Guten Tag, ich heiße Alexander, bin 31 Jahre alt und wie man am Threadtitel sehen kann, geht es um das Thema Liebe und Religion.
Zuerst zu mir und der Vorgeschichte: Meine Firma hat mir kurz vor dem Ausbruch von Covid-19 das Angebot gemacht, für bis zu 5 Jahre in unserer Niederlassung in Indonesien zu arbeiten. Ich sah das als Chance und Abenteuer meines Lebens und habe zugesagt, ohne wirklich etwas über das Land und die Leute zu wissen. Mittlerweile befinde ich mich seit Ende 2019 in diesem Land und habe hier nicht nur großartige Lebenserfahrungen gesammelt und mich persönlich stark weiterentwickelt, sondern auch die Pandemie komplett ausgesessen. Die ersten 3 Jahre bin ich gar nicht erst Zuhause gewesen und habe das Land nur für die Verlängerung des Visas kurzzeitig verlassen, bis es 2022 endlich für einen Heimaturlaub soweit war und ich einen Monat in Deutschland war. Hier in Indonesien fühle ich mich aber pudelwohl. Die Leute sind DEUTLICH höflicher und respektvoller, als in Deutschland, das Klima ist immer warm und angenehm, auf das scharfe, gut gewürzte Essen will ich nicht mehr verzichten und auch sonst habe ich hier gelernt, mobil zu sein und kann quasi überall im Land hinkommen, wenn ich es denn möchte.
Jetzt zum eigentlichen Thema: Die Niederlassung meiner Firma befindet sich in einer von Touristen eher weniger gut besuchten Stadt, weshalb man als Ausländer immer noch auffällt. Nach 4 Jahren bin ich in der Nachbarschaft meines Appartments, das mir von der Firma gestellt wird, zwar bekannt, werde aber immer noch sehr neugierig angeschaut, wenn ich mich tiefer in die Stadt oder etwas außerhalb bewege.
In meinem zweiten Jahr hat mich dann in sehr gutem Englisch eine junge Indonesierin angesprochen, der ich zufällig in der Nähe meines Appartments über den Weg gelaufen bin. Es war ein eher oberflächliches und neugieriges Gespräch, in dem sie wissen wollte, woher ich komme und was ich in ihrer, von Touristen eher selten besuchten Stadt mache. Ich habe ihr dann erzählt, woher ich komme, dass ich hier wohne und arbeite und das auch noch eine ganze Zeit lang machen werde. Danach haben wir uns verabschiedet. Das Gepräch war zwar recht belanglos, aber ich habe eine sofortige Anziehung und Sympathie gespürt, was ich so noch nie erlebt habe. Als wir später darüber gesprochen haben, hat sie mir erzählt, dass es bei ihr genau so war. Manche mögen das vielleicht als Liebe auf den ersten Blick bezeichnen?
In diesem Moment dachte ich mir aber noch, dass ich sie wohl nie mehr wiedersehen werde. Wie sich herausstellte war dies ein Irrtum und sie ist mir öfter über den Weg gelaufen, was jedes mal in einem kleinen Gespräch geendet hat. Einmal hat sie mir dann im Verborgenen ihre Nummer zugesteckt und wir haben angefangen, über Whatsapp miteinander zu chatten und über Video zu telefonieren.
Zuerst habe ich nur maximal eine Freundschaft für möglich gehalten, denn jetzt kommt der Punkt, warum ich diesen Thread eröffnet habe: In Indonesien sind 87% der Bevölkerung Muslime und sie ist eine Frau, die in der Öffentlichkeit mit Hijab und weiten Kleidern herumläuft.
