Hey,
ich möchte mich jetzt hier doch mal zu Wort melden und scheiben, wie was bei mir ankam.
Also:
Borderline Syndrom ist schon deshalb für den Therapeuten ein Alptraum, weil Borderline-Patienten dafür bekannt sind, dass ihre erste begeisterung für eine Therapie bzw. den Therapeuten meistens sehr bald in totale Alblehnung umkippt (und sich einen neuen sucht), so dass alle Anstrengungen des Therapeuten entwertet werden. Sehr frustrierend für Therapeuten.
Ich kann nicht genau sagen, ob ich B bin, doch als ich das gelesen habe, fühlte ich mich "angegriffen". Ein Alptraum, toll, wer will schon einen Alptraum haben, geschweige denn sein?!...😱 Ja, und dann suchen "wir", "sie" sich auch immer einen neuen Therapeuten, frustrieren den Therapeuten...
Zuerst einmal erfuhr ich von so manch einem Borderliner, dass nicht jeder andauernd T.wechsel macht. (Dies kenn ich aber auch von Menschen, die definitiv kein Borderliner sind, und trotzdem öfters gewechselt haben. Also ich muß z.B. wechseln, weil ich bei meinem Theapeuten keine Stunden mehr erhalte und ich die Wartezeit zu überbrücken versuche. Meine Schwägerin mußte z.B. wechseln, wil es der Therapeut ihr nahegelegt hat, jetzt mit ner Frau weiter zu machen. Da sie mit der einen irgend wie nicht reden konnte, soll es ja gebnen, ging siae zu einer anderen...
Abgesehen davon weiß man nicht von Anfang an, wie ein Therapeut ist, komme ich, wir miteinander zurecht, kann ich mich ihm öffnen? Dies braucht oft mehrere Stunden. Kurz gesagt sehe ich dieses "Problem des wechselns" nicht nur bei Borderlinern!
Selbst wenn alle Anstrengungen des Therapeuten "entwertend und frustrierend waren oder sind", ich bin mir sicher, dass dies vom Klienten nicht beabsichtigt ist. Schließlich gehen wir ja zu ihnen, um Hilfe zu erlangen. Abgesehen davon, für meinen damaligen Therapeut war ich dann wohl auch "der Albtraum", denn er mußte gestehen, dass er bei mir nicht weiter kam, seine ganze Mühe wohl nicht genutzt hat...🙁 Natürlich dachte ich da über schlechtes Gewissen nach... Habe ich vielleicht nicht die Hilfe richtig annehemen können? Nicht "mitgeholfen"? Wie auch immer, sowas kann passieren. Klar versteh ich, dass es für einen Therapeuten sehr schwer und "frustrierend" sein kann, nicht weiter zu wissen, nicht genug "geschafft" zu haben, das steht wohl auch nicht zur Frage. Doch kommt es hierbei auf die Wortwahl an. Wenn mir z.B. ein Therapeut sagt, ich sei für ihn der Albtraum, dann greift er somit mich an, so empfinde ich es zumindest. Sagt aber ein Therapeut, sorry, er weiß nicht mehr weiter, findet keinen Weg mehr mit bzw, für mich, nehme ich dies ganz anders auf.
Gut, offenes Ohr, du hast teilweise zitiert, obwohl du nicht alles zitiert hast...
"Engel 90" beschreibt den Albtraum in einem ganz anderem Zusammenhang. Ihr Mann brachte sich um und sie erfuhr, dass er B. hatte. Noch unverständlich sitzt sie nun hilflos da, für sie ein "Albtraum", dass sie nicht hatte helfen können... in diesem Zusammenhang irgen wie "verständlich".
Ich möchte jetzt aber nicht länger drauf rumreiten, einfach nur sgen, wie es bei mir ankam. Du hast dich entschuldigt. Doch sehe nicht jeden Borderliner als gleich an, auch nicht jeder verwüstet die Wohnung😉
Zum Schluß möche ich noch hinzufügen, dass es erst mal ja gar nicht darum ging, wie "belastend" ein Leben oder eine "Arbeit" mit einem Borderliner sein kann. Somit fand ich es auch absolut nicht unter dem Teppich gekehrt.
Doch finde ich es jetzt viel wichtiger, auf den Gast einzugehen.
Lieber Gast, konntest du mitlerweile für dich mehr Erfahrungen sammeln, oder brauchst du noch Unterstützung? Was möchtest du noch wissen, wie sind noch deine Fragen?
LG SN