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Fragmentiertes Selbst | Keine (berufliche) Identität

Meine Antwort wird dir vielleicht nicht gefallen, aber....

Mit dem eigenen Beruf glücklich zu sein, ist eine Illusion und nur wenige können sagen das sie ihren Traum leben. Denn dein Job ist erstmal dafür da das du Geld verdienst, um auf eigenen Beinen zu stehen.
Und wenn man nur vor sich hinlebt, kann man nicht erwarten das man schon irgendwie Karriere macht. Karriere bedeutet Arbeit und kommt nicht von alleine.

Und seine Identität über seinen Job zu definieren, halte ich für Quatsch. Du bist auch wer, ohne das du eine Karriere vorweisen kannst. Und ich fände es äußerst traurig, wenn man mich oder ich mich selbst, nur durch meinen Beruf profilieren würde.

Was glaubst du wie viele Menschen ihr Job ankotzt oder die Kollegen S**** sind?
Aber du bist nicht der Job, und deine Kollegen sind nicht deine Freunde.

Und ob deine Eltern nun an allem Schuld sind, oder irgendjemand anderes. Die kannst du für die Vergangenheit verantwortlich machen, aber nicht für deine Zukunft.
Such dir einen Job, damit du finanziell auf eigenen Beinen stehen kannst. Zieh Zuhause aus und sei dein eigener Herr.

DU musst etwas ändern und bereit sein, deinen A**** hochzukriegen. Und manchmal heißt es halt auch, das man einen scheiß Job hat, um erstmal vorwärts zu kommen.
 
@unschubladisierbar
Naja das verstehe ich schon alles. Aber der Job soll ja irgendwie auch ein Leben finanzieren können, und dann kommt natürlich dazu, dass ich für einen Scheißjob umziehen soll. Denn hier geht es nicht.
Und ich sehe noch nicht wie ich durch einen Scheißjob vorwärts komme.
Es geht mir eher um die mittelfristige Perspektive. Klar nehme ich den nächstbesten Job an, aber das ist keine Lösung für die Fragen.
 
Naja das verstehe ich schon alles. Aber der Job soll ja irgendwie auch ein Leben finanzieren können, und dann kommt natürlich dazu, dass ich für einen Scheißjob umziehen soll. Denn hier geht es nicht.
Und ich sehe noch nicht wie ich durch einen Scheißjob vorwärts komme.
Es geht mir eher um die mittelfristige Perspektive. Klar nehme ich den nächstbesten Job an, aber das ist keine Lösung für die Fragen.
Und dein Leben lässt sich auch mit einem Scheiß Job finanzieren. Und manchmal muss man auch für einen Job oder Scheiß Job umziehen. Aber er bringt Geld und der Umzug bedeutet auch, eine eigene Wohnung. Und das wäre erstmal der erste Schritt.

Und deine Fragen sind eher irgendwas zwischen kryptisch und melodramatisch und kann dir hier keiner beantworten. Was man dir aber sagen oder beantworten kann; wie du die Zukunft angehst und was nur eine Illusion ist (und nebensächlich). Und was du erstmal tun musst, um aus deinem Trott rauszukommen...
 
Mein Fehler, dass ich dachte es geht hier um psychische Themen. Mal ganz ehrlich, auf was für ein Niveau sind denn inzwischen die Beiträge in diesem Forum gesunken? Sehr viele passiv-aggressive Sprüche und Binsenweisheiten.
Ich habe nicht danach gefragt wie man seinen Traumberuf findet.
 
Es geht um die Frage, wie man innere Klarheit findet nach CPTSD.
Ich bilde mir ein, deine Frage zu verstehen, die ist mMn gar nicht so kryptisch oder melodramatisch.
Die Anhaltspunkte für das "wie" finden sich allerdings nur in dir.

Grabe dazu ein wenig in deiner Vergangenheit, was hat dich früher total fasziniert, was ging dir immer leicht von der Hand?
Auf welche Erfolge (minikleine bis große) von dir schaust du gerne?
Welche beständigen Eigenschaften werden dir vom Außen zugeschrieben, guck da mal in deine Arbeitszeugnisse und befrage dein Umfeld, z.B. Freunde und wohlgesonnene Verwandte.
Welche Menschen oder Gruppe von Menschen inspiriert dich? Sprich mit solchen Menschen, sei neugierig.

Möglicherweise ist jetzt Zeit für eine Art tabellarischen Selbstfindungskurs, also evtl. mit einem Workbook zu arbeiten:

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(Nur ein Beispiel)
 
@Drölfchen
Danke für deinen Beitrag.
Ich fange tatsächlich in der Therapie gerade mit Körperarbeit an.
Ich habe auch schon Listen gemacht zu Interessen, Erfahrung, Wünsche, etc. Aber kann das noch nicht wirklich in eine Identität übersetzen. Habe auch Bücher gelesen, und da wurde Identität definiert aus Funktion (Beruf), wie man sozial interagiert und wie man die Welt erlebt.
Die beiden letzteren konnte ich in der Therapie schon sehr gut bearbeiten.

Und ich denke im Beruflichen ist das Problem, dass ich immer irgendwelche Jobs gemacht habe die halt sinnvoll oder möglich waren (musste ja auch die Miete bezahlen). Aber ich hatte dabei nie wirklich eine Strategie/Plan oder eine intrinsische Motivation, weil ich immer im "Überlebensmodus" war. Das fällt mir jetzt eben auf die Füße, weil ich "alles und nichts" gemacht habe. Und der Arbeitsmarkt ist aktuell härter denn je. Und die mögen so was gar nicht. Deswegen geht's mir auch nicht darum wie ich schnell einen Job bekomme, sondern wie ich das jetzt für die Zukunft ändern kann, nicht immer nur "Gelegenheitsjobs" zu machen.
 
Und ich denke im Beruflichen ist das Problem, dass ich immer irgendwelche Jobs gemacht habe die halt sinnvoll oder möglich waren (musste ja auch die Miete bezahlen). Aber ich hatte dabei nie wirklich eine Strategie/Plan oder eine intrinsische Motivation, weil ich immer im "Überlebensmodus" war. Das fällt mir jetzt eben auf die Füße, weil ich "alles und nichts" gemacht habe. Und der Arbeitsmarkt ist aktuell härter denn je. Und die mögen so was gar nicht. Deswegen geht's mir auch nicht darum wie ich schnell einen Job bekomme, sondern wie ich das jetzt für die Zukunft ändern kann, nicht immer nur "Gelegenheitsjobs" zu machen.
Finde deinen eigenen roten Faden in deinem beruflichen Lebenlauf, den wird es geben.
Da sind Dinge aus deinen bisherigen Jobs immer deckungsgleich, schau da mal genau hin.

Vielleicht hilft dir ein Perspektivwechsel.
Du hast "alles und nichts" gemacht - und das war gut, so hast du überlebt und viele unterschiedliche Erfahrungen gesammelt.
Du hast sinnvolle und mögliche Jobs angenommen, immer der Situation entsprechend - du hast realistisch, flexibel und äußerst anpassungsfähig gehandelt.

Naja, und vor 20 Jahren war der Arbeitsmarkt härter und rigider als heute. Heute gibt es nach meiner Erfahrung mehr Raum und Gehör für eine gute Argumentation des Lebenslaufs und für die individuellen Stärken.
 
Ich habe auch schon Listen gemacht zu Interessen, Erfahrung, Wünsche, etc. Aber kann das noch nicht wirklich in eine Identität übersetzen
Das will im Körper ankommen, gespürt und integriert werden, damit das Bewusstsein dann die Identität fühlt und kennt, du das sein kannst, das nach außen trägst und dein Selbst klar zeichnen und beschreiben kannst.
Ein Prozess, der "etwas" Zeit brauchen wird...
 

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