Ich weiß ehrlich gesagt nicht, welchem Zweck Besuche an bestimmten Gräbern dienen sollen. Das was den Menschen ausmachte, der da beerdigt oder eingeäschert liegt, seine Seele, Bewußtsein, Individualität, seine Hoffnungen, Wünsche, niederen Triebe und so weiter, nennt es wie Ihr wollt, das gibt es längst nicht mehr, ist wahlweise woanders oder hat sich in Luft aufgelöst, je nachdem was man glaubt.
An ihn denken kann man auch zuhause oder an einem Ort, wo der Verstorbene gern war, dazu braucht man nicht auf den Friedhof laufen.
Und eine Bestätigung, daß auch der Richtige im Grab liegt, kriegt man ebensowenig, falls man daran Zweifel hegen sollte, da muß man auf den Totengräber vertrauen.
In früheren Zeiten dienten Friedhofsbesuche wohl als Memento Mori oder hingen mit dem Glauben an eine leibliche Auferstehung zusammen, obwohl da immer die Frage offen blieb, wie sowas funzen soll wenn von dem Körper längst nichts mehr übrig ist, weil total vom Boden absorbiert, von Tieren gefressen oder von Pflanzen aufgenommen.
Nicht immer bleiben wenigstens Knochen übrig, in sehr kalkarmen oder sauren Böden werden auch die im Lauf von Jahrhunderten total zersetzt, bis von einer Leiche überhaupt nichts mehr übrig ist außer ein paar Verfärbungen im Boden und vielleicht Grabbeigaben, wenn er zu so einer Zeit begraben wurde wo das üblich war. Nicht so erfreulich für Archäologen.
Aber die Leute die daran glaubten, glaubten in der Regel auch daran, daß diese Auferstehung in absehbarer Zeit erfolgen würde, vielleicht noch zur eigenen Lebenszeit, so daß von den Leichen noch ein bißchen was übrig sein würde. Den Rest hätte dann irgendeine göttliche Magie bewirkt, daß die Leichen sich wieder vollständig zusammensetzen.
Deswegen sind für mich die Friedhöfe quasi die legalen Aufbewahrungsorte für menschliche Überreste, die mit Pietät zu behandeln sind, aber jetzt nicht irgendeinen Wert hätten, wegen dem man sich großartig verbiegen müßte. Aus den Augen, aus dem Sinn.
Auch aufwendige Beerdigungen machen für mich wenig Sinn mit Echtholz-Mahagoni-Sarg und jeder Menge Tamtam, denn der Tote hat davon gar nichts mehr, das dient nur dazu, die Lebenden zu beeindrucken.
Den eigentlichen Nutzen hat die Natur, wo man sie auf naturbelassenen Friedhöfen zuläßt, und die Menschen die den Ort als ruhige Oase nutzen wollen, weil da halt nicht alles erlaubt ist, was Lärm und Dreck macht.
An ihn denken kann man auch zuhause oder an einem Ort, wo der Verstorbene gern war, dazu braucht man nicht auf den Friedhof laufen.
Und eine Bestätigung, daß auch der Richtige im Grab liegt, kriegt man ebensowenig, falls man daran Zweifel hegen sollte, da muß man auf den Totengräber vertrauen.
In früheren Zeiten dienten Friedhofsbesuche wohl als Memento Mori oder hingen mit dem Glauben an eine leibliche Auferstehung zusammen, obwohl da immer die Frage offen blieb, wie sowas funzen soll wenn von dem Körper längst nichts mehr übrig ist, weil total vom Boden absorbiert, von Tieren gefressen oder von Pflanzen aufgenommen.
Nicht immer bleiben wenigstens Knochen übrig, in sehr kalkarmen oder sauren Böden werden auch die im Lauf von Jahrhunderten total zersetzt, bis von einer Leiche überhaupt nichts mehr übrig ist außer ein paar Verfärbungen im Boden und vielleicht Grabbeigaben, wenn er zu so einer Zeit begraben wurde wo das üblich war. Nicht so erfreulich für Archäologen.
Aber die Leute die daran glaubten, glaubten in der Regel auch daran, daß diese Auferstehung in absehbarer Zeit erfolgen würde, vielleicht noch zur eigenen Lebenszeit, so daß von den Leichen noch ein bißchen was übrig sein würde. Den Rest hätte dann irgendeine göttliche Magie bewirkt, daß die Leichen sich wieder vollständig zusammensetzen.
Deswegen sind für mich die Friedhöfe quasi die legalen Aufbewahrungsorte für menschliche Überreste, die mit Pietät zu behandeln sind, aber jetzt nicht irgendeinen Wert hätten, wegen dem man sich großartig verbiegen müßte. Aus den Augen, aus dem Sinn.
Auch aufwendige Beerdigungen machen für mich wenig Sinn mit Echtholz-Mahagoni-Sarg und jeder Menge Tamtam, denn der Tote hat davon gar nichts mehr, das dient nur dazu, die Lebenden zu beeindrucken.
Den eigentlichen Nutzen hat die Natur, wo man sie auf naturbelassenen Friedhöfen zuläßt, und die Menschen die den Ort als ruhige Oase nutzen wollen, weil da halt nicht alles erlaubt ist, was Lärm und Dreck macht.