Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Fühlt jemand ähnlich?

Ein sicherer Hafen und eine stabile Mutter ist das beste Fundament. Tatsächlich für ALLE Kinder auch für die ohne Diagnosen.
Liebe und Geborgenheit braucht jedes Kind um gesund heranwachsen zu können und sich auf die wichtigsten Personen weil von denen ist das Kind LEIDER abhängig (Vater + Mutter)
Verlassen zu können.
Tut es dies nicht wird es auffällig.

Wer Kinder bekommt braucht einen Geduldsfaden. Auch hier und auch bei nicht divergenten Kindern.

Ich erkläre nochmal gerne obwohl du Pädagogin bist mit Eckdaten was das heißt:

Damit Kinder sicher und geborgen aufwachsen, müssen Eltern vor allem eine verlässliche emotionale Bindung aufbauen, klare Orientierung geben und feinfühlig auf die Bedürfnisse des Kindes reagieren.


1. Sichere Bindung und Feinfühligkeit

• Zeitnah reagieren: Auf Signale, Weinen oder Bedürfnisse des Babys und Kindes verlässlich, prompt und angemessen antworten.
• Körperliche Nähe schenken: Ausreichend Wärme, Umarmungen, gehalten werden und physische Zuwendung bieten – besonders in Stresssituationen oder beim Einschlafen.
• Bedingungslose Liebe zeigen: Dem Kind vermitteln: „Du bist genau richtig, so wie du bist – unabhängig von Leistung oder Fehlern“.

2. Verlässlichkeit und Orientierung

• Alltagsrituale pflegen: Feste Abläufe, wiederkehrende Rituale und eingehaltene Absprachen geben dem Kind Sicherheit und Halt im Tagesverlauf.
• Klare, liebevolle Grenzen setzen: Kinder brauchen Regeln, um zu wissen, wo der sichere Rahmen endet. Grenzen sollten ruhig, konsequent und ohne persönliche Herabsetzung erklärt und durchgesetzt werden.
• Ehrlichkeit bewahren: Kinder nicht anlügen, sondern altersgerecht und wahrhaftig mit ihnen sprechen.

3. Emotionale Unterstützung

• Alle Gefühle zulassen: Wut, Trauer, Angst oder Freude ernst nehmen. Kinder dabei unterstützen, ihre Emotionen zu erkennen und zu benennen (z. B. durch aktives, urteilsfreies Zuhören).
• Trost spenden: Dem Kind vermitteln, dass es mit jedem Problem und jedem Schmerz zu den Eltern kommen darf und dort Schutz findet.
• Fehler machen dürfen: Sich als Eltern auch mal beim Kind entschuldigen, wenn man ungerecht war, und so einen gesunden Umgang mit Konflikten vorleben.

4. Selbstständigkeit und Welt entdecken

• Freiraum zum Ausprobieren lassen: Dem Kind zutrauen, eigene Erfahrungen zu machen, Fehler zu bewältigen und so Selbstwirksamkeit aufzubauen.
• Gemeinsame Zeit verbringen: Ohne Ablenkung (z. B. Handy beiseitelegen), im Alltag gemeinsam lachen, spielen oder die Natur erleben.

Es reicht leider nicht Teddy hinwerfen Kind spiel mal / Essen auf den Tisch und ein Dach über den Kopf .., das ist leider zu wenig.,
Das sind die Basics die so und so vorhanden sein sollten.

Die EMOTIONALE Bindung ist weit weit aus wichtiger.

Für mich klingt es danach dass dein Sohn deine Überforderung und eventuell ausstrahlende Ablehnung spürt.

Fakt ist - die lese ich als Fremde hier leider raus . Überforderung und zu kleinen Teilen Ablehnung.
Nur das Kind ist in deinem Text das Problem.., nicht aber vielleicht dein kompletter Umgang mit deinen Sohn - auch wenn Überforderung da ist ..,
Daher täte ein Blick auf DICH dir nicht schlecht. Damit auch dein Kind gehört und gesehen und verstanden fühlt.
Das ist DEINe Aufgabe als die Erwachsene in der Konstellation.
 
