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Frauen und Pornografie

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Täglich mehrstündigen Konsum fände ich auch mehr als bedenklich... ebenfalls nicht aus Eifersuchtsgründen, sondern weil es einfach wie ein Suchtverhalten erscheint, als könne man ohne nicht mehr.

Ich selbst empfinde 90% solcher Filmchen auch eher als Abtörn und schau nur selten mal welche an und dann meistens nur eine bestimmte Art... und dann auch bevorzugt mit dem Partner zusammen. Aber wie gesagt, das kommt jetzt auch nicht so oft vor... habe ansonsten eine rege Fantasie und mein Kopfkino gefällt mir da oft einfach besser als diese Billigfilmchen 😆
Wenn Pornographie gleichbedeutend wäre mit "Billigfilmchen", würde ich dir zustimmen.
(Ich finde die Differenzierung, die Frauen gerne bezüglich dieses Themas vornehmen, interessant - Pornos = billig. Nur Sex. Eigener Sex = gleich gut, da "irgendwas mit Liebe". Durch die Gleichschaltung von Sex und Liebe werden Frauen seit Ewigkeiten verar***t.)
 
Würde meiner Frau nie was verbieten. Also generell. Eifersucht auch das Dümmste überhaupt. Manche denken, es wäre ein Zeichen von Wertschätzung oder gar Liebe, wenn der/die Partner/in eifersüchtig ist. Absoluter Quatsch. Gerade durch Einschränkung und Überwachung treibt man die Person von sich weg. Und außerdem: Wenn sie dich verarschen will, verarscht sie dich. Daher komplett sinnlos das Konzept. Vertrauen und Vertrauen geben. Gilt für Pornos genauso. Bloß weil wir in einer monogamen Beziehung sind, heißt es doch nicht dass sie andere Menschen unattraktiv findet. Sie soll Pornos schauen wenn sie das will, genauso wie ich das auch tun möchte, ohne das sie mir reinquatscht. Zusammen eh am liebsten. So viel zu einem "normalen" Konsum, wo man das Gefühl hat, dass nichts aus dem Ruder läuft.

Nimmt der Konsum sowohl von der Dauer als auch von der Häufigkeit bedenkliche Ausmaße an, würde ich definitiv intervenieren. Wie definiert sich "bedenkliche Ausmaße" ? Wie bei jeder Sucht, wenn es zum Zwang wird, nicht mehr dem Genuss dient, sondern allein der Befriedigung des Suchtdrucks. Genau wie bei Alkohol, Zigaretten, Solarium usw. usw., alles Dinge die ich meiner Partnerin niemals verbieten würde, bloß eindringlich einschreiten, sobald es bedenklich wird. Die Dosis macht das Gift.
 
Bisher bin ich angenehm überrascht, das auch Männer ihre Partnerinnen nicht unbedingt in Frage stellen würden, wenn diese sich auch außerhalb der gemeinsamen Sexualität Befriedigung holt. Das finde ich toll 🙂.
 
Nun, es gibt viele Männer, die das sogar durchaus positiv bewerten würden.

Ich erinnere mich da an ein Thema, schon länger her. Eine Frau beklagte sich darüber, dass ihr Freund obsessiv Pornos schaue und da besonders welche, in denen die Darstellerinnen ein besonderes körperliches Merkmal hatten, welches der TE abging. Dort war die vorwiegende (männliche) Meinung, sie solle sich nicht so haben. Als ich die Frage stellte, wie es sich denn verhalte, wenn die eigene Freundin denn plötzlich mastubierte zu Männern, die Attribute aufweisen, die man selbst nicht erfüllt, änderte sich das plötzlich und es folgten Reaktionen, die von Kränkung sprachen.

Deswegen mein Interesse. Woher diese Ambivalenz kommt.
 
Für micht ist da eben wirklich das Maß entscheidend.
Ein derart ausgedehnter Konsum (täglich, über Stunden) würde mir da schon etwas "krankhaft" erscheinen.
Und im Falle, dass man mit einem Partner zusammenlebt, auch bedenklich. Ich meine, mir würden da zig andere Wege zur "Befriedigung" einfallen, wo auch noch beide ihren Spaß dran hätten.
Wenn es da jeder vorziehen würde, sich lieber zurückzuziehen und anhand von solchem Material selbstzubefriedigen, würde ich ganz klar sagen, dass da in der Beziehung auf der sexuellen Ebene irgendwas gewaltig nicht hinhaut.
 
