Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Freund arbeitet bei "Polizei" und ich habe Angst

Anonym

Registrierter Nutzer, anonym
Die Überschrift habe ich bewusst so gewählt, damit es nicht zu auffällig ist. Deshalb schreibe ich hier auch anonym und nicht von meinem Rechner zu Hause aus, sondern von Bekannten.

Mein Freund ist vor einigen Monaten zum Sondereinsatzk. zugelassen und dort ausgebildet wurden. Davor war er bei der Streife.
Das war für unsere Beziehung schon nicht einfach, aber ich habe mich damit abgefunden und arrangiert.
Jetzt sind die Arbeitszeiten zwar geregelter, aber ich habe noch mehr Angst um ihn. Wenn ich ihn im Vollschutz sehe, wird mir schlecht. Auf Streife hatte er ja eine ganz andere Uniform.
Wenn er sich von meiner 4 jährigen Tochter (sie ist nicht seine leibliche Tochter, aber wie eine geworden) verabschiedet, könnte ich jedes Mal heulen.
Sie fragt jetzt langsam auch wo Papa ist und als was er arbeitet. Wie erklärt man das einem Kind? Im Kindergarten erzählen sie ja alle als was ihre Eltern arbeiten. Sie merkt ja auch wie still ich jedes Mal werde, wenn er zum Einsatz muss (was zum Glück bei Spezialeinsätzen nicht so oft vorkommt). Mein Freund und ich haben beschlossen ihr das nicht zu erzählen. Erst wenn sie in einem Alter ist, wo sie bedacht mit der Information umgeht. Auch weil die Gefahr zu groß ist, dass sie es später wenn sie zur Schule geht unbedacht weiter erzählt und es an die falschen gerät.
Ich stehe jedes Mal Ängste aus, dass ihm im Dienst etwas passiert und bin froh, wenn er wieder da ist.

Ist meine Angst normal? Wie geht man damit um?
Unsere Beziehung belastet das schon sehr. Aber er liebt seine Arbeit und ich liebe ihn.
 
Ich finde, du dramatisiert weil du eigentlich nur mit dir selbst ein Problem hast das er dort arbeitet.
Du schiebst ziemlich arg deine Tochter vor.

Weshalb man ein Problem damit hat, einem Kind zu erklären das der Vater Polizist ist, und in diesem Zusammenhang die Arbeit eines "Schutzmannes" erläutert, kann ich überhaupt nicht nachvollziehen.

Des weiteren muss in der Schule überhaupt nichts genauer erklärt werden. Er ist für die Schule nach wie vor bei der Polizei beschäftigt und gut ist. Du suchst Probleme wo keine sind.

Mit deiner Haltung die du auch noch offen vor ihr auslebst, sorgst du für eine negative Beeinflussung deiner Tochter. Bitte arbeite daran.
 
Ist meine Angst normal? Wie geht man damit um?
Unsere Beziehung belastet das schon sehr. Aber er liebt seine Arbeit und ich liebe ihn.

Hallo Anonym,

ich kann deine Ängste nachvollziehen. Ich habe auchjemanden in meinem Bekanntenkreis, der sich in einer ähnlichen Situationbefand. Auch er liebt seinen Job. Nun ja, jetzt nachdem er befördert wurde,noch mehr. Er war vorher bei der Hundertschaft und ist in den Innendienstversetzt worden. Er hat mir berichtet, dass die Freundinnen bzw. Ehefrauenseiner Kollegen ständig mit der Angst zu kämpfen hatten. Ich kann das auch sehrgut verstehen, weil man nie genau weiß, was sich hinter dem Einsatz verbirgt.Aber, beim SEK sind die Polizisten im Vollschutz und auch bestens geschützt(Helm, kugelsichere Weste usw.).
Versuche doch Ratschläge von den Frauen seinerKollegen zu bekommen, wie sie mit dieser Situation umgehen.



Was die Kleine betrifft, so würde ich lieber aufpassen,was man sagt – auch wenn man andeutet, „mein Papa jagt böse Männer“. Ich selbstbefinde mich nicht in so einer Situation und habe auch gar keine Kinder, wieman das am besten und vorsichtig erklärt, dass sie sich später imGrundschulalter bzw. auf der weiterführenden Schule nicht verplappern.

Hoffe, ich konnte Dir trotzdem bisschen behilflich sein.

