Hallo, ich bin 28 und habe eine liebe Frau kennengelernt, sie arbeitet bei einer großen Firma und verdient fast doppelt soviel wie ich.
Wir verstehen und blendend und haben gemeinsame Interessen, und ich bin auch nicht blöder als sie wenn man so will.
Ich bin auch wirklich nicht neidisch, nur könnte ich mir vorstellen, dass sie mit mir vielleicht nicht zusammenkommen will, weil ich eben nur normaler Angestellter bin.
Hätte das eurer Meinung nach eine Chance ?
Wenn die Frau charakterlich was taugt, und davon gehe ich aus, hat es auf jeden Fall eine Chance. Und ich fände es jammerschade, wenn ihr euch diese Chance wegen gegenseitiger Vorbehalte nicht geben würdet! Wenn sie dich nur deswegen ablehnt, weil du deutlich weniger verdienst als sie, kannst du sie vergessen; denn dann taugt sie nichts, sondern ist einfach nur arrogant.
Es kommt doch darauf an, dass zwischen euch die Chemie stimmt, gegenseitige Anziehungskraft besteht und es genügend Übereinstimmungen in Grundeinstellungen und Interessen gibt. Dabei spielen das jeweilige Einkommen und der Bildungsabschluss nur eine Nebenrolle. Jemand ohne Abitur und Studium kann so aufgeschlossen und interessiert sein, dass er gebildeter und als Partner interessanter ist als so mancher Schmalspurakademiker. So etwas merkt man doch im Umgang ganz schnell. Es kommt immer auf den jeweiligen Einzelfall an. Und es ist doch auch für einen Akademiker mit gutem Einkommen schön, seinen Horizont zu erweitern und nicht nur in akademischen Kreisen zu verkehren, die mitunter sehr versnobt und langweilig sein können.
Ich habe selbst ein abgeschlossenes Hochschulstudium und ein gehobenes, wenn auch nicht superhohes Einkommen. Ich käme niemals auf die Idee, einen Mann als Partner auszuschließen, nur weil er weniger verdient als ich oder eine weniger qualifizierte Ausbildung bzw. einen geringeren Bildungsabschluss hat. Mir käme es ausschließlich auf die genannten Übereinstimmungen an und darauf, dass ich mich darauf verlassen kann, von meinem Partner Rückendeckung in allen Lebenslagen zu haben und mich bei ihm auch mal fallen lassen zu können. Wenn diese Voraussetzungen gegeben wären, wäre alles andere nebensächlich. Materialistisch eingestellt war ich ohnehin noch nie und brauche keinen Partner als Versorger. Zumal ich meinen Beruf wirklich gern ausübe.
😀
So werden viele gut qualifizierte Frauen empfinden, vielleicht auch die, die du ins Auge gefasst hast.
😉
Ich hätte höchstens umgekehrt die Sorge, dass ein Mann, der deutlich weniger qualifiziert ist und deutliche weniger verdient als ich, mich argwöhnisch betrachten und aufgrund von Vorurteilen und Klischeedenken für "eingebildet", "eine Nummer zu groß" für ihn oder für eine typische eiskalte Karrierefrau halten könnte. Und dass dann beim ersten Streit gehässige Bemerkungen in diese Richtung kommen könnten. Ich bin allerdings insoweit auch ein gebranntes Kind, da ich in meiner Verwandtschaft weit und breit die erste war, die zum Gymnasium gehen und studieren durfte. Da habe ich mir schon einiges anhören müssen,
🙄 fühle mich bis heute teilweise als Randfigur, die nicht richtig dazu gehört, und möchte so etwas in einer Partnerschaft natürlich nicht auch erleben. Auch nicht, dass ich bestimmte Fremdwörter und Redewendungen nicht gebrauchen und im Lokal keine Gerichte mit fremdsprachlichem Namen bestellen darf, weil es dem Partner zu "hochgestochen" und "überkandidelt" wäre.
Aber es liegt ja schließlich zu einem guten Teil am Partner, einem solche Sorgen und Befürchtungen von vornherein zu nehmen....
😉 Und ich bin zuversichtlich, wenn du aufrichtiges Interesse an dieser Frau hast, wird dir das auch gelingen.
Also: Nur zu! Ich wünsche dir viel Glück!
🙂