Im Prinzip musst du versuchen, zu Hause ein Setting um dein Kind drumherum zu bauen. Eines, in dem es gefahrlos agieren kann und welches für dich erträglich ist.

Nimm die Diagnose ADHS ernst. Sie bedeutet, dass dein Kind sicher weder lange konzentrieren noch seine Gefühle regulieren kann. Konflikte die sich daraus ergeben sind kein pädagogisches Problem. Du kannst auch mit besten Methoden dein Kind nicht angepasst und einsichtsfähig machen, denn dann hätte es kein ADHS.

Die Medis bewirken vor allem eine bessere Konzentration und Aufmerksamkeit. (Wenn sie überhaupt wirken). Es ist klar, daß sie darum kaum Einfluss auf soziale Konflikte zu Hause haben, und oft ist der Wirkspiegel Nachmittags sowieso schon weg.

Kein Kampf und Fernseh- und Handyzeiten, kein Kampf um Hausaufgaben und Hausarbeit. Erfinde dort ein setting, mit dem sowohl du als auch dein Kind leben kann. Und dieses wird anders aussehen als das, was landläufig empfohlen wird. Diese Empfehlungen richten sich aber an Kinder, die von einem Konflikt auch profitieren, Einsicht gewinnen, Konsequenzen verinnerlichen.

Dein Kind rastet aber nur immer aus, vergisst dann alles wieder und beim nächsten mal beginnt alles von vorn. Es ist auch wichtig das du dich selbst schützt. Du hast auch selbst einen Wert und Bedürfnisse, nicht nur dein Kind. Es kann helfen auch immer mal in diese Richtung zu denken, wenn es wieder eskaliert.
 
Hallo @LiSa1104 🙂

Hast du schon einmal überlegt, ob ein Sportverein etwas für deinen Sohn sein könnte? Ich denke dabei an regelmäßige Bewegung und die Möglichkeit, überschüssige Energie abzubauen. Gerade bei Kindern mit ADHS kann Bewegung eine gute Unterstützung sein. Vielleicht wäre eine Sportart, bei der er sich richtig auspowern kann und die ihm Spaß macht, einen Versuch wert.

Was mich außerdem interessieren würde: In welchen Situationen rastet er denn besonders häufig aus? Passiert das eher, wenn er etwas nicht bekommt, wenn etwas nicht so läuft, wie er es sich vorstellt, bei Aufforderungen und Regeln oder scheinbar aus dem Nichts? Und wie sieht es aus, wenn er sich wieder beruhigt hat?

Ich frage deshalb, weil ich denke, dass es hilfreich sein könnte, genauer zu verstehen, was diese Ausbrüche auslöst. Vielleicht gibt es bestimmte Situationen oder Muster, an denen man ansetzen kann.
 
Ein Faktor, der ebenfalls nicht unterschätzt werden darf, ist, dass sich Kinder in diesem Alter in der Vorpubertät befinden. Diese Phase kann bereits bestehende Schwierigkeiten noch einmal verstärken.

Ich denke, wäre ich an deiner Stelle, würde ich mich intensiv über das Thema Vorpubertät informieren und mich mit anderen Eltern austauschen, deren Kinder sich im selben Alter befinden. ADHS ist (neben der sozialen Situation) nur ein Teil der Problematik, denke ich.

 
Ein sicherer Hafen und eine stabile Mutter ist das beste Fundament. Tatsächlich für ALLE Kinder auch für die ohne Diagnosen.
Liebe und Geborgenheit braucht jedes Kind um gesund heranwachsen zu können und sich auf die wichtigsten Personen weil von denen ist das Kind LEIDER abhängig (Vater + Mutter)
Verlassen zu können.
Tut es dies nicht wird es auffällig.

