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Frusttagebuch: Mutter

Ihr habt beide Recht @Lana und @cafard

Die Person, mir mir vor Jahren half, war mein Hausarzt. Und ob es klug war oder nicht, habe ich meiner Mutter damals gesagt, dass mein Hausarzt mir geraten hat mich mehr abzugrenzen.

Diese Aussage eines Dritten (=Arzt) mitsamt meiner klaren Ansage (entweder weniger Kontakt oder kein Kontakt) hat meine Mutter damals halbwegs verstanden.

Aber ja, sie hat Jahre lang auf diesen Arzt geschimpft und ihn verteufelt.
 
Aber ja, sie hat Jahre lang auf diesen Arzt geschimpft und ihn verteufelt.

Sie wird am Ende die ganze Welt verteufeln und jammern, dass sie nur dich hat, und wenn DU dich nicht kümmerst, dann ist sie verloren.

Ich kenne diese Masche mehr als gut!

Dann kommen Nettigkeiten, honigsüßes Zeug, wie froh und dankbar sie doch ist, dass sie dich hat.

Und das Leiden tief im Inneren geht wieder von vorne los.

Es ist Schicksal, in sowas drinzuhängen, echtes Pech!

Das, was einem dadurch gestohlen wird, kann einem niemand jemals mehr zurückgeben. Das ist mit die härteste emotionale Herausforderung, die das Leben draufhat.
 
Es geht auch nicht darum, dass diese Frau eine Freundschaft mit ihr eingeht. Natürlich wäre sie dann die Böse - das kann ihr aber egal sein, da sie ihr völlig fremd ist.

Hat ihr denn jemals eine Person Grenzen aufgezeigt, die nicht aus der eigenen Familie stammt?

Zur Frage, wer das machen soll: Einfach irgendeine Bekannte.

Ich habe da nämlich einen Gedanken: Den Feind mit seinen eigenen Waffen schlagen. Das erweist sich oft als sehr effektiv.

PS: Mir geht es auch nicht darum, Recht zu haben, sondern darum, dass dir irgendwie geholfen werden kann. 🙃
 
Ihr habt beide Recht @Lana und @cafard

Die Person, mir mir vor Jahren half, war mein Hausarzt. Und ob es klug war oder nicht, habe ich meiner Mutter damals gesagt, dass mein Hausarzt mir geraten hat mich mehr abzugrenzen.

Diese Aussage eines Dritten (=Arzt) mitsamt meiner klaren Ansage (entweder weniger Kontakt oder kein Kontakt) hat meine Mutter damals halbwegs verstanden.

Aber ja, sie hat Jahre lang auf diesen Arzt geschimpft und ihn verteufelt.
Ah sorry, im Nachhinein gelesen. Hat sie vielleicht allgemein ein Problem mit Männern?
 
Ah sorry, im Nachhinein gelesen. Hat sie vielleicht allgemein ein Problem mit Männern?
Ich denke ja. Sie hatte in ihrem Leben sehr viele Beziehungen mit Männern und alle endeten sehr negativ. Allerdings hat sie ein Problem mit allen Menschen ^^ Insofern wäre eine Ärztin nicht besser gewesen.

Zu deine Frage zu Grenzen:
Ich glaube, dass generell niemand ihr je Grenzen aufgezeigt hat, weder innerhalb noch außerhalb der Familie. Meine Mutter hat über die Zeit es vollkommen verinnerlicht, jede Grenze durch "Opfer-Rolle" zu durchbrechen.
Sie baut einen Autounfall während sie unter Medikamenteneinfluss fährt und sagt dann, dass die Medikamenten Schuld sind. Sie kommt nicht mal auf die Idee, dass es ihr Verschulden ist, überhaupt mit Medikamenten gefahren zu sein.

Jedes Gespräch zu Grenzen mit meiner Mutter ist sinnlos, weil sie jede Verantwortung für ihr Handeln ablehnt. Sie ruft mich nicht an, sondern angeblich "muss" sie mich anrufen. Sie besucht mich, weil sie "nicht anders kann". Sie missachtet meine Wünsche oder Grenzen, weil "sie halt ist wie sie ist".

