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Freundin kündigt überraschend Freundschaft

Ich glaube das Wichtigste was Du schreibst ist, dass ihr lange nichts unternommen habt, weil Du keine Zeit hattest. Du hast ihre Einladungen abgeblockt, weil Du Dich lieber mit einer anderen Freundin treffen wolltest,

Danke für Deine Antwort. Wir haben lange nichts unternommen, weil sie aufgrund ihrer Lebenssituation wenig Zeit hat.
Und auch gerne alleine ist. Ich hatte mehrfach versucht mit ihr etwas zu unternehmen. Kurz vorher, sagte sie dann oft ab. Sie fühlt sich schnell unter Druck gesetzt. Und ich habe auch mein Leben und als ich eine Schulfreundin nach Jahren wiedertraf, gab es viel zu erzählen. Ich war trotzdem ansprechbar und nicht verschollen. Sie spricht nicht über das was sie fühlt und ihre Aussagen sind oft nicht verständlich weil wiedersprüchlich. Wenn ich zu nah dran war, fühlte sie sich unter Druck gesetzt, liess ich sie dann in Ruhe war es auch nicht gut und sie fragte was mit mir los sei.
Schwierig....
 
Oha, Deine Freundin muss ja echt massiv gekränkt sein. Ich kann schon etwas verstehen, dass sie sich vernachlässigt fühlte als Du keine Zeit für sie hattest und lieber mit anderen Menschen etwas unternommen hast. Ich denke, ihre widersprüchlichen Aussagen sind ein Indiz dafür, dass sie aus Kränkung heraus versucht, jetzt den Kontakt mit Dir abzubrechen, damit sie sich nicht mit ihrer Kränkung auseinandersetzen muss.
Lieber ein Ende und gut, als daran zu arbeiten.

Es ist so eine Art Übersprungshandlung á la "rühr mich nicht an, verlass mich nicht".

Wenn sie sagt, dass sie Abstand von Dir braucht, ist es vielleicht mehr eine Schutzbehauptung bzw. Trotzreaktion von ihr. Manche Menschen können nur schwarz/weiß sehen und verzeihen nicht. Es fällt etwas vor und sei es nur eine Kleinigkeit und sofort ist die Person, die das verursacht hat, gemein, blöde, hinterhältig (was nicht der Realität entspricht, aber der Sichtweise dieser Menschen).

Dich aus dieser Position wieder herauszubringen, ist sehr schwer, weil Menschen, die diese Denkweise haben, sich dann festfahren und sich kaum wieder vom Gegenteil überzeugen lassen.

Wie war denn Deine Freundschaft vorher? Du schriebst, dass sie Dir Nachrichten mit Herzchen etc. geschickt hat. Warst Du vorher für sie so eine Art Star, ein Vorbild, jemand zu dem sie aufgesehen hat?

Es wäre möglich, dass sie Freundschaft anders interpretiert als Du. Ich persönlich denke, dass Freundschaft immer auf Augenhöhe stattfinden sollte, weil sonst schnell ein Abhängigkeitsverhältnis entsteht und ich befürchte, dass es bei Dir auch so war (allerdings ist das nur eine Vermutung).

Wenn Dir etwas an Deiner Freundin liegt, versuche doch sie ab und zu mal zu kontaktieren. Vielleicht legt sich ihre Haltung noch.
Falls es allerdings nichts bringt und sie weiter abblockt: Versuche damit abzuschließen. Du kannst erstmal nichts ändern. Du kannst nicht allein für sie da sein. Freundschaft bedeutet, dass man sich mal sieht, mal nicht. Mal unternimmt man etwas mit der einen mal mit der anderen Person. Man ist eben unabhängig. Manche Freundschaften sind enger, manche weniger. Manchmal sieht man sich fast jeden Tag, manchmal nur einmal die Woche oder weniger.

Ich drücke Dir die Daumen, dass sich die Wut Deiner Freundin erstmal legt, sei aber vorsichtig, dass sie Dich nicht runterzieht.
Das ist nicht Sinn einer Freundschaft.

LG


Danke für Deine sehr ausführliche Aussage, in vielem sehe ich meine Freundin wieder und hatte ähnlich gedacht wie Du. Wir verbrachten besonders oft zeit (am Telefon) miteinander, wenn sie zwischenmenschliche Probleme hatte und diskutierten und analysierten darüber. Wie sie mich sah, ob als "Star", Vorbild etc. kann ich gar icht sagen. Sie war sehr sprunghaft in Ihren Gefühlen. Von den herzlichsten Bekundungen über kühle Distanz war da alles bei.
Ich versuchte immer diese Freundschaft enger zu gestalten aber es gelang mir nicht. Sie war wie ein glitschiger Aal - nicht zu fassen. Und als ich mich dann wieder meinem alten Freundeskreis zuwandte und mehr Zeit mit meinen Freunden verbrachte, wurde es immer anstrengend zwischen ihr und mir. Ambivelente Aussagen, kleine komische Spielchen, Entzug ihrerseits usw.
Ich habe schon bemerkt, dass es da Dinge gab, die eigenartig sind. Und ich wollte ihr helfen. Aber ich kam nicht an sie ran.
 
..... was ihr ja schwer fällt aktiv zu sein,......

