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Freundin schreibt mir ihre Vergewaltigungsgeschichte - was tun? (Trigger)

D

DerPotter25

Gast
Hallo,
ich habe ein Mädel kennengelernt und sie hat mir schon öfter angedeutet gehabt, dass sie wohl vergewaltigt worden ist.
Ich habe ihr gesagt, dass sie immer mit mir sprechen kann und das hat sie jetzt nach einiger Zeit getan.
Sie hat mir einen längeren Text von einer üblen Vergewaltigung geschickt.
Ich bin irgendwie total überfordert und weiß nicht, was ich darauf antworten soll.
Wie geht man damit am einfühlsamsten um?
Soll ich sie darin bestärken, dass es sehr schlimm ist? Oder schürt das nur noch mehr Gedanken bei ihr?
Ich weiß einfach nicht, wie ich darauf reagieren soll und will nichts falsch machen :(

Soll ich da Rückfragen stellen? Oder weiß nicht..brauche unbedingt Tipps! Danke schon mal!

Hinweis: Die Vergewaltigung ist schon ein paar Jahre her, es besteht also kein AKUTER Handlungsbedarf wie z.B. zum Arzt zu fahren, sofort anzuzeigen oder ähnliches.
 

Hamsterrad

Aktives Mitglied
Bedank dich für das Vertrauen, dass es richtig war es mitzuteilen (und das Wissen zu teilen). Du kannst ihr sagen wie es ist (hat sie auch), Du bist nach diesem schrecklichen Erlebnis immer für sie da, wenn sie dich braucht.
 

Usu

Aktives Mitglied
Ich denke auch dass es für sie schön wäre du bedankt sich für das in dich gesetzte Vertrauen.

Ansonsten sei einfach ehrlich und authentisch. Sag wie es dich beschäftigt hat und welche Fragen du dir stellst. Es gibt keine richtige Reaktion bei sowas. Wenn du es schlimm fändest sag ihr das ruhig. Ich würde ehrlich sein und mit ihr ins Gespräch kommen, was sie brauchen könnte. Deine Überforderung mit der Situation ist vielleicht ein wenig ähnlich mit ihrer Überforderung wie sie damit umgehen soll. Vielleicht ergibt sich ja ein Gespräch.
 
F

Felsenbirne

Gast
Bedank dich für das Vertrauen, dass es richtig war es mitzuteilen (und das Wissen zu teilen). Du kannst ihr sagen wie es ist (hat sie auch), Du bist nach diesem schrecklichen Erlebnis immer für sie da, wenn sie dich braucht.
Mit solchen Versprechungen wäre ich vorsichtig.
Hat sie professionelle Hilfe?
 
A

Andromeda2022

Gast
"das macht mich total betroffen../wütend, was passiert ist...danke, dass du mir das anvertraut hast. Kann ich dir gerad irgendwie mit irgendwas helfen? "
natürlich nur, wenn das stimmt und du tatsächlich zuverlässig und hilfsbereit bist..
Nachbohren würd ich ehrlich gesagt nicht, aber du kannst nachfragen, was ihr im Alltag hilft, damit fertig zu werden.

Wichtig ist halt, dass du echt gut mit ihrem Vertrauen umgehst!! Und vermeide Worte die triggern.
d.h. schreib am besten nicht "verg*w*ltigung" oder se*ueller M*ssbrauch.
 
D

DerPotter25

Gast
Mit solchen Versprechungen wäre ich vorsichtig.
Hat sie professionelle Hilfe?
Sie hat leider noch keine professionelle Hilfe.
Das wäre auch meine nächste Frage gewesen. Wie kann ich sie dahingehend überzeugen? Bringt es da etwas irgendwann in eine richtige Diskussion einzusteigen um sie zu überzeugen? Irgendwie bin ich vom Kopf her so eingestellt, dass man da mit Samthandschuhen ran muss.
 
F

Felsenbirne

Gast
Vielleicht möchtest du ihr anbieten, nur anbieten!, sie mal zu einer Frauenberatungsstelle zu begleiten. Mir hat das sehr geholfen.
 

