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Fühle mich in diesem Land sehr oft Diskriminiert :(

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Wäre es etwas schlimmes, festzustellen das du anscheinend kein Deutsch verstehst und somit nicht von hier bist? Wenn eine bloße Tatsache bereits diskriminierend eingestuft wird wundert es mich auch nicht, das in Deutschland jeder ein Nazi ist.

Hätte er dir untestellt anscheinend taub zu sein, würden dann auch die Taubstummen auf die Barrikaden gehen und sich diskriminiert fühlen?

Hätte er in dieser Situation überhaupt irgendetwas richtig machen können? Anscheinend wohl nicht, außer die Klappe zu halten und dich einfach in Ruhe zu lassen. Und das obwohl du dir einen Fehltritt in der Fußgängerzone geleistet hattest und im Anschluß daran ihn noch mit Ignoranz zu bestrafen, und als Witzfigur stehen lassen.

Anstatt aufzuschreien weil das Wort "Ausländer" fällt würde etwas mehr Objektivität nicht schaden. Oder sollte das jetzt schon als "Freibrief" eingesetzt werden um Narrenfreiheit zu erhalten? Und wenn nicht dann komme ich schnell mit der Nazikeule...das klappt immer, dann ziehen die blöden deutschen den Schwanz ein.


Einmal hast du mein Beitrag nicht so haargenau gelesen wie du die Sache ausbreitest, ausserdem ist das halbwegs offtopic...

Ich hab auch geschrieben das er es nicht so krass formuliert hat, aber DER TON MACHT DIE MUSIK.
Er hat mich weder aufgefordert stehen zu bleiben - was ja gerechtfertigt wäre wenn er sich schon so ärgert - noch hat er es korrekt formuliert. Ich will ihm auch nicht etwas in den Mund schieben was er nicht gesagt hat, weil ich mich an den Wortlaut nicht mehr erinnern kann, aber ich weiß noch das ich es als ausländerfeindlich empfunden habe, obwohl ich nicht mal einer bin. Das ist Jahre her, ich war da 16 oder 17.
Er hätte auch sagen können - Bleiben sie/du mal bitte stehen, und dann kann er mit mir in ruhe drüber reden. Zu Fuß mit einem Fahrrad unter anderen Leuten ist man nicht so schnell weg. Er hätte aus sagen können - Hey, ich rede mit dir! Etwas das man normalerweise sagen würde wenn man in so einer Position mit jemandem redet.
Seiner Aussage und seinem Ton entnehme ich das er sich schneller als alles andere gedacht hat 'diese Ausländerjungs halten sich einfach an keine Regel das Gesocks, etc.' Ich hab ja auch gesehen wie er dabei geguckt hat (kurzer Blick über die Schulter). Ich hab genug negativen Kontakt zu Menschen gehabt um das beurteilen zu können.
Dazu muss man sagen das wir in unserer Stadt ein sehr verrufenes Viertel haben, wo auch schon Polizeibusse (8 Mann) überfallen wurden. Aber egal was er vllt auch schon erlebt hat, er kann mich nicht einfach da mit in die Schublade stecken. In so einem Job darf er nicht so persönlich werden, egal was er denkt. Auch wenn er wie wir alle nur ein Mensch ist - So ein Verhalten ist NICHT richtig.
Und wär mir nicht bewusst gewesen das ich was falsch mach wär ich ja auch nicht schnurstracks vom Rad gestiegen. Ich war zu keinem Zeitpunkt so schnell das man mich an/hinterher-schreien musste, ich rolle langsam mit den Fußgängern, manchmal langsamer, manchmal schneller, halte auch mal an. Weil ich weiß das ich nicht aufs Rad gehör. (Aber man ist nur halb so breit wenn man drauf ist. Bei 1000 Touristen in den Straßen am besten, auch wenn mans nicht darf.)
Und ach ja - er hat sich selbst zur Witzfigur gemacht weil er falsch/unangemessen reagiert hat. Wenn man mal genau drüber nachdenkt.

lg, Shubunkin
 
Diskriminierung gibt es überall nicht nur gegenüber Ausländern .

Ich bin selber nur Halbdeutsch aber mir sieht man es nicht an deswegen bin ich aufgrund der Herkunft meines "Erzeugers" noch nicht diskriminiert worden.

Aber schon oft aufgrund meines Alters.

