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Freundin bei Ausziehspiel mitgemacht

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Ich habe natürlich nicht angefangen ihr Vorwürfe zu machen oder das Ganze zu einem Drama weiter zu treiben.

Ich komme mir zwar verständlicherweise jetzt wie ein Honk vor. Aber sie schämt sich voll weil sie vor solchen Knalltüten, die sonst nur auf sie herabsehen, alle Hüllen fallen lassen hat.

Sie hat da in Gewissen Sinne auch eine Strafe bekommen.

Es war ein Fehler, und wenn sie diesen einsieht ist das eine gute Möglichkeit wieder an eurer Beziehung fest zu halten. Wichtig sollte aber für euch beide sein, dass man das komplett im Rahmen einer konkreten Aussprache aus der Welt schafft. Damit dies nicht irgendwo unterschwellig immer rum dümpelt.
 
Timmy,

ich finde es am bedenklichsten, dass sich jemand, der sich sonst nie auszieht, in solch einer Situation auszieht. Auch der Gedanke an einen vorhandenen Freund sollte einem vielleicht davon zurückhalten.

Alkohol scheint auch ein Problem zu sein oder ein Problem ans Licht zu bringen. Ist sie mit ihren Leben so unzufrieden, dass der Alk so ein Gewicht über sie bringen kann? Oder hat die Gruppe nachgeholfen?

Vor mir bildet sich jedenfalls das Bild einer "verlorenen" Frau, die ein orientierungsloses Leben führt und ihre Befriedigung in solchen Spaßgeschichten sucht, die sie nachher bereut. Das grenzt an Hilflosigkeit. Ich kann mich natürlich irren.

Die Frage ist, wie man mit diesem Hang in Zukunft umgehen soll. Aber vielleicht übertreibe ich auch.
 
"am bedenklichsten", "verlorene Frau", "Strafe bekommen" ... @sisandra hat völlig zurecht angemerkt, warum hier so ein Fass aufgemacht wird. Die junge Frau hat unter Alkohol- und Deppeneinfluß einen Fehler gemacht, der ihr wahrscheinlich nicht noch einmal passiert. Macht sie das zu einer "verlorenen Frau"?! Echt jetzt? Was soll das eigentlich sein? Meine Güte, wozu werden hier Stempel aufgedrückt und Urteile gefällt? Nun macht mal halblang. Da gibt es nichts totzuschweigen und in der Seele zu verbergen. Hoffentlich gehen keine Fotos rum und gut ist´s. So prüde und peinlich berührt zu sein, sagt mehr über den Horizont der "Berührten" aus, als über den Charakter dieser Frau.

Man/frau kann auch einfach lächeln, sich an der Geschichte freuen, der menschlichen "Abgründe" bedenken und es gut sein lassen. Und wer mit jemandem reden will oder wegen Honk-Anwandlungen muss, der soll es einfach tun, um die Dinge zu klären und um sein Lächeln unter der Kleingeistigkeit wieder auszugraben.
 
Ich kann dazu nur sagen: sehr schade.
Eine scheinbar gut laufende Beziehung mit einem solch sinnlosen Hammer kaputt zu machen.

Das Ausziehen war eine Demütigung vor einer ganzen Mannschaft an Kerlen. Das hatte nichts mit Spaß zu tun.
Und als Spaß haben diese das auch nicht gesehen.
Sie haben jetzt was zu reden, Deine Freundin dürfte auf Lebzeit mit diesem Vorfall abgestempelt sein.
Und rumerzählt wird das Ganze auch.

Mir ist das Ganze unverständlich. Auch unter Alkoholeinfluss. Das wäre mir zu krass. Ich könnte damit nicht umgehen.
 
Man/frau kann auch einfach lächeln, sich an der Geschichte freuen, der menschlichen "Abgründe" bedenken und es gut sein lassen.

Mal ganz davon abgesehen, dass ich Deine Formulierungen manchmal nicht verstehe, stimme ich in diesem Fall Jusehr in gewisser Weise zu.
Nämlich deshalb, weil auch ich niemals verstehen könnte, wie sich diese Frau dazu verleiten lassen konnte das zu tun. Selbst hackevoll unter "Volldeppen" wäre das für mich unverständlich. Und genau aus diesem Grund könnte ich, abgesehen von der Demütigung, damit nicht umgehen.
Für mich könnte ich das nicht einfach abhaken.

Für mich ist diese Frau auch eine "verlorene" Frau.
 
In "verlieren" möchte ich jetzt nichts tiefer hinein interpretieren weil man die Freundin des TE zu wenig dafür kennt.

Viel fragwürdiger ist für mich die Tatsache, dass hier einige meinen eine solch demütigende Aktion ( demütigend für beide ) so runterspielen zu müssen das man es sogar mit einem Besuch am FKK Strand vergleicht.

Ich bezweifle, dass diejenigen mit dieser Haltung hier im Ernstfall noch genauso cool reagieren würden - beträfe dies den eigenen Partner. Nur gut, das man im HR Forum nicht realistisch bleiben muss.