Sonic

Mitglied
Es ist ein sehr senibles Thema.
Weißt du, ob deine Bekannte den Täter kennt?
Hat sie mal erwähnt, dass sie darunter leidet nie eine Anzeige gemacht zu haben?

Ich rede aus eigener Erfahrung. Eine Anzeige habe ich nie gemacht, weil ich dachte, man glaubt mir sowieso nicht (weil es mein damaliger Freund war).
Verabeiten konnte ich es letztendlich, weil ich nach 10 Jahren wieder Kontakt mit dem Typ aufgenommen habe und er sogar bereit war mit mir darüber zu reden. Und er sagte mir, dass er dazu steht, wenn ich nach all der Zeit nun doch eine Anzeige gegen ihn machen will.

Deshalb habe ich hier gerade gefragt, ob sie den Täter kennt.
 
T

Tori36

Gast
Hallo ich bin Tori und 36 Jahre alt. Schwierige Situation. Ich habe meinem Mann recht früh davon erzählt, da es zu viele Triggerfaktoren gab, insbesondere weil viel Gewalt im Spiel war. Ich war froh jemanden zu haben um darüber zu reden und mich was auszuheulen. Da ich es lange niemanden erzählt habe und mich sehr schämte. Wobei ich sagen muss, dass alles hoch gekommen ist als ich mit ihm intim geworden bin. Mein erstes Mal war eine Vergewaltigung bei meiner Arbeitsstelle. Und weil ich geweint hab, wurde ich gewürgt. Mein Mann brauchte viel Geduld und Verständnis. Mittlerweile haben wir ein fast normales Sexualleben. Verständnis ist wichtig. Aktives zuhören. Empathie-kein Mitleid. Und... frühzeitig Hilfe. Mein Mann hat sehr viel mitgemacht. Habe eine Traumafolgestörung entwickelt, war suizidal, habe mich selbst verletzt. Ich habe eine Therapie gemacht und bin nun Ärztin. Mittlerweile geht es uns gut. Es hat lange gedauert. Ohne meinen Mann gäbe es mich nicht mehr. Wichtig: Du kannst keinen Therapeuten ersetzen. Ich habe mir relativ spät Hilfe geholt. Meinen Mann hätte die Situation fast kaputt gemacht. Er hatte irgendwann einen immersteigenden Hass auf den Täter-fast mehr als ich selbst. Sei offen, rede mit ihr... geh es langsam an... lasss sie dje ersten Schritte in eurem Sexualleben gehen bzw frag bevor du was zum ersten Mal tust. Viele Dinge triggern mich heute noch: zB wenn ein Arbeitskollege "Danke Liebes" schreibt oder ein Kollege mir auf die Schultern klopft. ALLES KANN TRIGGERN. Wunden heilen, Narben bleiben für immer! Alles Gute euch!
 

cuneiform

Mitglied
Ich denke, es kommt auch darauf an, ob sie unter der Sache leidet oder ob sie das scheinbar ohne professionelle Hilfe verarbeitet hat - das gibt's nämlich auch. Nicht jede/r leidet spürbar unter so einem Erlebnis, oft schleichen sich die (Spät)folgen im Leben ein und einem fällt erst Jahre später auf, dass das ja vielleicht zusammenhängen könnte.
Einige Freunde von mir hatten in der Kindheit/Jugend ähnliche Erfahrungen gemacht und haben mir erst Dutzend Jahre später davon erzählt, aber immer dazu gesagt, dass sie damit keine Probleme mehr haben, es sie nicht mehr belastet usw. ... und dann nehm ich das auch so an.

Ich gehe mit solchen Dingen respektvoll um. Wenn ich Fragen habe, frag' ich vorher, ob ich Fragen stellen darf, immer mit dem Zusatz, dass das nicht beantwortet werden muss, wenn's unangenehm oder zu viel ist.
Wenn keine Hilfe gewünscht ist, sollte man das auch akzeptieren. Natürlich soll man da sein, wenn das gebraucht wird, aber man sollte die gut gemeinte Hilfe nicht aufdrängen.
 

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