Das passiert voll oft beim Bäcker zb. steht man an der Theke und wartet auf Bedienung und die Verkäuferin fragt dann einfach eine andere Kundin was sie möchte öbwohl sie später gekommen ist nun bin ich niemand die sich das gefallen lässt und es hat deswegen auch echt schon richtig Stress gegeben wenn die dann noch frech werden.

Ich finde man wird haltauch als junger Mensch sehr oft diskriminert egal welcher Herkunft.
 
Meine Tochter hat einen Vater, der nicht weiß ist. Sie sieht also auch nicht "deutsch" aus....Als Randbemerkung. 🙂

Man sollte Rassismus, Ausländerfeindlichkeit und Diskriminierung meiner Meinung nach jedoch trennen. Polen zum Beispiel sieht man nicht immer an, dass sie Ausländer sind, aber auch sie werden diskriminiert. Nicht-Weiße (andersfarbige Ausländer), die diskriminiert werden, weil sie offensichtlich nicht deutsch sind, werden dann Opfer von Rassismus, da sie nicht der kaukasischen RASSE (da ist das verpöhnte Wort) angehören. Werden Engländer oder Amerikaner diskriminiert? Relativ selten, obwohl auch sie Ausländer sind.

Das Hauptproblem ist Toleranz. Bestimmte Ausländerschichten haben einen gewissen Ruf in Deutschland. Die Stereotypen kennen wir alle und auch die Tatsache, dass es überall, bei Polizei, Behörden usw. Menschen gibt, die diese Stereotypen genauso "pflegen", wie ganz "normale" Menschen von der Strasse.

Ich habe lange im Ausland gelebt. Intoleranz gibt es überall, nicht nur gegen Ausländer, sondern auch gegen Behinderte, Schwule, Andersdenkende und zwar überall und immer anders. All diese Menschen müssen mit der Ausgrenzung auch leben, auch wenn sie nicht in Ordnung ist.

Doch leider wird es immer welche geben, die eben einfach nicht in der Lage sind ihr Gegenüber als Individuum zu betrachten und entsprechend zu behandeln.

Es tut mir leid, dass du dich diskrimiert fühlst. Helfen kannst du nur dir selbst indem du nach Menschen suchst, denen es egal ist, ob du grün, blau oder gelb bist.

Institutionelle Diskriminierung bei Behörden darfst und mußt du dir nicht gefallen lassen. Schreib einen Beschwerdebrief und wenn keiner antwortet, schreib noch einen und noch einen und noch einen, renn denen die Bude ein, mach was anstatt dazusitzen und auf eine Antwort zu warten und wenn dann keine kommt deine Wunden zu lecken und die These bestätigt zu sehen, dass du ein "Opfer" bist.
Du bist ein Mensch, genauso wertvoll wie jeder andere. Also nimm es nicht einfach hin, sondern setz dich für dich und deine Rechte ein und warte nicht darauf, dass es andere tun. Ich wünsche dir alles Gute dabei. 🙂
 
Hallo Tolga,

dass du dich hier dermaßen unwohl fühlst, tut mir leid und sicherlich haben sich einige deiner Begegnungen nicht so ereignet, wie es hätte sein sollen.
Allerdings ist es schon lange nicht mehr so, dass Ausländerfeindlichkeit sich nur auf jene bezieht, die nicht die deutsche Staatsbürgerschaft und einen deutschen Stammbaum vorzuweisen haben. Ich zum Beispiel lebe in einer Gegend, in der du die deutschen Haushalte an einer Hand abzählen kannst. Die Mehrzahl besteht aus Türken, Arabern, Indern, Russen, Polen und wo sie nicht alle herkommen und da bin ich diejenige, die ausgegrenzt und als Ausländer betitelt wird. Sagst du etwas gegen deren Pöbeleien oder setzt den vorlauten Teenagern, die immer irgendeine blöde, aufdringliche Anmache auf Lager haben, etwas entgegen, wirst du direkt als „scheiß Deutsche“ oder „Nazi“ betitelt. Du siehst, das funktioniert in beide Richtungen.

Ich denke, wir sollten alle nicht immer alles dermaßen auf die Goldwaage legen und direkt die Rassisten-/Nazikarte hervorkramen, wenn uns irgendein Verhalten oder eine Meinung/Aussage mal nicht passt. Zumindest ich bin langsam müde ob jeder Nazibezeichnung, nur, wenn ich mal den Mund gegenüber einem Ausländer auf mache, müde, mir ständig Gedanken darüber machen zu müssen, wie ich nun was wem sage, um ja nicht in diese elende Schublade gesteckt zu werden, ebenso, wie wohl die Ausländer müde sind, ständig mit komischen Blicken, Reaktionen oder Ausgrenzung konfrontiert zu werden.