Ich erinnere mich da an ein Thema, schon länger her. Eine Frau beklagte sich darüber, dass ihr Freund obsessiv Pornos schaue und da besonders welche, in denen die Darstellerinnen ein besonderes körperliches Merkmal hatten, welches der TE abging.

Ich glaube, ich weiß welchen Thread Du meinst.

Dort war die vorwiegende (männliche) Meinung, sie solle sich nicht so haben.

Hm, also meine Erinnerungen sind da andere, der TE wurde unisono geraten, sich zu trennen. Aber vielleicht meine ich einen anderen Thread.

Als ich die Frage stellte, wie es sich denn verhalte, wenn die eigene Freundin denn plötzlich mastubierte zu Männern, die Attribute aufweisen, die man selbst nicht erfüllt, änderte sich das plötzlich und es folgten Reaktionen, die von Kränkung sprachen. Deswegen mein Interesse. Woher diese Ambivalenz kommt.

Da bin ich überfragt; wahrscheinlich spielen da Verlustängste eine Rolle, dass die Partnerin "etwas besseres" eben besser finden könnte.
 
Diese Ambivalenz kommt aus meiner Sicht daher, dass die meisten Menschen gerade auf diesem Gebiet der Sexualität ambivalent sind, oft ohne es sich bewusst zu machen. Da ist das, was frau/man gut finden will, gut finden sollte und gut finden könnte, wenn sie/er denn darum wüsste. Dann gesellen sich noch Unwissenheit, Vorurteile, Erziehung und seltsame Zufälle dazu und schon fällt es schwer, über so manches zu reden, weil man sich eben gerade nicht in einer Ecke wiederfinden will, in die einen das Gegenüber womöglich stellt.

Über Jahrhunderte hat der Mensch versucht, sich und anderen die Sexualität zu vermiesen und auszutreiben. Hat es funktioniert? Ich denke nein. Aber wie bei jeder Gegenbewegung fällt der Ausschlag in die andere Richtung zuweilen zu heftig aus. Sind Pornos das Problem? Wenn ich sehe, was da gerade an virtuellen Welten Marktreife erlangt, angefangen von 3D-Filmen mit Rundumblick, über Handschuhe und Ganzkörperanzüge, die einem durch Druckluft ein Tastempfinden vermitteln, bis hin zu ferngesteuerten Sextools und je nach Vorliebe anpassbare Drehbücher in einer Qualität, die durchaus gut ist, dann kommt die eigentliche Verführung erst noch auf uns zu. Wenn man seine eigenen Phantasien interaktiv umsetzen kann und die Antworten und Reaktionen durch KI der Wirklichkeit immer näher kommen, dann entsteht ein Suchtpotential, mit dem man in der Realität nur noch schwer mithalten kann. Das ist ein Multi-Milliarden-Markt. Porno-Filmchen war sowas von vorgestern. Und wer das gut findet, ist ein Seelenkrüppel?

Vielleicht haben die sexuellen Phantasien doch eine Berechtigung, die nicht gleich auf das Abschaffen oder die Konkurrenz eines realen Partners abzielen. Ich möchte auch nicht von einer virtuellen Schönheit abgeschafft werden. Aber wenn das einfach deswegen normal wird, weil es verfügbar wird? Fastsex wie Hamburger? Ich denke, dass es zu dieser Alternative kommen wird, egal wie gut oder schlecht wir das heute finden.

Kennt jemand von euch das Spiel "Second Life"? Ich möchte keine Werbung dafür machen, aber es zeigt in einer zumeist jugendfreien Version schon beim Titelbild, wohin die Reise geht. Und man kann durchaus interessante Erweiterungen erwerben. Ob das "krankhaft" werden kann? Ganz sicher, wenn man nicht aufpasst. Und selbst wenn man aufpasst, sind der Reiz und die Gefahr verdammt hoch.

PS: @Fantafine: den Satz, "sie solle sich nicht so haben", empfinde ich als eine derbe Gefühl- und Gedankenlosigkeit und er zeigt mir, dass es da jemandem erheblich an Einfühlungsvermögen und Weitsicht fehlt. Aber durch solche Sprüche werden die eigenen Denkfaulheiten offenbart und zumindest besteht die Chance, dazuzulernen.
 
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