind und die ich liebevoll aufgearbeitet hab).
 
Riesige, leere Räume mag ich nicht und finde das auch albern. Wozu braucht ein Mensch so viel leeren, umbauten Raum?

Geselliges Leben = viele Sitzgelegenheiten und idealerweise ein großer Tisch dazu.

Selbst brauche ich nicht mehr viel Raum und nicht mehr viele Möbel.
Ein Bett (es ginge auch nur eine Matratze, aber ich liebe dieses alte französische Eisenbett), ein Schrank (wobei ich auch aus dem Koffer leben kann), eine Kommode, Tisch und Stühle, Bank. Kochmöglichkeit mit Lager- und Kühlmöglichkeit. Fertig.

Couch und TV brauche und vermisse ich nicht.
 
Minimalismus das muss man sich leisten können. Ein Trend von Leuten die zu viel Geld und Langeweile haben. Wer über wenig Geld verfügt (unfreiwillig!), hat ein andauerndes Gefühl des Mangels. Deswegen wird eine Person mit geringem Einkommen kaum minimalistisch leben wollen. Sonst auch nur reine Selbstdarstellung auf Instagram und co.
Ich habe mir schon viele Minimalismus Videos angeschaut bei einigen hat es mich schon geschüttelt. Eine Frau erzählte die benutzte ein Stück Seife für alles. Haare waschen, Körper waschen, Intimpflege, zur Fleckenbehandlung ihrer Kleidungsstücke, zum Zähne putzen.... oO man muss ja keine DM Filiale im Bad haben, aber das ist schon hart krass. Einige haben ihre Wohnungen gezeigt, die einfach nur ungemütlich und karg waren. Da geht das gemütliche flöten. Es muss nicht immer alle voll sein mit den neuesten Wohn und Technik Trends. Aber ein paar Möbel Stücke, Pflanzen und Bilder an der Wand o.ä. sollten doch irgendwie sein.
 
Wieso soll Minimalismus nur was für Reiche sein? Das verstehe ich nicht.
Ich lebe in meinem Land unter dem Existenzminimum, und es ist für mich weder ein Hochstilisieren meiner Armut, noch eine Frage von viel Geld.
Minimalismus ist sehr, sehr eng verwurzelt mit Verzicht. Und dass dieser negativ konnotiert ist, ist klar, denn wir wurden von Kindesbeinen an zu kapitalistischen Konsumenten erzogen.
Arme Leute besitzen tatsächlich sehr viel mehr Zeug, das hat man studiert und herausgefunden (nein, ich suche euch die Links nicht raus, ecosia ist euer Freund dafür).

Und wieso schreibt ihr von "riesigen, leeren Räumen"? Wohnt ihr so grosszügig?

Möbelfrei zu leben hat für den Körper sehr viele Vorteile. Sitzen ist nämlich eine äusserst unnatürliche Sache, wenn sie auf einem Stuhl geschieht. Man weiss dass die allermeisten Rückenschmerzen von zu häufigem und falschem Sitzen herrühren.
Und dann der Blick nach Asien, nach Afrika, in den Osten: überall da, wo man keine Sofas auf 50cm Sitzhöhe hat, sind Alte grundsätzlich beweglicher und weniger betroffen von unseren "Sitzkrankheiten" "Hüfte" und "Rücken".
Die meisten Europäer, die dem Trend folgen, haben beruflich mit Bewegung zu tun; Physiotherapeuten, zum Beispiel.

Für mich ist jemand, der "keine" Möbel hat (und ich meine nicht die ganz extremen, sondern die mit den Sitzkissen und den niedrigen Tischen zum daran essen und arbeiten) alles andere als arm.
Reichtum hat doch nichts mit Geld zu tun.
Nun ja, zumindest für mich nicht.
 
Hm... ich denke, ich besitze auch nur Möbel, die ich brauche.
Auf mein Bett würde ich definitiv nicht verzichten.

Und auf einem Tisch mit Stühlen auch nicht.
Ich sitze auf dem Boden einfach immer unbequem, egal ob im Schneidersitz oder nicht.



Mein Teddy, der so alt ist wie ich bleibt immer bei mir.
 
Also ich brauche und mag meine Möbel schon.
Wir haben viel Platz, also auch viele Möbel.
Warum auch nicht?
 
Hallo

Minimalismus hat nichts mit leeren großen Räumen zu tun, also nicht zwingend. Man kann in kleinen Räumen minimalistisch sein und mit Minimalismus meine ich, dass man sich von dem ganzen unnötigen Kram befreit, der nur rumsteht oder den man doppelt hat bzw. den man eigentlich nicht braucht.

Und man kann sicherlich auch eine minimalistische Wohnung schön und gemütlich machen mit wenig Sachen, die man nett platziert.

Für mich hat das einfach mit Verzicht auf Überflüssiges zu tun (und mir fällt es noch schwer, aber ich finde es gut). Ich finde gerade die psychologische Komponente wichtig, das Gefühl von Befreiung, wenn nicht soviel rumliegt und man die Schränke nicht so voll hat.
 

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