Die Zeit, in der hier in Deutschland nur Deutsche willkommen waren und alle andere aufs übelste beschimpft, verjagt und getötet worden sind, haben wir lange hinter uns gelassen. Heute leben wir bereits seit Jahren Tür an Tür, grüßen uns gegenseitig, wenn man sich auf der Straße begegnet, arbeiten zusammen, gehen in den selben Läden einkaufen und unsere Kinder besuchen zusammen die Schulen. Zeit auch das zu sehen und dem mehr Gewicht zu geben, als den paar Idioten/schlecht gelaunten/Rassisten, die mal blöde Kommentare von sich geben oder sich daneben benehmen. Wir haben über 80 Millionen Menschen in Deutschland und der Großteil von ihnen ist tolerant und offen gegenüber Randgruppen.
 
Bestimmte Ausländerschichten haben einen gewissen Ruf in Deutschland.

Ich habe mich auch schonmal gefragt weshalb Asiaten, Amerikaner oder Skandinavier wunderbar integriert sind und in unserer Gesellschaft überhaupt nicht auffallen, während zb. Türken und andere dem Islam angehörigen Völker hier ganz anders in Erscheinung treten. Aber das liegt natürlich an uns deutschen, da wir nicht fähig sind alle zu integrieren. Selbst diejenigen, die sich nicht integrieren lassen.

Nur in Deutschland gibt es einen Integrationsgipfel. Alle anderen Länder haben die Einstellung, dass sich Gäste anzupassen haben. Bei uns ist es umgekehrt. Bestenfalls sollte ich mich für das "Scheiss deutsches Schwein" auch noch höflich bedanken...

Ich finde schon, dass hier ein paar politische Dinge gewaltig in die falsche Richtung verschoben sind. Ganz zu schweigen von der Euromisere wofür Deutschland gerade stehen soll. Von daher wundert es mich auch nicht, wenn sich dieser Unmut nunmal auf solche Art und Weise ausdrückt, wie vom TE beschrieben. Anständig und Unvoreingenommen ist natürlich etwas anderes, aber ich sehe das Problem das nunmal auch keine wirkliche Möglichkeit existiert, sich anderweitig gegen diese Misstände Luft zu verschaffen. Irgendwo ist dann am Rande logischerweise ein Ventil, dass diesen Unmut eben herausdrückt. Die deutschen neigen nunmal nicht zu bürgerkriegsähnlichen Zuständen oder gewaltbereite Strassenschlachten. Das drückt sich bei Ottonormalbürger dann in diesen kleinen Alltagsgehässigkeiten aus.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ehrlich gesagt sehe ich bei dir nur den ganz alltäglichen Wahnsinn am Werk, eben die miesen Dinge, die wir alle mal erleben dürfen. Ich frage mich echt, wie du von echter Diskriminierung sprechen kannst, wenn du dumm angelabert wurdest.

Außerdem ist das ganze Beruf-Forum hier voll von nicht ausländisch seienden Deutschen, die von ihren Arbeitskollegen schlecht gemacht werden. Ich heiße solche Dinge nicht gut, aber ich frage mich, warum man sich als ganz banaler „Ausländer“ (der hier eine Schulabschluss machen konnte, eine Ausbildung und einen Job hat), bei solchen Dinge sich so auf Ausländerfeindlichkeit beruft. Du wirst nicht anders behandelt als die Ur-Deutschen (wer auch immer das sein mag...). Kannst ja dir mal ansehen was teilweise zwischen den so genannten Ossis und Wessi so abgeht. Ich warte immer noch darauf, dass eine der beiden Seiten hier auch mal anfängt, von Ausländerfeindlichkeit zu sprechen...
Ich kann dir noch ein paar Geschichten bieten zum Thema: wie man als Frau jegliche Fähigkeit zur Bearbeitung technischer Aufgaben öffentlich abgesprochen bekommen kann (von Frauen und Männern). Da nützt ein dickes Fell und Redegewandtheit viel mehr als die Frauenbeauftragte, dann können die einem auch nicht mehr schaden.

Wie kommt es denn, dass du so viele Freunde hast und guten Kontakt zu Deutschen? Muss wohl noch eine Menge anderer Menschen hier geben... wäre nett, wenn du das würdigen könntest.