In unseren Gesprächen habe ich dann herausgefunden, dass sie Dewi heißt und als Schulpsychologin arbeitet und mit der Zeit haben wir uns über alles Mögliche unterhalten und uns immer besser kennengelernt. Sie hat dann von sich aus die Gesprächsthemen häufig auf sexuellere Inhalte gelenkt und mir beispielsweise erzählt, dass junge Schüler im Land keinerlei Aufklärung bekommen und es somit viele, sehr junge Frauen gibt, die schwanger werden, weil niemand sie über die Risiken von Geschlechtsverkehr aufgeklärt hat, was ein riesiges Problem in ihrer Schule, wie auch im ganzen Land darstellt, weshalb sie mit ihrer Arbeit versucht, dort so gut es geht einzugreifen, was aber nicht so einfach ist, weil das ganze Thema extrem tabuisiert wird. Darüber war sie sehr frustriert.
Aber auch sonst hat sie das Thema Intimität oft angesprochen und wollte meine Meinung und Ansichten als Ausländer zu intimen Dingen wissen, die man sonst eher weniger in einer Freundschaft bespricht. Nach einiger Zeit fing sie dann auch an, ganz ohne Hijab mit mir über Video zu telefonieren oder mir Bilder zu schicken, bei denen sie sich beispielsweise in knapperen Sportsachen nach dem Workout Zuhause gezeigt hat. Ich habe das einfach mal als deutliches Signal gewertet, dass von ihrer Seite auch Interesse besteht, und bin darauf eingegangen. Mit der Zeit haben wir immer heftiger miteinander geflirtet. Am Ende dieses Anbandelungsprozesses hat sie sich dann heimlich in mein Zimmer geschlichen und ein paar Sekunden später konnten wir uns nicht mehr zurückhalten, sind über uns hergefallen, haben wild miteinander geknutscht und haben schließlich das erste mal miteinander geschlafen. Diese heimlichen Besuche haben wir seitdem häufig wiederholt, was gar nicht so einfach ist, weil sie mit der Familie zusammenlebt und nicht einfach so eine Nacht verschwinden kann. Weil wir bis über beide Ohren ineinander verliebt sind und der Reiz des Verbotenen auch etwas an sich hat, macht es die ganze Sache aber irgendwie noch interessanter.
Außerhalb meines Appartments dürfen wir uns allerdings nicht gemeinsam zeigen und unsere Beziehung ist für das erste ein gut gehütetes Geheimnis. Wir haben deswegen viel über unsere Zukunft gesprochen. Ich liebe sie wirklich, würde sie gerne heiraten und mein Aufenthalt hier in Indonesien auf unbestimmte Zeit verlängern. Ihr geht es genauso, sie redet ständig von Heirat und der Termin wäre für sie lieber heute als morgen.
Leider geht das nur, wenn ich für sie zum Islam konvertiere, worauf sie mich auch versucht hinzudrängen. Ihre Familie würde unsere Beziehung sonst nämlich nie akzeptieren.
Ich selbst habe zwar die Bibel und den Koran gelesen, bin mit Anfang 20 aber aus der Kirche ausgetreten und nicht wirklich gläubig. Sie ist zwar gläubig, legt ihren Glauben aber recht moderat aus. Sie hält sich zwar an die gängigen Regeln und Dresscodes, ist aber nicht mit allen Regeln einverstanden und spricht das, zumindest vor mir, auch aus. Jetzt weiß ich wirklich nicht, ob ich es durchziehen sollte und 'Fake it 'til you make it'-mäßig zum Schein konvertiere, um mich hinterher öffentlich mit ihr zeigen zu dürfen. Ich weiß nämlich nicht, was danach auf mich zukommt und gerade Familienfeste stelle ich mir dabei äußerst unangenehm vor, wenn ihre ganze Verwandtschaft auf mich gucken und meine Frömmigkeit beurteilen wird. (So stelle ich mir das zumindest vor) Wenn Risse in der Glaubwürdigkeit entstehen, kann das in diesem Land nämlich auch schnell rechtliche Folgen für uns haben.
Was meint Ihr dazu? Gibt es hier jemanden, der ähnliche Erfahrungen gemacht hat und mit einer Muslima verheiratet ist, für die er erst konvertieren musste?
