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Fragen zum BAB + Überbrückungsdarlehen

Dv230

Mitglied
Hallo alle zusammen,

erstmal möchte ich meine Situation schildern und was ich schon alles so gemacht habe..

Ich lebe zur Zeit noch bei meinen Eltern/ Freundin. Bin 18 Jahre alt. Hatte bis vor kurzen noch Schule(Jetzt Ferien). Habe bei Netto gearbeitet neben bei. Und war auf der Suche nach einer Ausbildung.

Zu erst habe ich mir eine Ausbildungsstelle gesucht:

Fange ab dem 1.8.14 eine Ausbildung als Chemikant bei der MC Bauchemie in Bottrop an.
-> 3,5 Jahre
-> 836€ Brutto im ersten Jahr
-> 8 Stunden Tag /40 Stunden Woche

Das Problem ist/war ich wohne noch in Wesel ! Die Hin- und Rückfahrt dauert zusammen über 2,5 Stunden. (Zu lange für mich)

Also habe ich mir eine Wohnung gesucht die in der Nähe meiner Ausbildung ist. Habe leider erstmal nix passendes gefunden bis ich auf eine kleine Wohnung in Gladbeck gestoßen bin.
-> 40 qm groß
-> Gute zentrale Lage( Anbindung ist gut zum Bahnhof / 3-5 min Fußweg)
-> Bezahlbar ! :) ( 314€ warm + 400€ Kaution + 50€ Strom + 30€ Telefon&Internet )

Was habe ich also schon ?

-> Den unterschriebenen Mietvertrag
-> Eine Bewilligte Kautionsbürgschaft von der R&V-Versicherung
-> Einen unterschriebenen Ausbildungsvertrag
-> Den ausgefüllten BAB-Antrag( Unterlagen fehlen noch)
-> Umgemeldet bin ich auch schon

Was fehlt mir noch ?

-> Geld ( Für den Umzug, zum renovieren, Küche, Bad und für die ersten 2 Monate Lebensunterhalt)
-> Ein Ticket um von Wesel nach Gladbeck zu fahren um Anträge zu stellen ect...

Die Finanzen:


Einnahmen:
-> 360 -400 Netto-Gehalt
(-> 184€ Kindergeld ab dem 1.08.14)

Ausgaben:
-> 60€ Kreditschulden
-> 70€ Handy
-> Dazu kommen noch Restschulden von nicht gezahlten Raten : 130 €
-> 150€ ( Lassen nicht mit sich reden)
-> 22€ Verein + Restschulden in Höhe von 70€

Kurze Anmerkung: Mir sind meine Schulden sehr peinlich! Keine Frage das ich sehr schei** gewirtschaftet habe, aber dafür ist es leider zu spät ! Ich habe daraus gelernt und Versuche nun alles wieder zu reparieren..

Ich muss jetzt noch die Kautionsbürgschaft in Höhe von 50€ zahlen (einmal im Jahr), habe aber leider überhaupt kein Geld mehr aufem Konto!

Die Frage ist jetzt was kann ich tun =? Welche Anträge kann ich stellen ? Und wie soll mein Leben weiter gehen ?

In 10 Tagen muss ich von zuhause raus !

PS. Bekomme noch 2x mal Gehalt von Netto in ca. 380€ Höhe von denen ich die Miete zahlen muss.. Da ich mein erstes Gehalt am 15.09 bekomme.
 

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juka

Aktives Mitglied
Ja soweit hab ich das schon verstanden. Im Titel steht was von BAB und Überbrückungsdarlehen. Ging es dir darum oder welche Förderungen es sonst noch so gibt. Brauchst du langfristig Geld oder jetzt kurzfristig um deinen Umzug auf die Reihe zu bekommen. Solche Sachen dauern ja für gewöhnlich ne Zeit, bis sie bearbeitet werden.
 

Dv230

Mitglied
Also BAB bin ich grade dabei zu beantragen.. Mir geht es jetzt um eine kurzfristige Finanzspritze.. Und ob es so etwas villt. in Form eines zinslosen Darlehen gibt.. ? :)
 

Findefuchs

Moderator
Teammitglied
Den BAB wirst du wahrscheinlich bekommen, soweit ich es noch im Kopf habe (musste da auch mal durch). Das Problem ist eher, dass du aufgrund deiner vermutlich wenigen Sicherheiten kein Darlehen bekommen wirst, zumindest bei keinem seriösen Anbieter. Also lass bitte die Finger von diesen zwielichtigen Unternehmen, die einfach sowas anbieten. Und Zinsen wird es dabei wohl immer geben, die wollen ja auch was dran verdienen.

Das Wohngeldamt wird wegen dem BAB nicht einspringen.

Und so im großen und ganzen: auch wenn deine Schulden für einen Azubi viel sind, wenn du später ein normales Gehalt verdienst und vorerst mal weniger Geld ausgibst, kannst du das meiner Meinung nach leicht wieder ausbügeln. Oder kannst du deine Eltern darum bitten, die ein zinsloses Darlehen zu geben (die Zinsen sind oft auch ein Problem)? Wenn die an deiner Zuverlässigkeit zweifeln, kannst du ja mit ihnen einen Vertrag machen.

Ansonsten könntest du deinen Betrieb um Erlaubnis fragen, ob du zusätzlich noch einen Nebenjob für 1-2 Monate annehmen darfst. Muss ja nichts spektakuläres sein. Oder dass du eben zusätzlich mehr arbeitest oder irgendwas machst, damit du mehr Geld verdienst.

Wenn es um deine bloße Existenz geht (Nahrung): würde ich einfach mal bei Gemeinden anfragen. Bei uns z. B. bekommt man eine "Notspende", wenn man wirklich in einer Notlage steckt. Das sind dann schonmal ein paar Kröten, um den Kühlschrank und den Magen zu füllen. Vielleicht geht auch was bei Der Tafel, keine genaue Ahnung.
 

juka

Aktives Mitglied
Ich hab ein bisschen gegoogelt. Für kurzfristige Unterstüzung sieht das leider sehr mager aus. Es gibt vom Bund einen Bildungskredit, den bekommst du aber frühestens 24 Monate vor Ausbildungsende.

Bafög gibts nicht, da die ausbildung betrieblich ist.

Ich denke auch, dass die erste Anlaufstelle deine Eltern sein sollten. Und nebenbei noch eine Anmerkung: Wie schaffst du es 70€ im Monat fürs Handy auszugeben??! Da läuft aber ganz schön was schief.
 

Dv230

Mitglied
Danke erstmal für die schnellen Antworten..

@Findefuchs:

Den BAB wirst du wahrscheinlich bekommen, soweit ich es noch im Kopf habe (musste da auch mal durch).
-> Darüber mache ich mir auch keine Sorgen..


Das Problem ist eher, dass du aufgrund deiner vermutlich wenigen Sicherheiten kein Darlehen bekommen wirst, zumindest bei keinem seriösen Anbieter. Also lass bitte die Finger von diesen zwielichtigen Unternehmen, die einfach sowas anbieten. Und Zinsen wird es dabei wohl immer geben, die wollen ja auch was dran verdienen.
-> Ein Kredit habe ich ja leider schon von damals am laufen.. Ich meinte gehört zu haben das die Arge einen sogenannte "Zinslose Darlehen" gibt, die man nach der Hilfsbedürftigkeit in voller Höhe zurückzahlt.


Und so im großen und ganzen: auch wenn deine Schulden für einen Azubi viel sind, wenn du später ein normales Gehalt verdienst und vorerst mal weniger Geld ausgibst, kannst du das meiner Meinung nach leicht wieder ausbügeln. Oder kannst du deine Eltern darum bitten, die ein zinsloses Darlehen zu geben (die Zinsen sind oft auch ein Problem)? Wenn die an deiner Zuverlässigkeit zweifeln, kannst du ja mit ihnen einen Vertrag machen.
-> Wie gesagt ab dem 15.09 ist alles erstmal in Ordnung.. nur die Zeit bis dorthin weiß ich nicht zu überbrücken... Fakt ist: Ich stehe in 1 Woche vor einer unrenovierten, leeren Wohnung ohne Essen und Trinken ! Was kann ich also jetzt tun.. ? Die Leute beim Amt wollten mir nicht so recht helfen.. :(


Ansonsten könntest du deinen Betrieb um Erlaubnis fragen, ob du zusätzlich noch einen Nebenjob für 1-2 Monate annehmen darfst. Muss ja nichts spektakuläres sein. Oder dass du eben zusätzlich mehr arbeitest oder irgendwas machst, damit du mehr Geld verdienst.

->
Habe ich schon gemacht und der Betrieb ist einverstanden.. Nur Möchte ich erstmal meine Probezeit abwarten bevor ich ein Nebenjob anfange..


@juka:

Ich denke auch, dass die erste Anlaufstelle deine Eltern sein sollten.
-> Meine Eltern und das weiß ich jetzt schon werden mir nicht helfen.. Leider keine Diskussion möglich :( ISt halt Leider so...


Und nebenbei noch eine Anmerkung: Wie schaffst du es 70€ im Monat fürs Handy auszugeben??! Da läuft aber ganz schön was schief.
-> Ich klär dich kurz auf.. Der Vertrag ist von BASE für im Monat 40€ + 10€ Handy dazu habe ich den Fehler gemacht eine Flat zu buchen die nochmal 20€ kostet.. Leider habe ich erst später erfahren das man diese nicht wieder abbuchen kann.. :'/ Dummheit schützt vor Strafe nicht..
 
C

chrismas

Gast
Die Frage ist jetzt was kann ich tun =? Welche Anträge kann ich stellen ? Und wie soll mein Leben weiter gehen ?

In 10 Tagen muss ich von zuhause raus !
Fahre zum Jobcenter, wo du gemeldet bist und gebe dort sämtliche relevanten Sachen ab, die nötig sind

Formulare Arbeitslosengeld II - www.arbeitsagentur.de

Hiervon brauchst du den Hauptantrag, die Anlage für die KdU und die Anlage EK.

Da du die Kaution offensichtlich schon geleistet hast und der Umzug schon vorgenommen wurde, kannst du diese Kosten nicht mehr vom Jobcenter bekommen, nicht einmal Darlehensweise. Für den aktuellen Monat wirst du auch nur ab Antragsabgabe Geld erhalten und für den Monat August wird es darauf ankommen, wann wieviel Geld auf dein Konto fließt (es handelt sich dabei um das Zuflussprinzip, das bedeutet, wenn du im Monat August bereits BAB, Ausbildungsvergütung usw bekommst, wirst du sehr wahrscheinlich nach deiner Ausbildung aufgrund deines BAB Bezuges das Geld zurückzahlen müssen und für den Monat Juli wird nur das angerechnet, was du aus deiner Nebentätigkeit verdient hast)
 

Findefuchs

Moderator
Teammitglied
Ich finde, wenn die Existenz massiver gefährdet ist, weil dringend Essen her muss, würde ich der Probezeit nicht mehr die allerhöchste Priorität einräumen ... Ich denke, wenn man sich bemüht und pflichtbewusst ist, kann man auch am Wochenende nebenher was dazuverdienen. Muss ja nichts besonders forderndes sein, sondern einfach was, was Geld reinbringt. Wenn der Betrieb sein Okay gegeben hat, dann umso besser.

Ansonsten: wirklich gute Freunde unterstützen da einen. In meiner Ausbildungszeit hatte ich, weil ich alles selbst tragen musste (auch die hohen Fahrtkosten oder Fachliteratur) phasenweise einen leeren Kühlschrank und leeren Geldbeutel. Und damit meine ich wirklich leer, nicht nur einfach weniger Geld oder nur Brot und Nudeln zum Essen. Eine sehr liebe Freundin von mir hat dann immer wieder für mich mitgekocht oder mir Essen vorbeigebracht (sie hat bei mir damals fast um die Ecke gewohnt) und im Prinzip ist es kein massiv hoher finanzieller Aufwand, eine Portion mehr mitzukochen. Auch hat sie mir ab und zu Geld geliehen, das habe ich immer komplett zurückgezahlt, aber halt öfters erst 1-2 Monate später, war aber kein Problem für sie. So eine Vertrauensbasis sollte in einer guten Freundschaft bestehen und auch für schwere Zeiten sind Freunde da. Und ich würde das gleiche jederzeit für meine Freunde ebenfalls tun, das ist für mich Ehrensache.

Wenn du aber wirklich niemanden hast, dann wende dich ernsthaft mal an deine Gemeinde und sage denen deine Notlage. Wie gesagt, bei uns bekommt man dann eine Notspende. Und informier dich mal bei der Tafel, vielleicht kann jemand in deiner Situation auch Essen bekommen. Die Caritas usw. haben ja auch eigentlich Hilfsangebote, vielleicht können die dir mehr raten oder Anlaufstellen nennen. Da musst du halt über deinen Schatten springen. Übrigens gibt es ja auch Sozialkaufhäuser. Da bekommst du sehr günstig Einrichtungsgegenstände, auch wenn man arbeitet.

Es geht hier meines Erachtens nach weniger um die Schulden. Die sind wirklich nicht gigantisch hoch und mit einem normalen Gehalt und etwas Sparflamme hat man das schnell wieder ausgebügelt. Es geht hier für mich mehr darum, dass der Kühlschrank vorerst mal voll wird und man nicht fertig und hungrig in einer leeren Bude hockt.
 

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