Wenn du deine Homosexualität außerhalb der Viertel von Istanbul lebst, dann wirst du mal erfahren können, was echte Diskriminierung ist. Wenn deine Rechte als Mensch eingeschränkt werden, weil du schwul bist, und du nicht nur einen blöden Spruch kassierst sondern gar keinen Job mehr bekommst und regelmäßig körperlich angegriffen wirst.

Ich sehe diesen alltäglichen Wahnsinn auch nicht als normal an und wünschte, das Klima in diesem Land wäre etwas weniger rau.
 
Ehrlich gesagt sehe ich bei dir nur den ganz alltäglichen Wahnsinn am Werk, eben die miesen Dinge, die wir alle mal erleben dürfen. Ich frage mich echt, wie du von echter Diskriminierung sprechen kannst, wenn du dumm angelabert wurdest.

Außerdem ist das ganze Beruf-Forum hier voll von nicht ausländisch seienden Deutschen, die von ihren Arbeitskollegen schlecht gemacht werden. Ich heiße solche Dinge nicht gut, aber ich frage mich, warum man sich als ganz banaler „Ausländer“ (der hier eine Schulabschluss machen konnte, eine Ausbildung und einen Job hat), bei solchen Dinge sich so auf Ausländerfeindlichkeit beruft. Du wirst nicht anders behandelt als die Ur-Deutschen (wer auch immer das sein mag...). Kannst ja dir mal ansehen was teilweise zwischen den so genannten Ossis und Wessi so abgeht. Ich warte immer noch darauf, dass eine der beiden Seiten hier auch mal anfängt, von Ausländerfeindlichkeit zu sprechen...
Ich kann dir noch ein paar Geschichten bieten zum Thema: wie man als Frau jegliche Fähigkeit zur Bearbeitung technischer Aufgaben öffentlich abgesprochen bekommen kann (von Frauen und Männern). Da nützt ein dickes Fell und Redegewandtheit viel mehr als die Frauenbeauftragte, dann können die einem auch nicht mehr schaden.

Wie kommt es denn, dass du so viele Freunde hast und guten Kontakt zu Deutschen? Muss wohl noch eine Menge anderer Menschen hier geben... wäre nett, wenn du das würdigen könntest.

Wenn du deine Homosexualität außerhalb der Viertel von Istanbul lebst, dann wirst du mal erfahren können, was echte Diskriminierung ist. Wenn deine Rechte als Mensch eingeschränkt werden, weil du schwul bist, und du nicht nur einen blöden Spruch kassierst sondern gar keinen Job mehr bekommst und regelmäßig körperlich angegriffen wirst.

Ich sehe diesen alltäglichen Wahnsinn auch nicht als normal an und wünschte, das Klima in diesem Land wäre etwas weniger rau.

Diesen Beitrag finde ich gut🙂.
Diskriminierung hat jeder, in irgendeiner FOrm, mal erfahren. Ob er in dem Fall zu arm, zu jung, zu alt, zu reich oder zu dunkelhäutig war...Deshalb darf man das aber nicht gleich auf alle beziehen. Das blaumarkierte kann ich nur unterschreiben. Bevor man eine ganze Nation als ausländerfeindlich bezeichnet sollte man das vielleicht mit überdenken. Allerdings weiß ich nicht mehr genau ob der TE das ganze Land als ausländerfeindlich eingestuft hat, oder ob er sich nur über die Begebenheiten geärgert hat😱

Mit dem WOrt Nazi wäre ich übrigens vorsichtig. Das kann, wenn fälschlich gebraucht, ebenfalls eine Beleidigung sein. Und ich sag mal zu 90 % wird es fälschlich gebraucht.

Nochmal für den TE: Wehr dich das nächste mal wenn dir sowas passiert. Verlange bitte IMMER nach dem Chef, egal wo du bist, wenn du wegen deiner Herkunft beleidigt oder dumm angemacht wirst. Das alleine wirkt oft schon Wunder.
 
Hallo Tolga,

es tut mir leid, dass Du in Deutschland so behandelt wirst.

Es ist leider so,

dass Minderheiten (in diesem Fall Du als Ausländer) ...gerne in irgendwelche Schubladen gesteckt werden.

Egal ob

- Ausländer
- Dicke
- Behinderte
-Alte
-Harz VI-Empfänger
usw...


Es ist traurig- aber es ist so. Ich weiss auch nicht, ob es ein typisches deutsches Problem ist-
würde eher sagen- so "tickt" der Mensch im Allgemeinen...- obwohl es dumm ist...

Aber das hilft Dir auch nichts....

