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Fristlose Kündigung nach 3 Wochen

Die Abwesenheit wegen des Todesfalls finde ich nachvollziehbar - sie hat mit dem eigentlichen Problem der TE aber wenig zu tun, zumal sie den good will des Kunden (nicht Arbeitgebers!) ja noch nicht einmal wertschätzt, sondern ihm direkt die Klamotten vor die Füße schmeißt.

Für mich passt die Erwartungshaltung nicht und vielleicht auch generell die Einstellung zum Job und der Wille, Leistung erbingen zu wollen. Als Angestellte/r sollte man damit schon nicht zu lax umgehen. Wenn ich aber selbständig bin, dann doch bitte erst recht nicht! Da ist der Kunde tatsächlich König. Wer dieses Prinzip nicht verinnerlicht hat ist m. E. für eine selbständige Tätigkeit nicht geeignet.

Nach den jüngsten Erkenntnissen stellt sich meine Meinung zu den Vorkommnissen jetzt völlig anders dar.
 
Wer von euch hat gerade auch den Job gekündigt oder überlegt es zu tun?

Ich habe gerade meinen Teamleiter darüber informiert, dass ich mit sofortiger Wirkung meinen Job kündige.

Zum Hintergrund:

Am 12. August habe ich die neue Stelle angefangen. Es ist eine Content Editor Stelle, die 100% remote ist und für eine ausländische Firma, die im Bereich Affiliate Marketing zu tun hat.


Das ist passiert:

Der Bewerbungsprozess lief gut und ich hatte ein gutes Gefühl nach der Vertragsunterschrift gehabt. Die Konditionen haben auch gepasst. Leider erlebte ich schon am 12. August mein erstes blaues Wunder, als ich mit dem IT-Administrator das Onboarding hatte, streikte die Technik. Er hatte von seinem IT-Kollegen etwas falsch übermittelt bekommen und wir mussten den Call auf später verschieben, da er selbst ein anderes Onboarding hatte. Später funzte dann alles.

Dann gab es in den ersten zwei Wochen ein riesiges Chaos mit HR. Ich will es abkürzen, man hat mir vergessen Bescheid zu sagen, welchen Betrag ich denen in Rechnung stellen kann für August (weil halber Monat), zudem waren alle von denen im Urlaub. Dann musste mein Teamleiter entscheiden.

Die ersten zwei Wochen (abzüglich dem Feiertag in der 1. Woche und den 2. Tagen, wo ich auf der Beerdigung war) verliefen gut. Das Onboarding war strukturiert und ich habe langsam die Arbeitsabläufe kennengelernt.

Leider hatte ich vorletzte Woche einen Todesfall in meiner Familie und ich musste den Freitag und Monat der Arbeit fern bleiben. Laut meinem Teamleiter war das "kein Problem". Dienstag morgen also Laptop angemacht und er hatte mich gebeten kurz mit ihm zu sprechen. Er sah sichtlich angespannt aus. Er teilte mir mit, dass wir aufgrund des Google Updates im August fast 50% des organischen Traffics verloren haben und daher eine erhöhte Arbeitsbelastung in der nächsten Zeit zu rechnen ist.

Ich muss also die Aufgabe, an der ich gerade arbeitete mit aufhören und mich einem neuen Projekt widmen. Ich merkte schon, dass Druck da war. Für das gesamte Team. Ich arbeitete langsam, um Fehler zu vermeiden und stellte viele Fragen an meine Kollegin und dem Teamleiter. Die Antworten setzte ich um, und erhielt auf Teilprojekte immer ein positives Feedback.

Heute morgen kaum angefangen zu arbeiten, fragte er mich auf Slack wie der Stand der Dinge sein. Ich schrieb, dass ich gerade das Feedback von meiner Kollegin implementiere und bald fertig sei, sodass der Artikel hochgeladen werden könne.

Heute, um 11:30 Uhr dann das Standard Meeting mit dem Team. Kurz den Stand der Dinge besprochen, im Anschluss bat mich der Teamleiter in dem Call zu bleiben. Indirekt meinte er, dass ich zu langsam arbeite und er hatte wohl von meiner Kollegin gesteckt bekommen, dass ihr das nicht schnell genug ging. Er meinte auch beiläufig, dass August und September Hochsaison sei...

Zum Glück habe ich noch Rücklagen und bin auf dem Job nicht angewiesen. Mich ärgert es aber schon, dass mich mein Gefühl so getäuscht hat mit diesem Job!

Du hast schon ganz schön hohe Ansprüche.
Und ja, du sagst doch selbst, dass du sehr langsam arbeitest.
Mein Mann arbeitet ebenfalls in der IT. Er ist IT Leiter gewesen, heute Senior Manager bei einer der Big Five. Da ist jeden Tag trotz Remote ein heiden Stress.
Da noch langsam arbeiten, wo das mit dem Google Update Problem war, krasse (schlechte) Arbeitseinstellung, das als Küdigungsgrund zu benennen.
Das war für alle kein Zuckerschlecken und erforderte massivste Überstunden.

Du hörst dich für mich sehr verwöhnt an.
Ja, dann geht halt mal was schief und läuft nicht perfekt.
Du hast frei bekommen, als der Todesfall war und kommst mit etwas Kritik nicht klar, die mit deiner Geschwindigkeit zu tun hat.

Ich arbeite in der Pflege, die langsamen Kollegen, sind echte Showstopper. Mein Mann empfindet das genauso in der IT.
Das ist oftmals keine Hilfe, wenn man selbst alleine schneller ans Ziel kommt.
Vielleicht mal deine Arbeitsweise überdenken, statt gleich zu kündigen. 3 Wochen sagen sowieso nicht viel aus. Du kennst die ganzen Arbeitsabläufe ja so noch nicht richtig.

Und so schlimm klingt das für mich alles nicht.
 
Arbeitest Du für das Finanzamt?

Vielleicht wohne ich ja auch gar nicht in Deutschland bzw. muss gar nicht hier meine Steuern abführen 🙂

Wenn ich als Selbstständiger nur für einen Kunden arbeite stellt dies den Tatbestand der Scheinselbständigkeit dar . Wenn du im Steuersektor arbeitest solltest du das wissen auch normal Selbstständige sind gut beraten sich ein gewisses Maß an Steuerlichen Besonderheiten anzueignen.

Vielleicht ist keine Aussage und wir keine Ratekandidaten
 
Hallo Wintergewitter
Gerne möchten wir dir hier helfen.
Wenn ich richtig gezählt habe hast dieses Jahr schon drei jobs nacheinander gekündigt? Ich hoffe dir geht es gut.
Ich denke das Problem liegt in deiner Branche an der unterschiedlichen Erwartungshaltung. Deine Auftraggeber erwarten kurzfristige Unterstützung wobei du dir Einarbeitung und onboarding wünschst.
Wie steht es mit deinen Rücklagen? Noch genug budget vorhanden?
 

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