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Freie Bahn für Beamte?!

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Die Aufregung besteht nur, weil hier ein vermeintliches "Exklusivrecht" gewährt wird. Dabei ist es nichts anderes als eine kleine Lohnerhöhung in Form einer Sachzuwendung (Ticket).

Wie weit erstreckt sich denn eigentlich die Reichweite dieser Bahnfreifahrten? Über ganz Deutschland? Dann entspricht die kleine Sachzuwendung ungefähr dem Wert einer BahnCard100, die etwa 4000 Euro pro Jahr kostet.

Oder bezieht sich die Freifahrtgelegenheit auf die eigene Stadt? Dann ist die Sachzuwendung natürlich kleiner.
 
Unsachlicher kann man zudem nicht mehr argumentieren. Alles was Beamte bekommen könnten, ist grundsätzlich ungerecht, weil die ja alle faul sind. Super! ....🙄

sorry, aber die Dinge die ich angeführt habe sind unterschwellig immer die Grundangst eines Arbeitnehmers der freien Wirtschaft. Dinge die du gar nicht kennst, deshalb glaubst du sicherlich auch, es würde keinen Unterschied machen. Deshalb ist es trotzdem Fakt.
 
Wie weit erstreckt sich denn eigentlich die Reichweite dieser Bahnfreifahrten? Über ganz Deutschland? Dann entspricht die kleine Sachzuwendung ungefähr dem Wert einer BahnCard100, die etwa 4000 Euro pro Jahr kostet.

Oder bezieht sich die Freifahrtgelegenheit auf die eigene Stadt? Dann ist die Sachzuwendung natürlich kleiner.

Hab grad mal gegoogelt:
Das Ticket wird zu jeder Tages- und Nachtzeit für ganz Hessen für den Nah- und Regionalverkehr, also für Busse, Straßenbahnen sowie U-, S- und Regionalbahnen gelten.
Also kein deutschlandweites Ticket.

Zudem finde ich Rechnung falsch, es als direkten Lohnvorteil darzustellen. Das Jahresticket ist doch nur dann ein Vorteil wenn man es nutzt. Wer nutzt denn ein deutschlandweites Ticket über das Jahr???
Für die Mehrheit der Beschäftigten hätte selbst ein deutschlandweites Ticket keinen Wert von 4.000 €. Ich fahre vielleicht 10 mal im Jahr Bahn und co. Das Ticket würde mir vielleicht 10 x 19,95 € sparen 🙄

Ich hätte viel lieber 1% Lohnerhöhung als dieses ach so tolle Ticket, welches hier als "ultimatives Privileg für faule Beamte" dargestellt wird.
 
Ich kenne einen Haufen Leute (mich eingeschlossen), die viel die Öffentlichen nutzen. Bei uns in der Stadt ist die Parkplatzsituation im Zentrum nicht einfach und total überteuert, da fährt man lieber nicht mit dem Auto hin oder wenn man ausgeht und Alkohol trinkt, dann muss man ja auch irgendwie nach Hause kommen. Ich habe auch eine Bekannte, die fährt nach eigenen Angaben lieber mit dem Zug zur Arbeit, weil sie dann mit dem Notebook noch ein paar Arbeiten machen oder lesen kann und sie das entspannter findet, als über eine Stunde mit dem Auto zu fahren.

Es gibt auch Leute, für die wäre ein Auto mit Versicherungen und Benzinkosten ein großer Kostenfaktor. Plus eben häufig einen dafür angemieteten Parkplatz. Wenn da das Angebot käme, man bekommt die Öffentlichen gratis und muss dafür 0 Euro zahlen ... Ich finde, das rechnet sich schon. Es geht ja nicht nur um den Kilometerpreis und Spritkosten, sondern auch um Versicherungen, Parkplatzkosten, Reperaturen, TÜV usw. - da kommt jeden Monat anteilig für die Fahrt schon ein bestimmter Betrag zusammen. Bei uns sind die Öffentlichen auch recht teuer. Und werden immer teurer.

