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Freund verdrängt negative Seiten des Lebens einfach...

S

Sophie2604

Gast
Also ich habe ein Problem mit meinem besten Freund, bzw. er hat ein Problem mit sich selber. Er hat sich nach einem traumatischen Erlebnis mit seiner Ex-Verlobten (sie sprang mit seinem damals besten Freund ins Bett als er sehr lange im Krankenhaus lag) eine Art Selbstschutz aufgebaut: Alles was im Leben negativ ist, ignoriert er einfach. Z.B. streitet er sich nie, erträgt lieber Schikanen und Beleidigungen, lässt sich von anderen Leuten ausnutzen usw. und spielt es alles herunter ("Ach das ist doch gar nicht so schlimm"). Negative Seiten an Freunden (die nunmal jeder Mensch hat) übersieht er und ignoriert alles daraus Resultierende.

Ich hatte gestern Abend eine sehr lange Diskussion mit ihm darüber in der er mir dann sagte dass das Leben für ihn so nunmal angenehmer zu ertragen sein und dass er so nunmal gut durchs Leben kommt, in dem er alles was irgendwie weh tut oder einem schwer fällt in eine Schublade packt wo es untergeht und nicht von ihm registreiert wird. Er habe einfach keine negative (z.B. aggressive, neidische, eifersüchtige etc. Seite), also müsste er sich auch nie streiten.
Falls sowas passiert, sagte er, könne er das nicht ertragen.

Ich mache mir aber sehr große Sorgen aufgrund seiner Verhaltensweise. Wenn man eine natürliche Seite des Lebens und seines eigenen Ichs gänzlich unterdrückt, dann bricht das Verdrängte/Ignorierte irgendwann doch über einem zusammen und dann kommt erst recht der gefürchtete Einbruch. Das wollte er aber nicht begreifen.

Was soll ich nur tun??
 
ich glaube das ist wie ein alkoholiker die einsicht mus von ihm kommen. du kannst ihm nür den andere weg vorleben und hoffst das er was abschauwd...
sorry, das denk ich. mus aber nicht.
 
Hi,

ich sehe das mal ganz anders. Warum sollte er sich denn mit negativem Auseinandersetzen ? Wenn mal was schlimmes passieren sollte...kommt ja schon mal vor so im Alltag...dann wird er instinktiv schon richtig handeln ohne gleich daran zu zerbrechen.
Es ist eine Art Schutzmechanismus, der aber gar nicht so falsch ist. Er hat schon recht-damit lebt es sich durchaus einfacher. Warum soll man sich denn ständig über alles einen Kopf machen ?
Oftmals ist es besser, Dinge so zu lassen wie Sie sind. Sicher das kommt auf die Situation an...aber trotzdem...
Ängste stimulieren unsere Instinkte. Und schützen auch.

Und natürlich kann man vor nichts weglaufen, man kann aber Zeit schinden um darüber nachzudenken. Der eine kürzer...der andere halt länger.
Und wenn nichts dergleichen passiert....
manche Dinge erledigen sich auch von selbst.
Auch wenn es nicht immer für alle Beteiligten die beste Lösung ist.......
Gruß
Raka
P.S. Wenn magst, wir haben auch eine Forenplattform mit " Kummerkasten"...schau doch mal rein, und wir bleiben in Kontakt.😀
http://forum.rebecca-hesse.de
http://www.rebecca-hesse.de
Vielleicht auf Bald
 
Da schliess ich mich Coffee & Milk an, Sophie.

Falls dein Freund negative Emotionen anderer an sich abprallen lässt, werden die ihn zumindest teilweise dann auch in Ruhe lassen damit.

Worauf er aber achten sollte, ist die Sache mit dem ausnutzen lassen. Sich selbst muss er andern schon gegenüber vertreten.

Ich denke aber, das mit dem Selbstwert, dem sich nicht ausnutzen und beleidigen lassen - und mit dem Emotionen abprallen lassen sollte sich vereinbaren lassen. Es ist auch meine Lebenseinstellung.

Peter
 
Also ich habe ein Problem mit meinem besten Freund, bzw. er hat ein Problem mit sich selber. Er hat sich nach einem traumatischen Erlebnis mit seiner Ex-Verlobten (sie sprang mit seinem damals besten Freund ins Bett als er sehr lange im Krankenhaus lag) eine Art Selbstschutz aufgebaut: Alles was im Leben negativ ist, ignoriert er einfach. Z.B. streitet er sich nie, erträgt lieber Schikanen und Beleidigungen, lässt sich von anderen Leuten ausnutzen usw. und spielt es alles herunter ("Ach das ist doch gar nicht so schlimm"). Negative Seiten an Freunden (die nunmal jeder Mensch hat) übersieht er und ignoriert alles daraus Resultierende.

Ich hatte gestern Abend eine sehr lange Diskussion mit ihm darüber in der er mir dann sagte dass das Leben für ihn so nunmal angenehmer zu ertragen sein und dass er so nunmal gut durchs Leben kommt, in dem er alles was irgendwie weh tut oder einem schwer fällt in eine Schublade packt wo es untergeht und nicht von ihm registreiert wird. Er habe einfach keine negative (z.B. aggressive, neidische, eifersüchtige etc. Seite), also müsste er sich auch nie streiten.
Falls sowas passiert, sagte er, könne er das nicht ertragen.

Ich mache mir aber sehr große Sorgen aufgrund seiner Verhaltensweise. Wenn man eine natürliche Seite des Lebens und seines eigenen Ichs gänzlich unterdrückt, dann bricht das Verdrängte/Ignorierte irgendwann doch über einem zusammen und dann kommt erst recht der gefürchtete Einbruch. Das wollte er aber nicht begreifen.

Was soll ich nur tun??

Hi Sophie2604,

ich bin (war) auch so ein Mensch, der keinen Sinn in einem Streit sieht und ich habe mich sehr lange ausnutzen lassen. Das es ein Schutzmechanismus bei deinem Freund ist, dass kann ich auch nachvollziehen. Was allerdings bedenklich ist, dass es anscheinend erst nach diesem Erlebnis mit seiner EX-Verlobten aufgetreten ist.
War er vorher schon ein ruhiger und sich ausnutzen lassender Mensch?, oder ist er das tatsächlich erst jetzt geworden?
Wenn er das jetzt erst geworden ist, kann es doch schon bedenklich sein. Ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass man diese Schubladen nur bis zu einem gewissen grad füllen kann, dann laufen sie über und das kann unterschiedliche Konsequenzen haben.
Sprich doch, wenn du so jemanden kennst, mal mit einem/er Psychlogen darüber. Es gibt auch öffentliche Einrichtungen (Kirche, ...), die einem dort weiter helfen können.

Gruß

Nordick😎
 

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