Da hast Du absolut recht. Sie kann nicht aktiv sein und von selber Dinge lösen, schlichten, selten etwas vorschlagen, regeln usw. Ich glaube, sie kann wenig Verantwortung übernehmen. Und ja, sie weiß was sie nicht will. Und was sie will, sagt sie nicht. Da dazwischen muss ich versuchen zu erkennen aber da gelingt nun mal nicht immer. Ich kann nicht hellsehen. Es ist schade aber ich glaube diese Aufgabe kann ich nicht lösen, es kostet auch mir Kraft. Ich sträubte mich nie davor zu kämpfen aber dazu gehören zwei. Ich habe versucht an sie ranzukommen, sie zu verstehen aber es gelang mir nicht und als ich begann mich wieder auf mich zu konzentrieren machte sie Schluss.
 
..... Das klingt so, als hätte sie nie das "wahre Leben" kennengelernt und hätte keine Sozialkompetenz entwickeln können.

Ja, das war auch mein Eindruck. Trotzdem war das für mich kein Grund wegzulaufen obwohl es oft schwierig war.
Sie müsste sich von den Eltern lösen um ihr eigenes Leben zu leben und Verantwortung dafür zu übernehmen. Weglaufen ist keine Option. Und das hat sie immer getan wenn es kompliziert wurde: Ich brauche Abstand. (Und lies alles so zurück.)
 
Du bist nicht ihre Mutter und auch nicht ihre Psychologin. Eine Freundschaft sollte auf Augenhöhe statt finden.
Vielleicht hat sie unterschwellig gemerkt, dass Du der Meinung bist, dass es besser wäre, sie würde anders leben.
Das kannst und solltest Du nicht beurteilen. Lebensformen sind unterschiedlich und das ist gut so.
Vielleicht hat sie sich einfach von einer Bevormundung/Verurteilung gelöst und wendet sich nun Menschen zu, die ihre Lebensform als gleichwertig empfinden.
 
Ich habe sie nicht bevormundet. Sie kam zu mir mit ihren Problemen wie ich auch zu ihr kam. Sie hat mich gefragt und ich habe meine Meinung gesagt. Umgekehrt genau so. Ich habe ihr das eigene Leben nicht vorgeworfen. Das war kein Thema. Wie könnte ich das. Aber seine Meinung zu etwas sagen zudem man befragt wird finde ich normal.
Aber trotzdem kann es sein dass sie so wie Du gedacht hat weil ich oft das Gefühl hatte, sie ist nicht zufrieden mit ihrem Leben und stellte sich selber oft in Frage. Und wenn man mit sich selber nicht zufrieden ist, kann man das mit anderen auch nicht sein.
Bewusst habe ich mich nie über sie gestellt. Im Gegenteil. Aber mit der Wahrnehmung ist es so eine Sache. Wahrscheinlich haben wir nicht zusammen gepasst.
 
Es ist schwierig von Aussen zu beurteilen warum sich Deine Freundin so verhält. Sie weiss warum. Ich hoffe, Du bekommst vielleicht mal eine Antwort darauf. Aber es liest sich so, als wenn es bei Euch schon immer etwas schwierig war. Und ja, vielleicht hat es nicht gepasst zwischen Euch. Ich finde es nur immer schade, dass so eine Tür komplett zugeschlagen werden muss. Manchmal reicht es doch auch wenn man sie anlehnt. Dann ist ein späteres HALLO nicht ausgeschlossen. Aber so ist das immer so endgültig. Ihr wart doch kein Liebespaar...:mad: und selbst da gibt es auch den geordneten Rückzug.

Dass Du sie nicht mehr ansprechen " darfst " wenn ihr euch mal auf der Strasse seht, zeigt, wie verletzt und gekränkt sie ist. Und ich finde das nach dem was Du schreibst auch etwas trotzig. Aber es ist ihr recht und ich würde dem nachkommen um ihre gewünschte Grenze nicht zu übertreten.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wow, ich muss es mal so machen: DANKE, es gibt nichts mehr zu sagen. Außer, dass ihr offensichtlich wirklich unterschiedliche Werte habt.

Ich glaube tatsächlich, Dir fehlt das Einfühlungsvermögen in die Gefühlswelt Deiner Freundin.

Du schreibst, sie ist Single, lebt bei den Eltern und hat wenig Freunde. Offenbar ist ihr der Kontakt zu Dir sehr wichtig. Du aber hast kaum Zeit für sie und einen viel größeren Freundeskreis. Sie hat sich sehr bemüht, den Kontakt zu halten. Das meint sie wahrscheinlich mit Kraftaufwand und kämpfen. Du hast monatelang abgeblockt. Sie ist enttäuscht. Und vermutlich hat sie in der Zeit gelitten, weil sie Selbstzweifel hat und zweifelt, ob die ihr so wichtige Freundschaft weiter Bestand hat. Dann hattet ihr noch einen großen Streit, der ihr mangels Freundschaftsalternativen auch wahrscheinlich viel näher gegangen ist als Dir, die Du Deine Zeit mit anderen Freunden verbringst. Vielleicht hat sie sich auch stark da hinein gesteigert und interpretiert Dein Verhalten stark, da sie ja viel weniger Anregungen und Kontakte in ihrem Leben hat, mit denen sie sich gedanklich beschäftigen kann.

Offenbar ist sie auch nicht in der Lage über ihre verletzten Gefühle und ihre Ängste in Bezug auf Eure Freundschaft zu sprechen. Sondern erwartet von Dir, daß Du ihre Verletzheit bemerkst und richtig interpretierst. Und als das nicht gelang, greift sie zum deutlichsten Mittel, das sie im Repertoire hat, nämlich den Kontaktabbruch.

Was aber zumindest an Deiner Schilderung deutlich wird, ist daß Eure Freundschaft unausgewogen ist.
 

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