Und diese Denke "Mir bringt das bei meinem soliden Gehalt sowieso nichts" zeigt doch, dass hier ein Lebensstandard ist, von dem andere Berufsgruppen nur träumen können. Und ja, da ist ein Vergleich zumindest meiner Meinung angebracht. Weil die "popeligen 2% Ersparnisse im Jahr" für andere wiederum nicht nur popelige 2% wären.
 
Und diese Denke "Mir bringt das bei meinem soliden Gehalt sowieso nichts" zeigt doch, dass hier ein Lebensstandard ist, von dem andere Berufsgruppen nur träumen können. Und ja, da ist ein Vergleich zumindest meiner Meinung angebracht. Weil die "popeligen 2% Ersparnisse im Jahr" für andere wiederum nicht nur popelige 2% wären.

Ja, das sicher. Für viele Angestellte (die eben nicht alle im Management arbeiten und ein Dienstfahrzeug haben) wäre die Kostenübernahme für den ÖPNV eine große (finanzielle) Erleichterung. Umso merkwürdiger, dass diese Vergünstigung ausgerechnet einer Berufsgruppe gewährt wird, die sie anscheinend häufig mangels Bedarf sowieso nicht brauchen würde (weil sie überwiegend mit dem Auto fährt und sowieso genügend Einkommen hat).
 
Zudem finde ich Rechnung falsch, es als direkten Lohnvorteil darzustellen. Das Jahresticket ist doch nur dann ein Vorteil wenn man es nutzt. Wer nutzt denn ein deutschlandweites Ticket über das Jahr???

*autsch*

Der Steuerzahler zahlt also Sachbezüge von Beamten die gar nicht ausreichend genutzt werden? 😉
Diese Geschichte wird mir immer sympathischer...
 
Der clevere Beamte würde das Ticket natürlich verkaufen und weiterhin mit dem eh schon verbilligten ( Kfz-Versicherung ) eigenen PKW ins Amt fahren.
 
Ja, das sicher. Für viele Angestellte (die eben nicht alle im Management arbeiten und ein Dienstfahrzeug haben) wäre die Kostenübernahme für den ÖPNV eine große (finanzielle) Erleichterung. Umso merkwürdiger, dass diese Vergünstigung ausgerechnet einer Berufsgruppe gewährt wird, die sie anscheinend häufig mangels Bedarf sowieso nicht brauchen würde (weil sie überwiegend mit dem Auto fährt und sowieso genügend Einkommen hat).

Für mich stellt sich der Vergleich direkt, gerade weil es sich hier eben um verschiedene Lebensstandards handelt, bzw. Vorzüge, die andere nicht haben. Da geht es für mich weniger um das Gehalt an sich. Und gerade eben weil Beamte an sich mehr Gehalt verdienen und mehr Vorzüge haben, kann man über die Gerechtigkeit debattieren oder wie sinnvoll das ist, so eine Berufsgruppe nochmal zusätzlich zu unterstützen, während andere wirklich herumknappsen und über Betrag X im Monat nachdenken müssen.

Gerade weil anscheinend das für Beamte eher Pipifax darstellt und für andere eine größere Erleichterung wäre, steht doch im Raum, dass es eine eher ungerechte Förderung wäre. Der Staat könnte das Geld dann anderweitig besser bei diesen Gruppen investieren.
 
Wenn ich es früher geschnallt hätte, hätte ich Bahnpolizist wie mein Onkel werden sollen. Ein wenig über die Bahnsteige schlendern, mit den Leuten quatschen und z.B. den stark verbilligten Garten ( ! ) die ermäßigte Kfz-Versicherung und die kostenlosen Bahnfahrten in die Republik. ( wahrscheinlich noch mehr, was ich nicht weiß ) Mein Onkel ist dann früh in Pension gegangen. Er hat auf "seinem" Bahnhof einen jungen Mann verfolgt ( warum weiß niemand ) und zwar bis vors Klo. Um zu sehen was der Verdächtige denn da drinnen macht, ist mein Onkel im Nebenklo auf die Schüssel gestiegen und dann schrecklich abgerutscht. Dabei hat er sich einen Knochen gebrochen, der ihn letztendlich in die verdiente Rente begleitete.
Irgendwie habe ich einen Fehler gemacht, als ich mich nicht für so eine Karriere entschieden habe.
 
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