Ich persönlich würde trotzdem mich nicht ins Boxhorn jagen lassen...

Du hast das Recht, hier zu sein. Du hast eigentlich auch das Recht auf einen deutschen Ausweis.

Ich würde mich an Deiner Stelle wehren...

...das mit dem Beschwerdebrief an die Behörde war schon ein guter Ansatz.

Aber Du hättest nochmal einen schreiben sollen- eine Instanz weiter...-
solange, bis Du Gehör findest.

Ich glaube, Du kannst für Dich selber so Zeichen setzen...
...ein Zeichen, dass du die gleichen Rechte hast- wie andere auch, hier...

...ein Zeichen-
dass Du genauso ein Mensch bist wie andere auch- und auch so behandelt werden möchtest...

- ein Zeichen, wie dumm es ist, jeden einfach in eine "Schublade" zu stecken....


Weisst Du,
mit dem Gedanken, dass Du geistig weiter bist in der Hinsicht-
kannst Du Dir vielleicht ein wenig ein dickes Fell aneignen...

... und Du hast somit einen "Bonus" im Petto...
Du kannst immer wieder wenn Du in solche Situationen kommst-
solchen Menschen einen Spiegel vorhalten...- vielleicht ihnen ja auch mal aus einer Situation heraus zeigen,
wie "dumm" sie sind... es ihnen gleichtun...

Im Fall mit der Situation im Hotel...
da hätte ich an Deiner Stelle versucht, die Dame vor anderen Deutschen zu blamieren...
...sie gefragt, was das soll und mich beschwert...

Ich glaube schon, dass es mürbe machen kann- mit der zeit...sich immer wieder zu wehren...

auf der anderen Seite...

kann es Dich auch stärken in Deiner Persönlichkeit....

Auswandern wäre Flucht in die falsche Richtung....

...eigentlich ist s doch egal ob Du in Deutschland oder in der Türkei lebst....

Du wirst wahrscheinlich überall in ähnliche Situationen kommen...- befürchte ich...

und wo willst Du dann "hinflüchten" ?

Ich weiss nicht...

es ist Deine Entscheidung...

...nur Du weisst, wie stark Du bist ....

doch ich kann dir nur sagen...-

jede Deiner Entscheidung kann Probleme mit sich ziehen...- egal wie...

es ist das Leben selbst, das von uns immer wieder verlangt, neu aufzustehen und uns zu behaupten....

...ist leider so...

Alles Gute!

lg,

Sissy
 
Das ist bedauerlich.

Ich bezweifel jedoch, dass es ein deutsches Phänomen ist - im Gegenteil, die Deutschen sind aufgrund des Hitler-Traumas recht tolerant und zurückhaltend.
Diskriminierend finde ich es beispielsweise, wie Frauen in arabiischen Ländern behandelt werden. Oder wie selbstverständlich davon ausgegangen wird, dass bei einer gemischt-konfessionellen Paarung immer der muslimische Part "gewinnt" und der nicht-muslimische konvertiert.
Das nenne ich alltägliche Diskriminierung.

Als schwuler Mann in der Türkei wirst du sicher auch dort Diskriminierung erfahren. Kommt dein Freund mit? Werdet ihr dort als Paar leben? Wenn ihr nicht gerade in einer Metropole lebt, seid ihr als Homos dort permanenter Diskriminierung ausgesetzt.

Ausgrenzung ist kein deutsches Phänomen.

Beziehe nicht jedes Verhalten auf den Aspekt des "Ausländer-Seins". Sonst nimmst du die Welt nur noch durch diese Brille wahr.
 
Das tut mir sehr Leid für dich !
Das mit den Behörden kenne ich. Die Leute in Behörden sind manchmal ziemlich unfreundlich. Ich könnte mich vorstellen, dass das unangenehme Verhalten dieser Leute nichts mit deiner Nationalität zu tun hat. Wohl eher mit ihrer eigenen Unzufriedenheit allgemein.
Ich finde, dass das soziale Klima in Deutschland seit der Einführung von Hartz IV um einiges schlechter geworden ist. Die Leute haben alle Angst vor dem sozialen Abstieg, besonders die von der Mittelschicht. Und ich könnte mich vorstellen, dass die Leute, die bei den Behörden arbeiten, der Mittelschicht angehören, und möglicherweise auch Abstiegsängste haben. Ihnen werden nichts geschenkt. Und deswegen behandeln sie die Leute, die noch schwächer sind (Migranten, Arbeitslose...) nicht gut.
 

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