Auch ein dritter neutraler Mensch ändert das nicht. Er kann sie kurz aus der Bahn werfen, aber sie tastet sich wieder an ihre alte Verhaltensweise heran -> Salami-Methode. Und genau deswegen ist der Umgang mit ihr so schwer, weil jedes Gespräch ein Kampf gegen ihr Anpirschen ist.
 
Thema: Seiner Mutter was bei Amazon bestellen

Ich hatte gestern ein sehr kurzes Telefonat mit meiner Mutter. Reichte mir auch. Mir wurde wieder bewusst, wie stressig früher die Gespräche waren.

Gestern sprach ich z.B. an, dass ich mir ein Keilkissen fürs Bett bestellt habe. Von meiner Mutter kam sofort "sowas hätte ich auch gerne".
Früher wäre ich darauf angesprungen und hätte ihr ein Kissen bestellt.
Heute weiß ich, was das bedeutet:
  • Eine Stunde Diskussion über Größe, Farbe, Preis usw.
  • Dazu wiederholtes Klagen, dass meine Mutter kein Online-Shoppen "kann".
  • Dass die ganze Welt ungerecht ist.
  • Hundert Fragen dazu wo und wie das Kissen hergestellt wird,
  • zu Farbstoffen, Giften und dass ein giftiges Kissen ja nicht in die Nähe ihrer Meerschweinchen dürfe
  • mit rassistischen Bemerkungen darüber wenns in China gefertigt wird.
  • mit Bemerkungen über Tierhaltung und China und was in China gegessen wird.
  • mehrfaches Beteuern, dass sie mir das Geld natürlich geben würde ...
  • ...was sie aber später vergisst
  • mehrfaches Erwähnen, dass sie mir über das Geld hinaus auch noch etwas extra geben würde ...
  • ... mit Bemerkungen darüber, dass meine Oma ihr ja früher verboten hätte mir was zu geben und ausufernde Versuche über meine Kindheit zu sprechen.
Das klingt so absurd. Seiner Mutter was bei Amazon zu bestellen ist doch nicht schwer!? Doch bei meiner schon.

Aus Erfahrung weiß ich auch wie es weiter geht:
Ich habe ihr mal einen Fernseher bestellt. Es ging schon damit los, dass der Fernseher ihr nicht geliefert werden durfte, weil der Paketbote klingeln könnte und das schrille Geräusch des Klingeln ihre Meerschweinchen stört. Also wurde der Fernseher an mich geliefert und ich habe ihn per Auto zu meiner Mutter transportiert. Ich habe ihn aufgestellt, angeschlossen, mit dem WLan verbunden und Kanäle nach dem Wünschen meiner Mutter eingestellt. Das war eine Stunde Arbeit. Danach folgten 3(!) Stunden, in denen ich mit meiner Mutter trainiert habe wie man ein SmartTV bedient. 3 Stunden, in denen meine Mutter mich ständig unterbrochen hat und sichtlich nicht am TV interessiert war.
Einen Tag später rief mich meine Mutter an, sie hätte "aus Versehen alles zurückgestellt". Jetzt mag Mancher sagen, dass meine Mutter alt ist und deswegen nicht mit Technik klar kommt -> Stimmt nicht! Meine Mutter ist nur stinkefaul. Wenn etwas nicht sofort funktioniert, gibt sie sofort auf. Sie liest keine Gebrauchsanleitungen, hört niemandem bei Erklärungen zu und liest auch keine Bildschirmtexte. Da kann groß in rot stehen "Bitte keinen Knopf drücken, meine Mutter drückt nen Knopf und sagt danach "ach das habe ich nicht gelesen".

Und natürlich folgt das obligatorische jahrelange Jammern über das Produkt.
Egal wie sehr ich meiner Mutter bei irgendwas geholfen habe, auch wenn das Ergebnis gut war, jammert sie. Sie erzählt mir über Jahre dass die Brandmelder, die ich ihr angebracht habe zu laut seien, dass der Kunstlederkissen, was ich ihr gekauft habe, abblättert, dass der Fernseher schlecht sei usw. Dieser Frau willst du nicht mal einen Knopf kaufen, weil sie über Jahre jammern wird, dass der Knopf nicht rund genug sei oder zu rund 🙄