Wer Kinder bekommt braucht einen Geduldsfaden. Auch hier und auch bei nicht divergenten Kindern.

Ich erkläre nochmal gerne obwohl du Pädagogin bist mit Eckdaten was das heißt:

Damit Kinder sicher und geborgen aufwachsen, müssen Eltern vor allem eine verlässliche emotionale Bindung aufbauen, klare Orientierung geben und feinfühlig auf die Bedürfnisse des Kindes reagieren.


1. Sichere Bindung und Feinfühligkeit

• Zeitnah reagieren: Auf Signale, Weinen oder Bedürfnisse des Babys und Kindes verlässlich, prompt und angemessen antworten.
• Körperliche Nähe schenken: Ausreichend Wärme, Umarmungen, gehalten werden und physische Zuwendung bieten – besonders in Stresssituationen oder beim Einschlafen.
• Bedingungslose Liebe zeigen: Dem Kind vermitteln: „Du bist genau richtig, so wie du bist – unabhängig von Leistung oder Fehlern“.

2. Verlässlichkeit und Orientierung

• Alltagsrituale pflegen: Feste Abläufe, wiederkehrende Rituale und eingehaltene Absprachen geben dem Kind Sicherheit und Halt im Tagesverlauf.
• Klare, liebevolle Grenzen setzen: Kinder brauchen Regeln, um zu wissen, wo der sichere Rahmen endet. Grenzen sollten ruhig, konsequent und ohne persönliche Herabsetzung erklärt und durchgesetzt werden.
• Ehrlichkeit bewahren: Kinder nicht anlügen, sondern altersgerecht und wahrhaftig mit ihnen sprechen.

3. Emotionale Unterstützung

• Alle Gefühle zulassen: Wut, Trauer, Angst oder Freude ernst nehmen. Kinder dabei unterstützen, ihre Emotionen zu erkennen und zu benennen (z. B. durch aktives, urteilsfreies Zuhören).
• Trost spenden: Dem Kind vermitteln, dass es mit jedem Problem und jedem Schmerz zu den Eltern kommen darf und dort Schutz findet.
• Fehler machen dürfen: Sich als Eltern auch mal beim Kind entschuldigen, wenn man ungerecht war, und so einen gesunden Umgang mit Konflikten vorleben.

4. Selbstständigkeit und Welt entdecken

• Freiraum zum Ausprobieren lassen: Dem Kind zutrauen, eigene Erfahrungen zu machen, Fehler zu bewältigen und so Selbstwirksamkeit aufzubauen.
• Gemeinsame Zeit verbringen: Ohne Ablenkung (z. B. Handy beiseitelegen), im Alltag gemeinsam lachen, spielen oder die Natur erleben.

Es reicht leider nicht Teddy hinwerfen Kind spiel mal / Essen auf den Tisch und ein Dach über den Kopf .., das ist leider zu wenig.,
Das sind die Basics die so und so vorhanden sein sollten.

Die EMOTIONALE Bindung ist weit weit aus wichtiger.

Für mich klingt es danach dass dein Sohn deine Überforderung und eventuell ausstrahlende Ablehnung spürt.

Fakt ist - die lese ich als Fremde hier leider raus . Überforderung und zu kleinen Teilen Ablehnung.
Nur das Kind ist in deinem Text das Problem.., nicht aber vielleicht dein kompletter Umgang mit deinen Sohn - auch wenn Überforderung da ist ..,
Daher täte ein Blick auf DICH dir nicht schlecht. Damit auch dein Kind gehört und gesehen und verstanden fühlt.
Das ist DEINe Aufgabe als die Erwachsene in der Konstellation.
Hm, hast du auch so ein Kind? All das, was du beschreibst gibt es bei uns. Was mich eben noch mehr verzweifeln lässt... Hätte mir das vor Jahren jemand vorhergesagt, dass ich in solch einer Situation sein werde, hätte ich es nicht geglaubt... In meiner Arbeit sind es gerade die schwierigen Kinder, die ich sehr gut unterstützen kann. Doch zuhause geht es nicht... Auch wenn es die gleichen Mittel sind. Ich bin der geduldigste Mensch, aber irgendwann geht es nicht mehr.
 