Lg Dragonpatty
 
Hi,

ich finde es zunächst einmal toll, dass dein Freund den Job hat. Es ist kein Job, den jeder machen kann und will. Ich kann auch verstehen, dass du Angst hast, das Bild im Kopf vom SEK ist ja der "Rambo in voller Montur" der ein Haus stürmt. Wie du selber sagst sind aber Einsätze nicht so häufig und selbst bei solchen Einsätzen gilt, dass immer erst verhandelt wird.
Insofern glaube ich, dass das Risiko beim SEK hollywoodtechnisch eher überschätzt wird. Ich habe mit Polizisten zusammen studiert. Die sahen Einsätze eher locker, manche wollten sogar zum SEK, wohl auch weil das gut bezahlt wird. 50% der Zeit wird nur trainiert und Risiken gibt es in jedem Job. Ich möchte fast behaupten, der Fernfahrer, der jeden Tag lange Strecken fährt, hat ein höheres Todesrisiko als ein SEK Beamter. Zumindest wenn man die Presse verfolgt wird vielleicht mal von einem (!) SEK Toten im Jahr berichtet.

Man sollte hingegen die psychische Belastung nicht unterschätzen. Im Ernstfall jemanden töten zu müssen ist hart, ich könnte das garnicht. Insofern muss dir auch bewusst sein, dass dein Freund dich braucht und auch mal seelisch mit Problemen nach Hause kommt. Das musst letztlich du wissen, ob du das willst bzw. lieber einen 0815 Job für deinen Freund hättest. Aber dein Freund muss den Job ja nicht für immer machen. Ich glaube nicht, dass viele 50 Jährige beim SEK sind, allein aus körperlichen Gründen.

Eurem Kind würde ich schlicht erzählen, dass Pappa bei der Polizei ist. Man muss einem kleinen Kind ja nicht gleich das SEK erklären.
 
Viele Kinder würden wohl eher vor den Freunden damit angeben, wenn der Vater Polizist ist. ^^ Kleine Kinder verbinden mit Berufsbildern wie Polizist, Feuerwehrmann ja mehr etwas mutiges, heldenhaftes. 🙂

Kinder haben aber auch ein feineres Gespür als man glauben mag, dafür wenn Eltern Ängste haben und leider kann man die dann auf das Kind übertragen. Da sehe ich die Angst, die du deiner Tochter vermittelst primär problematischer als die Tatsache, dass dein Partner Polizist, denn dadurch entsteht dann überhaupt erstmal der Eindruck von Gefahr. Die ja theoretisch da ist, aber theoretisch auch immer und überall. Gesteigerte Ängste sollte man da dem Kind nicht unbedingt vermitteln
 
Wichtig in Bezug auf diesen Job ist wirklich, das man diese Arbeit nicht überbewertet, nicht dramatisiert und täglich in Angst und Panik verfällt.
Das vergiftet das Familienklima auf lange Sicht und ist für Kinder seelisch nicht vertretbar...

Tausende Angehörige, Männer und auch Frauen versehen täglich ihren Dienst, bei dem sie Gefahren ausgesetzt sein können, egal ob Polizisten, Feuerwehr, Bundeswehr, Piloten, Rettungsdienste u.v.a.m.
Diese Liste könnte man belibig erweitern, mit Starkstrom-Elektriker, Bombenentschärfer, Hochhaus-Gebäudereiniger u.a.

Nicht immer ist es so, das man den Job bekommt, der einem wirklich gefällt...
Wenn es schon so ist und er seine Arbeit liebt, dann solltest du dich damit auseinandersetzten und vor allem dich damit arrangieren, sonst macht es irgendwannn eine Beziehung kaputt...
Entscheidend ist aber auch, das du mit deinem Partner
über deine Ängste in Verbindung mit seiner neuen Tätigkeit sprichst.
Jedes Gefühl von Angst übertägt man an nahestehende Menschen, insbesondere Kinder und Tiere, sie haben sehr sensibele Antennnen dafür.
Laß es bitte nicht zu, das dein Kind jeden Tag diese Angst mit auf den Weg ins Leben bekommt...
MfG und alles Gute 🙂
 
Die Überschrift habe ich bewusst so gewählt, damit es nicht zu auffällig ist. Deshalb schreibe ich hier auch anonym und nicht von meinem Rechner zu Hause aus, sondern von Bekannten.