Jeder Gegenstand, einfach alles, dient immer nur ihrer narzistischen, emotionalen Empörung. Ihrem Weltbild, dass nichts für sie gut genug ist und die ganze Welt gegen sie ist.
  • Sie will nicht lernen wie man ein Produkt bedient, sie will klagen, dass sie es nicht kann und niemand es ihr zeigt - egal wie oft man es ihr zeigt.
  • Das Muster ist immer präsent: Sie will keine Lösung für Probleme, sie will Anerkennung für ihr "Leid".
  • Sie entwertet Andere. Egal wer ihr hilft, diese Hilfe ist für sie immer selbstverständlich und die Hilfe ist niemals genug. Die Botschaft ist früher oder später immer: "Ein guter Sohn würde das tun. Wenn du es nicht tust, bist du kein guter Sohn."
  • Jede Forderung ist endlos, auf jede Forderung folgt die nächste. Gibt man ihr A, will sie B, gibt man ihr B will sie C.
  • Jedes nein wird man "warum" gekontert und endet in einer endloses Diskussion
Die einzige Möglichkeit ist zu sagen "nein das begründe ich nicht und jetzt beende ich das Gespräch".
 
Ich finde es lustig (mir fällt kein besseres Wort ein) wie leicht man in diese Falle tappt. Es ist ein harmloses "Kannst du mir mal helfen?", ein "Soll ich dir helfen?", ein objektiv harmlos und freundliches Angebot, und man gerät in den grenzenloses Sog des Narzisten.

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Eine kleine Geschichte - die Couch
Ich hatte eine 10 Jahre alte Kunstledercouch, die ich bei Ebay an Selbstabholer verschenken wollte. Als meine Mutter davon erfuhr, wollte sie die Couch unbedingt haben. Sie wollte sich auch um den Transport kümmern. Ich war so dumm und stimmte zu....

Es vergingen 5 Wochen, in denen meine Mutter mit mir am Telefon immer wieder über den Transport sprach, wie schwer es sei jemanden dafür zu finden und mit mir die Angebote der Transportunternehmen durchging. Natürlich gepart mit viel Rasissmus. Ich wusste: Das Thema würde mich noch Monate geschäftigen.

Ich sagte meiner Mutter mehrfach, dass die Couch alt sei, das Kunstleder brüchig und bevor sie einem Unternehmen zum Transport Geld zahlt, könne sie davon auch eine neue Couch kaufen. Mich ärgerte zudem, dass meine Mutter die Couch dafür missbrauchte mich ständig anzurufen, nur um mir 3 mal die Woche, auch während meiner Arbeitszeit, den Stand ihrer "Transport-Suche" mitzuteilen. Außerdem kam sie mehrfach vorbei, um sich die Couch anzusehen, die Maße zu nehmen usw.

Nach 5 Wochen, hatte sie ein Unternehmen gefunden. Das konnte aber nur an einem Dienstag Morgen und ich musste mir dafür Urlaub von meiner Arbeit nehmen. Die zwei nicht deutsch sprechenden Mitarbeiter des Unternehmens, die ich mit Händen und Gesten um Vorsicht bat, musste die Couch nur durch den Flur transportieren, schafften es aber die Tapeten und Türrahmen zu zerkratzen. Bezahlung? Bar, 200 €, die meine Mutter natürlich nicht dabei hatte und ich vorstrecken musste. Ich könnte k*tzen! Zumal meine Mutter sich mit der Rückzahlung der 200 € ein halbes Jahr(!) lang Zeit lies und dann darauf bestand es mir bar zu geben womit sie wieder ein Treffen erzwang.

Am Tag des Abtransportes rief mich meiner Mutter noch 3 mal an, zuletzt um 23 Uhr um mir zu sagen, dass die Couch farblich toll in ihre Wohnung passte.

Jetzt ist das Thema aber vorbei, oder? NEIN! Nach einigen Monaten begann die Kunstledercouch "abzublättern". Davor hatte ich meine Mutter im Vorfeld gewarnt, dass das dünne Kunstleder brüchig wurde. Das ist bei Kunstleder üblich. Deswegen kaufe ich selber inzwischen lieber Stoff.

Meine Mutter berichtet mir jetzt seit 3 Jahren darüber. Seit 3 Jahren fällt in Gesprächen von ihr immer mal wieder der Hinweis, dass die Couch kaputt gehe. Oft mit unterschwelligen Klagen gegen mich: "Ich hätte es ihr sagen sollen", "ich soll ihr eine neue Couch besorgen", "Dafür hätte sie nicht 200 € gezahlt" oder "Der Sohn einer Bekannten hätte seiner Mutter für so einen Mist keine 200 € abgeknöpft" (Ich habe ihr keinen Cent abgeknöpft sondern die Couch geschenkt, weil SIE darauf bestand!!!)
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Natürlich will sie keine Lösung für das Problem, sondern immer und immer wieder nur ihre narzistische, emotionale Empörung. Jahre lang. Auf ewig!
Es ist nur ein Beispiel von Vielen. Ich habe meiner Mutter bei all diesen Themen gebeten, sie nicht immer und immer wieder anzusprechen. Sie hört dann 1-2 Wochen damit auf, fängt dann aber wieder damit an.

Ich weiß: Ihr werdet alle fragen, warum ich das Spiel so lange mitgemacht habe.
Die einfache Antwort: Weil meine Mutter mich immer die die Rechtfertigungsecke gedrängt hat und ich mich gezwungen fühlte mich zu erklären.

Will ich ihr die Couch nicht schenken, fragt sie warum, ob ich was gegen sie hätte, ob ich sie nicht lieben würde usw. Das fragt sie immer wieder, zu jedem Thema, über Jahre. Wenn man es schafft ein Thema zu beenden, kommt das nächste. Ein ewiger emotionaler Druck.

Regelmäßig kommt sie etwa mit dem Thema, dass sie ihr Haus ja nicht hätte verkaufen müssen, wenn ich ihr finanziell geholfen hätte. Ich wette das Thema hat sie bereits 50 mal angeschnitten. Das Thema ist längst vorbei aber sie hackt weiter auf mir rum als den "bösen Sohn", der ihr nicht geholfen hat.

Jahre lang habe ich gedacht, ich müsse ihr meine Entscheidungen erklären, dann würde sie diese verstehen oder zumindest irgendwann Ruhe geben. Nein! Diese Frau macht mich kaputt!

Ich kann 30 Minuten die Woche mit ihr telefonieren und sie zweimal im Jahr an Weihnachten und zum Geburtstag sehen, aber mehr Raum darf ihr nicht geben. Jeder Kontakt wird toxisch ausgenutzt. Nach jedem Kontakt geht es mir schlecht. Und aktuell stelle ich für mich fest, wie wenig mir fehlt, obwohl ich sie jetzt seit einem halben Jahr garnicht mehr gesehen habe.
 
Ich finde es lustig (mir fällt kein besseres Wort ein) wie leicht man in diese Falle tappt. Es ist ein harmloses "Kannst du mir mal helfen?", ein "Soll ich dir helfen?", ein objektiv harmlos und freundliches Angebot, und man gerät in den grenzenloses Sog des Narzisten.

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Eine kleine Geschichte - die Couch
Ich hatte eine 10 Jahre alte Kunstledercouch, die ich bei Ebay an Selbstabholer verschenken wollte. Als meine Mutter davon erfuhr, wollte sie die Couch unbedingt haben. Sie wollte sich auch um den Transport kümmern. Ich war so dumm und stimmte zu....

Es vergingen 5 Wochen, in denen meine Mutter mit mir am Telefon immer wieder über den Transport sprach, wie schwer es sei jemanden dafür zu finden und mit mir die Angebote der Transportunternehmen durchging. Natürlich gepart mit viel Rasissmus. Ich wusste: Das Thema würde mich noch Monate geschäftigen.

Ich sagte meiner Mutter mehrfach, dass die Couch alt sei, das Kunstleder brüchig und bevor sie einem Unternehmen zum Transport Geld zahlt, könne sie davon auch eine neue Couch kaufen. Mich ärgerte zudem, dass meine Mutter die Couch dafür missbrauchte mich ständig anzurufen, nur um mir 3 mal die Woche, auch während meiner Arbeitszeit, den Stand ihrer "Transport-Suche" mitzuteilen. Außerdem kam sie mehrfach vorbei, um sich die Couch anzusehen, die Maße zu nehmen usw.