Zuerst zu mir und der Vorgeschichte: Meine Firma hat mir kurz vor dem Ausbruch von Covid-19 das Angebot gemacht, für bis zu 5 Jahre in unserer Niederlassung in Indonesien zu arbeiten. Ich sah das als Chance und Abenteuer meines Lebens und habe zugesagt, ohne wirklich etwas über das Land und die Leute zu wissen. Mittlerweile befinde ich mich seit Ende 2019 in diesem Land und habe hier nicht nur großartige Lebenserfahrungen gesammelt und mich persönlich stark weiterentwickelt, sondern auch die Pandemie komplett ausgesessen. Die ersten 3 Jahre bin ich gar nicht erst Zuhause gewesen und habe das Land nur für die Verlängerung des Visas kurzzeitig verlassen, bis es 2022 endlich für einen Heimaturlaub soweit war und ich einen Monat in Deutschland war. Hier in Indonesien fühle ich mich aber pudelwohl. Die Leute sind DEUTLICH höflicher und respektvoller, als in Deutschland, das Klima ist immer warm und angenehm, auf das scharfe, gut gewürzte Essen will ich nicht mehr verzichten und auch sonst habe ich hier gelernt, mobil zu sein und kann quasi überall im Land hinkommen, wenn ich es denn möchte.
Jetzt zum eigentlichen Thema: Die Niederlassung meiner Firma befindet sich in einer von Touristen eher weniger gut besuchten Stadt, weshalb man als Ausländer immer noch auffällt. Nach 4 Jahren bin ich in der Nachbarschaft meines Appartments, das mir von der Firma gestellt wird, zwar bekannt, werde aber immer noch sehr neugierig angeschaut, wenn ich mich tiefer in die Stadt oder etwas außerhalb bewege.
In meinem zweiten Jahr hat mich dann in sehr gutem Englisch eine junge Indonesierin angesprochen, der ich zufällig in der Nähe meines Appartments über den Weg gelaufen bin. Es war ein eher oberflächliches und neugieriges Gespräch, in dem sie wissen wollte, woher ich komme und was ich in ihrer, von Touristen eher selten besuchten Stadt mache. Ich habe ihr dann erzählt, woher ich komme, dass ich hier wohne und arbeite und das auch noch eine ganze Zeit lang machen werde. Danach haben wir uns verabschiedet. Das Gepräch war zwar recht belanglos, aber ich habe eine sofortige Anziehung und Sympathie gespürt, was ich so noch nie erlebt habe. Als wir später darüber gesprochen haben, hat sie mir erzählt, dass es bei ihr genau so war. Manche mögen das vielleicht als Liebe auf den ersten Blick bezeichnen?
In diesem Moment dachte ich mir aber noch, dass ich sie wohl nie mehr wiedersehen werde. Wie sich herausstellte war dies ein Irrtum und sie ist mir öfter über den Weg gelaufen, was jedes mal in einem kleinen Gespräch geendet hat. Einmal hat sie mir dann im Verborgenen ihre Nummer zugesteckt und wir haben angefangen, über Whatsapp miteinander zu chatten und über Video zu telefonieren.
Zuerst habe ich nur maximal eine Freundschaft für möglich gehalten, denn jetzt kommt der Punkt, warum ich diesen Thread eröffnet habe: In Indonesien sind 87% der Bevölkerung Muslime und sie ist eine Frau, die in der Öffentlichkeit mit Hijab und weiten Kleidern herumläuft.
In unseren Gesprächen habe ich dann herausgefunden, dass sie Dewi heißt und als Schulpsychologin arbeitet und mit der Zeit haben wir uns über alles Mögliche unterhalten und uns immer besser kennengelernt. Sie hat dann von sich aus die Gesprächsthemen häufig auf sexuellere Inhalte gelenkt und mir beispielsweise erzählt, dass junge Schüler im Land keinerlei Aufklärung bekommen und es somit viele, sehr junge Frauen gibt, die schwanger werden, weil niemand sie über die Risiken von Geschlechtsverkehr aufgeklärt hat, was ein riesiges Problem in ihrer Schule, wie auch im ganzen Land darstellt, weshalb sie mit ihrer Arbeit versucht, dort so gut es geht einzugreifen, was aber nicht so einfach ist, weil das ganze Thema extrem tabuisiert wird. Darüber war sie sehr frustriert.
Aber auch sonst hat sie das Thema Intimität oft angesprochen und wollte meine Meinung und Ansichten als Ausländer zu intimen Dingen wissen, die man sonst eher weniger in einer Freundschaft bespricht. Nach einiger Zeit fing sie dann auch an, ganz ohne Hijab mit mir über Video zu telefonieren oder mir Bilder zu schicken, bei denen sie sich beispielsweise in knapperen Sportsachen nach dem Workout Zuhause gezeigt hat. Ich habe das einfach mal als deutliches Signal gewertet, dass von ihrer Seite auch Interesse besteht, und bin darauf eingegangen. Mit der Zeit haben wir immer heftiger miteinander geflirtet. Am Ende dieses Anbandelungsprozesses hat sie sich dann heimlich in mein Zimmer geschlichen und ein paar Sekunden später konnten wir uns nicht mehr zurückhalten, sind über uns hergefallen, haben wild miteinander geknutscht und haben schließlich das erste mal miteinander geschlafen. Diese heimlichen Besuche haben wir seitdem häufig wiederholt, was gar nicht so einfach ist, weil sie mit der Familie zusammenlebt und nicht einfach so eine Nacht verschwinden kann. Weil wir bis über beide Ohren ineinander verliebt sind und der Reiz des Verbotenen auch etwas an sich hat, macht es die ganze Sache aber irgendwie noch interessanter.
Außerhalb meines Appartments dürfen wir uns allerdings nicht gemeinsam zeigen und unsere Beziehung ist für das erste ein gut gehütetes Geheimnis. Wir haben deswegen viel über unsere Zukunft gesprochen. Ich liebe sie wirklich, würde sie gerne heiraten und mein Aufenthalt hier in Indonesien auf unbestimmte Zeit verlängern. Ihr geht es genauso, sie redet ständig von Heirat und der Termin wäre für sie lieber heute als morgen.
Leider geht das nur, wenn ich für sie zum Islam konvertiere, worauf sie mich auch versucht hinzudrängen. Ihre Familie würde unsere Beziehung sonst nämlich nie akzeptieren.
Ich selbst habe zwar die Bibel und den Koran gelesen, bin mit Anfang 20 aber aus der Kirche ausgetreten und nicht wirklich gläubig. Sie ist zwar gläubig, legt ihren Glauben aber recht moderat aus. Sie hält sich zwar an die gängigen Regeln und Dresscodes, ist aber nicht mit allen Regeln einverstanden und spricht das, zumindest vor mir, auch aus. Jetzt weiß ich wirklich nicht, ob ich es durchziehen sollte und 'Fake it 'til you make it'-mäßig zum Schein konvertiere, um mich hinterher öffentlich mit ihr zeigen zu dürfen. Ich weiß nämlich nicht, was danach auf mich zukommt und gerade Familienfeste stelle ich mir dabei äußerst unangenehm vor, wenn ihre ganze Verwandtschaft auf mich gucken und meine Frömmigkeit beurteilen wird. (So stelle ich mir das zumindest vor) Wenn Risse in der Glaubwürdigkeit entstehen, kann das in diesem Land nämlich auch schnell rechtliche Folgen für uns haben.
Was meint Ihr dazu? Gibt es hier jemanden, der ähnliche Erfahrungen gemacht hat und mit einer Muslima verheiratet ist, für die er erst konvertieren musste?
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