Mein Freund ist vor einigen Monaten zum Sondereinsatzk. zugelassen und dort ausgebildet wurden. Davor war er bei der Streife.
Das war für unsere Beziehung schon nicht einfach, aber ich habe mich damit abgefunden und arrangiert.
Jetzt sind die Arbeitszeiten zwar geregelter, aber ich habe noch mehr Angst um ihn. Wenn ich ihn im Vollschutz sehe, wird mir schlecht. Auf Streife hatte er ja eine ganz andere Uniform.
Wenn er sich von meiner 4 jährigen Tochter (sie ist nicht seine leibliche Tochter, aber wie eine geworden) verabschiedet, könnte ich jedes Mal heulen.
Sie fragt jetzt langsam auch wo Papa ist und als was er arbeitet. Wie erklärt man das einem Kind? Im Kindergarten erzählen sie ja alle als was ihre Eltern arbeiten. Sie merkt ja auch wie still ich jedes Mal werde, wenn er zum Einsatz muss (was zum Glück bei Spezialeinsätzen nicht so oft vorkommt). Mein Freund und ich haben beschlossen ihr das nicht zu erzählen. Erst wenn sie in einem Alter ist, wo sie bedacht mit der Information umgeht. Auch weil die Gefahr zu groß ist, dass sie es später wenn sie zur Schule geht unbedacht weiter erzählt und es an die falschen gerät.
Ich stehe jedes Mal Ängste aus, dass ihm im Dienst etwas passiert und bin froh, wenn er wieder da ist.

Ist meine Angst normal? Wie geht man damit um?
Unsere Beziehung belastet das schon sehr. Aber er liebt seine Arbeit und ich liebe ihn.

Ich kann deine Angst schon verstehen mir würde es mit einem Mann in solch einem Beruf auch so gehen. Dennoch solltest du dir klar machen das immer und überall was passieren kann.

Wenn er auf dem Bau arbeiten würde könnte er auch vom Gerüst stürzen oder sich anderweitig verletzen, würde er in irgend einer Fabrik oder Raffinerie arbeiten dann könnte er auch in div. Maschinen geraten oder irgend etwas fliegt in die Luft und er ist leider mit davon betroffen. Ja selbst der Anfahrtsweg zur Arbeit sowie der Heimweg kann auch zur Todesfalle werden.

Was ich dir damit sagen will ist, es kann immer und überall was passieren Sicher sind wir leider nirgends und dann, er ist für diesen Beruf ausgebildet und in dieser Ausbildung wird die Eigensicherung mit gelehrt. Vertrau ihm das er weis was er tut und das er sich nicht unnötig in Gefahr begibt.

Und was deine /eure Tochter angeht sagt ihr das Papa bei der Polizei arbeitet und da das Böse niemals schläft muss er halt auch immer arbeiten damit sie Sicher schlafen kann, oder so etwa..na du weist schon.🙂
 
Hallo Anonym,

Ist meine Angst normal?

ja, Deine Angst ist normal, schließlich begibt sich der Mann den Du liebst, in gefährliche Situationen.

Wie geht man damit um?

Deine Angst ist zu einem Teil der mangelnden Information geschuldet. Das zeigt auch der Satz: "Wenn ich ihn im Vollschutz sehe, wird mir schlecht.". Warum? Diese Schutzkleidung bietet ihm mehr Schutz, als er es zu Zeiten im Streifendienst gehabt hat. Dort kann man als Beamter ja fast schon froh sein, eine schußsichere Weste zu erhalten.
Zwar begibt er sich zwangläufig in gefährlichere Situation, aber dem gegenüber steht wiederum eine gesteigerte Ausbildung, solche Situationen einzuschätzen und damit klar zu kommen. Und, was meiner Ansicht nach noch wichtiger ist: Als SEK-Beamter arbeitet er immer in einem Team mit mehreren Kollegen. Als Streifenpolizist hat man meist nur einen Partner.

Um auf Deine Frage zurückzukommen: Informiere Dich. Rede mit Deinem Freund über Deine Ängste und Befürchtungen. Ich bin mir ziemlich sicher, dass sich dann Deine Angst minimieren wird.

Liebe Grüße... Eisi
 
Das Du Angst hast um deinen Freund kann ich verstehen. Aber Polizist ist ein ehrenwerter Beruf, der auch Selbstaufgabe erfordert und daher kann ich nicht verstehen, warum Du dich schämst oder verhalten wirkst, wenn es auf den Beruf deines Freundes zu sprechen kommt. Er macht seinen Job und egal, ob er Uniform trägt oder nicht: Er bleibt ein Mensch und dein Freund.
 
Ich schäme mich nicht für seinen Beruf. Ich habe eher Sorge.
Es ist nur so, dass man wenn jemand beim Sondereinsatz arbeitet, diese Info nicht an die Glocke hängt. Deshalb geht mein Schatz auch immer vermummt in den Einsatz. Weil man eben Angst vor Racheaktionen hat und deshalb schreibe ich hier auch anonym und vom PC meiner Freunde aus.

Das hast du sicher falsch verstanden.
 

Anzeige (6)

Ähnliche Themen

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben