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Freund erkrankt, Affäre, Trennen?

  • Starter*in Starter*in Gelöscht 134503
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Es geht ja nicht nur darum, daß er krank ist.
Sondern um sein sorry, asiges Verhalten...
Ich habe einen Partner gehabt, der an einer schnellen Form von Demenz erkrankt war. Aber der hat sich trotzdem nie so verhalten, wie der Typ hier, auch wenn er natürlich seine schnell wechselnden Stimmungen, Angstzustände, später auch Halluzinationen ect gehabt hat.

Wobei Demenz ein anderes Ding sind, denn wenn da sich ein Kranker nicht so sozial angemessen verhält wie früher, dann ist das normal, und der Kranke kann zumindest in den etwas späteren Stadien nix mehr daran ändern...

Außerdem muss man in diesem Fall sehr bald eher Betreuerin als Partnerin sein, also ähnlich wie wenn man ein Kind versorgt. Denn ein Demenzkranker Mensch kann irgendwann keine richtigen Urteile mehr fällen und sich auch nicht mehr selbst versorgen...

Und so ein versorgendes, oder zumindest betreuendes Verhalten ist hier in dem Fall der TE ganz sicher nicht hilfreich, eher im Gegenteil.
Also Unterstützung ja, aber die TE, sollte sich nicht mehr zum Spielball seiner Launen und Ansprüche machen lassen...
Nun ja du kennst ihn ja gar nicht nur die Schilderung der TE. Und sie schreibt hauptsächlich, was ihr so alles abgeht.Ob das reicht um jemand Asi Verhalten zu unterstellen weiß ich nicht. Der Vergleich mit der Demenz passt auch nicht. Die Einschätzungen sind halt unterschiedlich ist kein Problem, die TE kann ja eh machen was sie will.
 
Dieses Verhalten, wie es von Jonas beschrieben wurde, kenne ich so eigentlich nur von Leuten (oder Kindern), denen man alles durchgehen lässt. Werden bemuttert, bekommen alles, müssen keine Konsequenzen fürchten... Nutzen ihre Krankheit als eine Art Schild, also als Rechtfertigung.

Dass man sich in seiner Situation gehen lässt, unhygenisch ist, sich sehr schwach fühlt - das ist alles verständlich. Aber nicht, dass er grundsätzlich wichtige Gespräche abblockt und rumzickt. Dass es soweit gekommen ist, liegt daran, dass man es zulässt und hinnimmt.

Ich denke es liegt an beiden gleichermaßen, dass sich nichts an der Situation ändert. Anstatt wichtige Gespräche zu führen, hat sich stattdessen leider die Affäre ergeben. Und Jonas wird sich auch nie ändern, wenn man da nicht konsequent ist und Tacheles redet. Auch wenn er abblockt, kann man ihm trotzdem u. a. ein Ultimatum stellen, wie schon vorgeschlagen wurde.
 
Dieses Verhalten, wie es von Jonas beschrieben wurde, kenne ich so eigentlich nur von Leuten (oder Kindern), denen man alles durchgehen lässt. Werden bemuttert, bekommen alles, müssen keine Konsequenzen fürchten... Nutzen ihre Krankheit als eine Art Schild, also als Rechtfertigung.

Dass man sich in seiner Situation gehen lässt, unhygenisch ist, sich sehr schwach fühlt - das ist alles verständlich. Aber nicht, dass er grundsätzlich wichtige Gespräche abblockt und rumzickt. Dass es soweit gekommen ist, liegt daran, dass man es zulässt und hinnimmt.

Ich denke es liegt an beiden gleichermaßen, dass sich nichts an der Situation ändert. Anstatt wichtige Gespräche zu führen, hat sich stattdessen leider die Affäre ergeben. Und Jonas wird sich auch nie ändern, wenn man da nicht konsequent ist und Tacheles redet. Auch wenn er abblockt, kann man ihm trotzdem u. a. ein Ultimatum stellen, wie schon vorgeschlagen wurde.
Jonas wird sich früher oder später eh denken: Die hat bestimmt ne Affäre. Hält ja kein Mensch aus so mit mir auf Dauer.
 
Vielleicht kann er sich gerade auch gar nicht ändern?
Vielleicht ist das gerade zu viel verlangt?
Von einem - scheinbar psychisch kranken Menschen (Depression) - eine Veränderung in Sachen Beziehung zu erwarten ist, wie vom fast Blinden zu erwarten sich etwas anzusehen. Ohne Hilfe wird das nix.

Die TE ist immerhin im vollen Besitz ihrer geistigen Fähigkeiten. Und manchmal muss man in einer Beziehung das Ruder übernehmen, weil der ander nicht kann. Man nimmt ihn dann behutsam an die Hand, zeigt ihm Stück für Stück wie es geht, bis er wieder in der Lage ist sein Teil dazu beizutragen...
In diesem Fall wären es Gespräche, ernste Gespräche... Gemeinsam einen Plan machen wie es weiter geht....Offen und ehrlich über alles kommunizieren, klar aufzeigen, dass TE an ihre Grenzen stößt, aber auch Verständnis für sein Dilemma zeigen (er sitzt in einem tiefen Dilemma wie schon aufgezeigt).... Eine Ebene miteinander finden... Kleine Ziele setzen... Und kleine Erfolge würdigen und nicht immer gleich meckern, wenn es nicht rund läuft oder er nicht richtig funktioniert. Bei den beiden hat sich etwas eingeschlichen über einen längeren Zeitraum... Das braucht viel Zeit und Geduld das wieder zu verändern. Vor allem braucht es ein Miteinander...

Und das ist die eigentliche Frage :
Will TE das überhaupt?


Liebe bedeutet auch Arbeit (und nicht immer ist sie gleichzeitig von beiden so zu leisten wie es wünschenswert wäre).
 
Da der Thread mittlerweile 26 Seiten fasst und seit einer Weile mehr über statt mit der TE diskutiert wird, bleibt das Thema geschlossen.

@laralala Falls du noch weiter Gesprächsbedarf hast, melde dich einfach per PN bei uns, dann können wir ihn wieder öffnen.
 
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