Nach 5 Wochen, hatte sie ein Unternehmen gefunden. Das konnte aber nur an einem Dienstag Morgen und ich musste mir dafür Urlaub von meiner Arbeit nehmen. Die zwei nicht deutsch sprechenden Mitarbeiter des Unternehmens, die ich mit Händen und Gesten um Vorsicht bat, musste die Couch nur durch den Flur transportieren, schafften es aber die Tapeten und Türrahmen zu zerkratzen. Bezahlung? Bar, 200 €, die meine Mutter natürlich nicht dabei hatte und ich vorstrecken musste. Ich könnte k*tzen! Zumal meine Mutter sich mit der Rückzahlung der 200 € ein halbes Jahr(!) lang Zeit lies und dann darauf bestand es mir bar zu geben womit sie wieder ein Treffen erzwang.

Am Tag des Abtransportes rief mich meiner Mutter noch 3 mal an, zuletzt um 23 Uhr um mir zu sagen, dass die Couch farblich toll in ihre Wohnung passte.

Jetzt ist das Thema aber vorbei, oder? NEIN! Nach einigen Monaten begann die Kunstledercouch "abzublättern". Davor hatte ich meine Mutter im Vorfeld gewarnt, dass das dünne Kunstleder brüchig wurde. Das ist bei Kunstleder üblich. Deswegen kaufe ich selber inzwischen lieber Stoff.

Meine Mutter berichtet mir jetzt seit 3 Jahren darüber. Seit 3 Jahren fällt in Gesprächen von ihr immer mal wieder der Hinweis, dass die Couch kaputt gehe. Oft mit unterschwelligen Klagen gegen mich: "Ich hätte es ihr sagen sollen", "ich soll ihr eine neue Couch besorgen", "Dafür hätte sie nicht 200 € gezahlt" oder "Der Sohn einer Bekannten hätte seiner Mutter für so einen Mist keine 200 € abgeknöpft" (Ich habe ihr keinen Cent abgeknöpft sondern die Couch geschenkt, weil SIE darauf bestand!!!)
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Natürlich will sie keine Lösung für das Problem, sondern immer und immer wieder nur ihre narzistische, emotionale Empörung. Jahre lang. Auf ewig!
Es ist nur ein Beispiel von Vielen. Ich habe meiner Mutter bei all diesen Themen gebeten, sie nicht immer und immer wieder anzusprechen. Sie hört dann 1-2 Wochen damit auf, fängt dann aber wieder damit an.

Ich weiß: Ihr werdet alle fragen, warum ich das Spiel so lange mitgemacht habe.
Die einfache Antwort: Weil meine Mutter mich immer die die Rechtfertigungsecke gedrängt hat und ich mich gezwungen fühlte mich zu erklären.

Will ich ihr die Couch nicht schenken, fragt sie warum, ob ich was gegen sie hätte, ob ich sie nicht lieben würde usw. Das fragt sie immer wieder, zu jedem Thema, über Jahre. Wenn man es schafft ein Thema zu beenden, kommt das nächste. Ein ewiger emotionaler Druck.

Regelmäßig kommt sie etwa mit dem Thema, dass sie ihr Haus ja nicht hätte verkaufen müssen, wenn ich ihr finanziell geholfen hätte. Ich wette das Thema hat sie bereits 50 mal angeschnitten. Das Thema ist längst vorbei aber sie hackt weiter auf mir rum als den "bösen Sohn", der ihr nicht geholfen hat.

Jahre lang habe ich gedacht, ich müsse ihr meine Entscheidungen erklären, dann würde sie diese verstehen oder zumindest irgendwann Ruhe geben. Nein! Diese Frau macht mich kaputt!

Ich kann 30 Minuten die Woche mit ihr telefonieren und sie zweimal im Jahr an Weihnachten und zum Geburtstag sehen, aber mehr Raum darf ihr nicht geben. Jeder Kontakt wird toxisch ausgenutzt. Nach jedem Kontakt geht es mir schlecht. Und aktuell stelle ich für mich fest, wie wenig mir fehlt, obwohl ich sie jetzt seit einem halben Jahr garnicht mehr gesehen habe.
Du hast wirklich schon was durch mit deiner Mutter... meine Güte. Ich finde es echt erstaunlich, wie viel Geduld du bisher aufgebracht hast und dass dich ihr Verhalten nicht schon längst vollkommen zermürbt hat. Aber gut, dass du jetzt konsequent Grenzen ziehst. Anders geht es auch wirklich nicht, wenn man nicht selbst untergehen möchte...

