Natürlich gibt es bei solchen Themen immer wieder dieselbe Diskussion.
Ich finde es generell nicht in Ordnung den Partner in egoistischer Manier über den Tisch zu ziehen, egal bei welchem Thema. Natürlich ist es ganz besonders problematisch wenn daraus eine lebenslange Verantwortung erwächst, die man eigentlich von sich aus abgelehnt hätte.
Menschen begehen nunmal Vertrauensbrüche, aus den seltsamsten Gründen und Motiven, das liegt wohl in ihrer Natur.
An der Verhütungsfrage scheiden sich prinzipiell die Geister, und Kylar hat die Sache auf den Punkt gebracht, indem er die Vertrauensfalle sehr gut beschrieben hat, in die man sich unter Umständen dort begibt: Benutzt man ein Kondom trotz Pille, fragt sich die Partnerin eventuell ob man ihr nicht vertraut -im besten Fall-, im Schlechtesten denkt sie man ginge fremd und habe sich etwas eingefangen. Das ist zumindest meine persönliche Erfahrung mit dem Thema.
Es wäre allerdings ebenfalls genau auf dieselbe Art nicht in Ordnung, würde man👎 heimlich Löcher in die Kondome pieken, wie von Trampelzwerg geschildert. Der Vertrauensbruch und das ureigene, egoistische Handlungsmotiv bleiben geschlechtsunspezifisch absolut gleich, und sind auch so zu werten.
Meines Erachtens nach ist es auch ein starkes Stück von der Partnerin, ihn quasi zu ihren eigenen Zwecken zu benutzen, zumal das mit großem finanziellen, und vor allem emotionalen Aufwand für den TE verbunden ist. In meinem Bekanntenkreis gibt es einige ähnlich gelagerter Fälle. Die Kinder leiden allerdings fast ausnahmslos wegen des emotionalen Abstandes ihrer Eltern, sowie deren Streitigkeiten, die sich aufgrund des Vertrauensbruches ergeben haben, und bis heute andauern.
Das ist alles äußerst kurzsichtig, unbedacht und nahezu selbstsabotierend egoistisch von der Partnerin des TE. Ich selbst könnte auch mit einer psychisch derart instabilen und unreifen Person nicht weiter zusammenleben.
Dennoch lieber TE, wenn du es emotional schaffst, dann sei ein Vater für das Kind, auch weil es ganz offensichtlich in manchen charakterlichen Punkten bei der Mutter hapert, und diese Tatsache auch in der Erziehung des Kindes problematisch werden könnte. Du musst sie ja nicht heiraten, aber bemühe dich bitte um ein gutes Verhältnis zu ihr, und vor allem zu deinem Kind, - auch wenn du die Verantwortung ablehnst, du hast sie nun einmal.
Ich wünsche dir viel Glück!