Denn es ist auch komisch, sonst ist man ganz versessen darauf solche Dinge wegen Sexismus und sogar Diskriminierung von Frauen anzuprangern und jetzt, weil es ja darum geht das der männliche Partner damit nicht zu Recht kommt, ist alles nicht so dramatisch...

Und dann wird man noch als "honk" bezeichnet. Da bleibt einem die Spucke weg...
 
Ich hake da auch noch mal etwas nach.

Wenn jemand etwas tut, was gar nicht sein Ding ist, dann ist das schon bedenkenswert. Welchem Druck unterliegt sie (in diesem Falle)? Und in welchen Fällen wird sie vielleicht in Zukunft ähnlich handeln? Warum hat sie kein standing zu mehr Widerstand (Dinge zu tun, die sie überhaupt nicht tun möchte)?

Ich habe ja gesagt, dass ich mich auch irren kann, aber einfach ignorieren ohne darüber nachzudenken, fände ich schon eine Spur zu ignorant.

Als Freund würde ich mich fragen, was ihr vielleicht fehlt, dass sowas geschehen kann.

Scham ist Scham. Dieses Gefühl der Freundin läßt sich nicht ignorieren.

Sie sollte jetzt aber nicht in eine Art von Resignation kommen, sondern daraus lernen und an ihrer Persönlichkeit und ihrem Charakter arbeiten, ihre Widerstandskraft gegen Sachen, denen sie gar nicht unterliegen will, zu erhöhen etc.

Kann mich irren, aber ein Blackout, den man nicht weiter reflektieren möchte, ist für mich als Erklärung und Reaktion auf den Vorfall etwas zu dünne.
 
Mal ganz davon abgesehen, dass ich Deine Formulierungen manchmal nicht verstehe, stimme ich in diesem Fall Jusehr in gewisser Weise zu.
Nämlich deshalb, weil auch ich niemals verstehen könnte, wie sich diese Frau dazu verleiten lassen konnte das zu tun. Selbst hackevoll unter "Volldeppen" wäre das für mich unverständlich. Und genau aus diesem Grund könnte ich, abgesehen von der Demütigung, damit nicht umgehen.
Für mich könnte ich das nicht einfach abhaken.

Für mich ist diese Frau auch eine "verlorene" Frau.

Weil zu viele Menschen auf dieser Welt etwas "niemals verstehen können (oder wollen)" und für sich persönlich als eine "Demütigung empfinden", wird es auf dieser Welt immer kälter und härter. Es ist so leicht, jemanden zu verdammen und auf sie oder ihn herabzuschauen. Wenn Du nicht großmütiger sein kannst, @inn3B, dann ist das eben leider so und Deine Gedanken können viele Menschen offenbar nachvollziehen und teilen sie mit Dir. Es wäre wirklich interessant herauszufinden, warum das so ist.

Vielleicht kommt einmal der Tag oder er war auch für Dich schon da, an dem Du etwas tust, was Du selbst nicht für möglich gehalten hast und dann wirst Du Dich vielleicht über die Selbstgerechtigkeit anderer Menschen wundern.

"Wer ohne Schuld ist, der werfe den ersten Stein". Mag man von Jesus und der Bibel halten was man will, aber das ist ein Satz voller Güte, Verständnis und Menschlichkeit, an dem sich jeder Mensch jeden Tag messen sollte. "Abhaken" und "von sich schieben" ist so einfach und leider so ganz ohne Mitgefühl. Für mich ist das unverständlich und selbstgerecht.

@Portion Control: Der TE hat im Beitrag #39 selbst geschrieben, dass er sich wie ein Honk vorkommt. Ich habe ihn also nicht als solchen bezeichnet.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo GrayBear,

Weil zu viele Menschen auf dieser Welt etwas "niemals verstehen können (oder wollen)" und für sich persönlich als eine "Demütigung empfinden", wird es auf dieser Welt immer kälter und härter.

Du hast mir mit Deinem Post so dermaßen aus der Seele gesprochen! Danke dafür!
Seit ich wieder zurück in diesem Forum bin (war letztens 2010 hier), habe ich mich bei vielen Postings gefragt: "Holla, was geht denn hier ab?". Unglaublich.

Liebe Grüße... Eisi
 
Ich glaube, jetzt geht ihr aber mit inn3B etwas zu hart um.

Ich habe nicht den Eindruck, dass er die TE "verdammen" will. Er drückt vielmehr seine Verwunderung über solch ein Verhalten aus.

Also ich würde mich bestimmt nicht vor einer Gruppe von Frauen entkleiden. Selbst nicht unter Alkohol 😉. Und erst recht nicht, wenn ich eine Freundin habe. Darüber darf man sich schon wundern, wenn es jemand dennoch macht, dem es eigentlich total widerstrebt. Der Freund wundert sich doch auch.
 
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