Übrigens gibt es aber neben der narzisstischen auch noch andere Persönlickeitsausprägungen, die auf deine Mutter aus meiner Sicht ganz gut zutreffen würden... z.B. die histrionische. Wenn du magst und es dir vielleicht dabei hilft, dir ihr exzentrisches Verhalten besser erklären zu können, informiere dich doch darüber ggf. auch noch mal.
 
Du hast wirklich schon was durch mit deiner Mutter... meine Güte. Ich finde es echt erstaunlich, wie viel Geduld du bisher aufgebracht hast und dass dich ihr Verhalten nicht schon längst vollkommen zermürbt hat. Aber gut, dass du jetzt konsequent Grenzen ziehst. Anders geht es auch wirklich nicht, wenn man nicht selbst untergehen möchte...

Übrigens gibt es aber neben der narzisstischen auch noch andere Persönlickeitsausprägungen, die auf deine Mutter aus meiner Sicht ganz gut zutreffen würden... z.B. die histrionische. Wenn du magst und es dir vielleicht dabei hilft, dir ihr exzentrisches Verhalten besser erklären zu können, informiere dich doch darüber ggf. auch noch mal.
Ob narzistisch oder anders, meine Mutter hat immer gut verstanden mir ein schlechtes Gewissen einzureden und ich habe es mitgemacht.

Wenn sie zu einem Treffen eine ganze Stunde zu spät kam und mir sagte "Du bist mir doch nicht böse?", habe ich die Zähne zusammen gebissen, gelächelt und gesagt "Nein", auch wenn sie die letzten 10 Male auch schon zu spät war. Warum? Weil ich keine Lust auf die Diskussion hatte, die folgte wenn ich etwas kritisierte.
Meine Therapeutin hat das in unserem Erstgespräch bereits gemerkt. Sie meinte: Immer wenn ich Emotionen verspüre, sieht man mir an, ich "lächle diese weg".

Du sagst, ich habe viel Geduld aufgebracht. Ja, ich habe gelernt alles lächelnd zu ertragen, aber das hat mich selber total fertig gemacht und es macht mir den Umgang mit anderen Menschen schwer, weil ich Konflikte meide und sogar dann deeskalierend agiere wenn ich das Opfer bin. Ich der Typ, der geschlagen wird und dann sagt "Bestraft den Täter nicht, vielleicht habe ich mich ja provokant bewegt".

In diesem Jahr habe ich aber durch die Sanierungsarbeiten in meinem Haus wieder gemerkt, dass es garnicht immer schlimm ist, auch mal in den Konflikt zu gehen und z.B. eine Nachbesserung zu verlangen, wenn Arbeiten nicht ausreichend ausgeführt wurden. Man darf auch mal unzufrieden oder sauer sein.

Meine Mutter betreibt aber eine Schuldumkehr:
  1. Person A macht einen Fehler.
  2. Person B äußert berechtigte Kritik.
  3. Person A rechtfertigt sich, greift an oder diskutiert endlos.
  4. Person B wird müde und gibt nach.
  5. Person A fühlt sich bestätigt und muss ihr Verhalten nicht ändern.
Und irgendwann gibst du halt auf irgendwas noch zu kritisieren und so eine Person hat dich komplett mürbe gemacht und du verhälst dich Anderen gegenüber auch so.

Meine Mutter hat sich ihr Leben lang so verhalten. Sie hat mal einen Job verloren, weil sie in dem Laden geklaut hat. Nach 6 Stunden Diskussion mit meiner Oma, gab meine Oma am Ende meiner Mutter Recht: Meine Mutter sei das Opfer, weil sie so wenig verdiene, dass sie klauen musste.

Ich finde Narzist als Bild so passend, weil sich meine Mutter ihr eigenes Idealbild geschaffen hat. Sie ist das Opfer selbst wenn sie als Täter auftritt. Und NIEMALS lässt sie von diesem Selbstbild ab. selbst wenn sie dich dafür mit Füßen tritt.
 

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