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Freund rastet aus

Das Paradoxe ist, dass er wirklich ein extrem fürsorglicher Partner ist.
Ich sehe anhand deiner Schilderung kein einziges Zeichen dafür. Wieso muss ein Partner überhaupt "extrem" fürsorglich sein? Das ist doch auch schon krankhaft! Ein Partner ist ein Partner und kein Papa eines Kleinkindes. Und du bist kein kleines Mädchen mehr, sondern eine erwachsene Frau und solltest keine extreme Fürsorge vonseiten eines Partners mehr benötigen. Im Erwachsenenalter führt man eine gleichberechtigte Beziehung auf Augenhöhe.

Alle gewalttätigen Partner sind zwischendurch auch scheinbar liebevoll. Davon darfst du dich nicht blenden lassen. Das Verhalten deines Partners ist ganz typisch für eine Gewaltbeziehung. Gewalttätige Partner, die nur schlagen und toben, sind eher selten.

Ich begreife einfach nicht, was ihn im Streit so aggressiv werden lässt.
Das musst du auch nicht begreifen. Warum verplemperst du damit deine Zeit? Wichtig ist ausschließlich, dass du dich vor weiterer Gewalt schützt. Du musst dich um dich selbst und deine Sicherheit kümmern. Dein gewalttätiger Freund ist unwichtig.

Und die Gefühle sind ja noch da und zu 80% ist ja auch alles gut.
Das reicht aber nicht. Mit einem gewalttätigen Partner kann man keine Beziehung führen. Auch dann nicht, wenn der Partner einen so meisterhaft manipuliert, dass man sich einbildet, Gefühle für ihn zu haben.

Schon mal was vom Stockholm-Syndrom gehört?
https://de.wikipedia.org/wiki/Stockholm-Syndrom
 
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Re: Freund rastet aus
Hallo Adelinchen,

schau mal hier:
Freund rastet aus. Hier findest du vielleicht was du suchst.
Meiner Erfahrung nach ändern sich die Menschen nicht. Ich weiß auch, dass es schwer ist, aus einer krankmachenden Beziehung auszubrechen, die vielleicht tatsächlich irgendwo auch gute Seiten hat. Ich würde aber raten, das zu tun, und zwar schnellstmöglich. Das Karussell dreht sich immer schneller, du verlierst deine Lebenszeit, deine Lebenskraft, deine Nerven und deine Gesundheit, wenn es hochkommt, noch dein Leben.

Auf dieser Basis lässt sich keine gemeinsame Zukunft aufbauen. Finger weg, Schlussstrich.

Wer sich nicht im Griff hat, ist für eine Partnerschaft nicht geeignet, auch dann nicht, wenn er sonst auch seine guten Seiten hat. Seine Konflikte konstruktiv auszutragen, ist die Basis für ein gemeinsames Leben.
 
Wer sich nicht im Griff hat, ist für eine Partnerschaft nicht geeignet, auch dann nicht, wenn er sonst auch seine guten Seiten hat.
Der Freund könnte auch eine Therapie machen. Das liegt aber ausschließlich in seinem Verantwortungsbereich und nicht in dem seiner "Partnerin". Und ob die Therapie erfolgreich verläuft, steht auch in den Sternen. Kurzum, eine Trennung ist unumgänglich, je früher, desto besser. Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.
 
Aber dann stehe ich komplett alleine da. Meine Mama hat Krebs, ich habe sonst keinen....
Auch das darf kein Grund sein, bei dem Typen zu bleiben. Du wirst irgendwann einen besseren Partner finden, und du kannst und wirst bis dahin auch allein mit dem Leben, auch mit der Krebserkrankung deiner Mutter, fertig werden, so schwer es auch ist. Immer noch besser als bei diesem "Partner" zu bleiben. Denke auch daran, was du deinen Kindern damit antust, wenn du mit so jemandem zusammenbleibst. Suche dir für dich selbst umgehend professionelle Beratung und Hilfe und bemühe dich um Kontakte zu anderen Menschen. Du bist nicht auf diesen Typen angewiesen, rede dir das bloß nicht ein!

Ich war in meinem Leben überwiegend allein und musste mit vielen schwierigen Situationen und Schicksalsschlägen ohne Unterstützung eines Partners fertig werden; ich weiß also durchaus, wie schwer das ist. Aber mit einem gewalttätigen Partner, bei dem du aus Angst vor dem Alleinsein bleibst, machst du es nur noch schlimmer.
 
Sie ist doch garnicht ganz allein,sie hat doch noch ihre Kinder für die sie sorgen und mitdenken sollte....
Eben. Das sollte die Entscheidung für die Trennung eigentlich erleichtern. Wer alleinstehend und kinderlos ist, hat es in der Hinsicht noch viel schwerer. Denn wahre Freunde haben nur die wenigsten; sie sind auch nicht immer verfügbar. Und Verwandte kümmern sich meist auch nicht groß um Alleinstehende, erst recht nicht, wenn diese kinderlos und auch noch sonstwie vom Schicksal gebeutelt sind. Mit Kindern hat man zumindest immer noch jemanden, mit dem man regelmäßig reden kann und um den man sich kümmern muss (Schule, Hausaufgaben, Geburtstagsfeiern, Hobbys, Schulfreunde, Arztbesuche etc). Das lenkt ab. Da kann man doch wohl mal eine Weile auf einen Partner verzichten und muss nicht den Erstbesten nehmen.

Vor allem aber wird eine fürsorgliche, verantwortungsbewusste Mutter ihren Kindern nicht die gewalttätigen Szenen zumuten wollen, wie sie hier beschrieben werden.
 
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Meiner Erfahrung nach ändern sich die Menschen nicht. Ich weiß auch, dass es schwer ist, aus einer krankmachenden Beziehung auszubrechen, die vielleicht tatsächlich irgendwo auch gute Seiten hat. Ich würde aber raten, das zu tun, und zwar schnellstmöglich. Das Karussell dreht sich immer schneller, du verlierst deine Lebenszeit, deine Lebenskraft, deine Nerven und deine Gesundheit, wenn es hochkommt, noch dein Leben.
Zitat Ende

Hoffentlich muss dein so überaus rücksichtsvoller, einfühlsamer Freund dich nicht erst krankenhausreif prügeln, bist du zu der Erkenntnis gelangst.

Statt ihn dir weiter schönzureden und Entschuldigungen für sein nicht entschuldbares Verhalten zu finden, geh' lieber zu einer Frauenberatungsstelle. Da wirst du hören, wie viele Frauen es gibt, die auch kein Selbstbewusstsein haben und daher an einem ebenso "liebenswerten" Pseudo-"Partner" kleben bleiben. Es gibt nicht wenige Frauen, die das sogar mit ihrem Leben bezahlen mussten; denn die Gewalttätigkeiten nehmen mit der Zeit an Häufigkeit und Stärke zu. Eines Tages bist du reif für die Psychiatrie, wenn nicht sogar für den Sarg. Und das nicht erst als Greisin.
Zitat Ende

Diese Sätze finde ich sehr wichtig.

Bei diesem Mann kann ich mir auch vorstellen, dass er seine Partnerin töten würde.

Sein psychisch krankes Verhalten wird mit seiner Kindheit / Elternbeziehung zu tun haben.

Er bräuchte eine Therapie.

Für deine Kinder ist sein aggressives Verhalten auch bedrohlich und krank machend.

Trenne dich bevor es zu spät ist .

Du wirst bestimmt bald einen besseren Partner finden.
 
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