Hallo @LiSa1104 🙂

Hast du schon einmal überlegt, ob ein Sportverein etwas für deinen Sohn sein könnte? Ich denke dabei an regelmäßige Bewegung und die Möglichkeit, überschüssige Energie abzubauen. Gerade bei Kindern mit ADHS kann Bewegung eine gute Unterstützung sein. Vielleicht wäre eine Sportart, bei der er sich richtig auspowern kann und die ihm Spaß macht, einen Versuch wert.

Was mich außerdem interessieren würde: In welchen Situationen rastet er denn besonders häufig aus? Passiert das eher, wenn er etwas nicht bekommt, wenn etwas nicht so läuft, wie er es sich vorstellt, bei Aufforderungen und Regeln oder scheinbar aus dem Nichts? Und wie sieht es aus, wenn er sich wieder beruhigt hat?

Ich frage deshalb, weil ich denke, dass es hilfreich sein könnte, genauer zu verstehen, was diese Ausbrüche auslöst. Vielleicht gibt es bestimmte Situationen oder Muster, an denen man ansetzen kann.
Ja, ist im Verein, schon lange. Aber zur Zeit kein Bock. Dramen spielen sich auch hier ab, wenn Trainigszeit ist...
Nach Mustern habe ich auch schon gesucht... Scheinbar ist es auswegslos...
 
Nach Mustern habe ich auch schon gesucht... Scheinbar ist es auswegslos...
Hast du auch meinen Beitrag gelesen, in dem ich erklärt habe, dass gerade eine hormonelle Umstellung stattfindet und sich dadurch bereits bestehende Schwierigkeiten verstärken können? Demnach ist es nicht ausweglos, sondern vielmehr eine Frage der Sichtweise.
 
Hm, hast du auch so ein Kind? All das, was du beschreibst gibt es bei uns. Was mich eben noch mehr verzweifeln lässt...
Die dort beschriebenen Dinge eignen sich für Normkinder und es kann sehr gut laufen so. Nach meiner Erfahrung taugen sie allein nicht für den Umgang mit einem anders tickenden Kind. Hier muss zunächst massiv in die sehr spezielle Dynamik der Beziehung investiert werden, eine Allianz wird gebildet und das Fronten muss ein Ende finden.
Ja, ist im Verein, schon lange. Aber zur Zeit kein Bock. Dramen spielen sich auch hier ab, wenn Trainigszeit ist...
Diese "Dramen" spielen sich nicht ab, weil dein Kind eine launische Diva ist, sondern weil es enorm anstrengend und schrecklich ist, sich in einer Gruppe immer als andersartig erleben zu müssen. Nimm das Drama raus. Setze keine Zwänge. Man kann auch ohne Sportverein leben.
Scheinbar ist es auswegslos...
Nein, es ist nicht ausweglos. Du musst allerdings den Weg für DEIN Kind finden. Nicht für die Kinder in irgendwelchen Ratgebern.
Doch zuhause geht es nicht.
Zuhause ist der Ort der Entladung. Wenn dann AUCH noch Forderungen gestellt werden (für die Schule üben, regelmäßig ins Training müssen etc.), dann gute Nacht!
Wie soll ich vertrauen? Wo soll ich endlich Dampf ablassen können und mich dennoch geliebt fühlen?
Ihr müsst ein "Wir" werden.
Was verbindet euch? habt ihr gemeinsame Interessen? Könnt ihr zusammen lachen?
 
Zuletzt bearbeitet:

Anzeige (6)

Ähnliche Themen

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben