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Flüchtlinge zuhause aufgenommen und es gibt Stress

Ich sehe es an mir. Ich wollte schon als Kind mein eigenes Zimmer haben. Bin froh wenn ich mir das Büro mit niemandem teilen muss, und bin zu Hause froh wenn der Besuch wieder fährt.

Falls es den meisten anderen auch so geht wundert mich nicht, dass solche Projekte in die Binsen gehen. 😆
 
Ich kann dich gut verstehen, wir haben vor einem Jahr auch eine ukrainische Mutter mit Tochter aufgenommen. Wir sind gut ausgekommen, waren etwa gleich alt. Das Problem mit dem Essen gab jedoch auch. Das Kind hat nur stark gezuckertes gegessen. Ganz ehrlich ich finde das super schlimm, ich habe nichts gegen naschen, aber jede Mahlzeit bestand nur aus Donut und Schoko. Sie hat auch immer wieder pur Zucker mit Löffel gegessen. Ich habe das dann schweren Herzens ignoriert, da es ja nicht mein Kind ist. Will mich da ja nicht einmischen. Es war jedoch eine sehr anstrengende Zeit. Der TV lief extrem laut von 8 Uhr morgens durchgehend auf russisch bis etwa 12 Nachts. Wir haben das immer wieder angesprochen, und leiser gemacht etc. es hat aber null Wirkung gezeigt. Die Wohnung wurde total in beschlag genommen, und ich bin mir zum Schluss selbst eher wie ein Gast vorgekommen. Es war nicht leicht, ich bin trotzdem froh über diese Erfahrung, und auch über diesen Austausch. Ich hatte jedoch zum Schluss echt kein nerv, habe mich nirgends mehr zurückziehen können. Die Verantwortung ne neue Wohnung und Spenden zu finden, den Umzug alleine zu organisieren hat echt kraft gekostet. Ich hatte zum Schluss auch einen Hörsturz, weil die ganze Geräuschkulisse einfach viel wurde. Ich bin dann oft spazieren gegangen, um bist abstand zu bekommen.
 
Ich hatte zum Schluss auch einen Hörsturz, weil die ganze Geräuschkulisse einfach viel wurde.

Und dann bist du froh über diese Erfahrung? Muss jetzt mal blöd fragen: stehst du auf monatelange Repressalien, Einschränkungen und Hörstürze? 🤔

Also wenn ich bei Dingen sehr schlechte Erfahrungen mache wünsche ich mir diese Schritte nicht gegangen zu sein. Bin aber auch kein Typ der sich gerne selbst Schaden zufügt.
 
Und dann bist du froh über diese Erfahrung? Muss jetzt mal blöd fragen: stehst du auf monatelange Repressalien, Einschränkungen und Hörstürze? 🤔

Also wenn ich bei Dingen sehr schlechte Erfahrungen mache wünsche ich mir diese Schritte nicht gegangen zu sein. Bin aber auch kein Typ der sich gerne selbst Schaden zufügt.
Klar blieb da einiges in nicht so toller Erinnerung, da sind auch noch paar andere Dinge gelaufen, die mir auch recht übel aufgestoßen sind. Ich war auch zum Schluss recht am Limit. Trotzdem würde ich sagen, dass ich in dieser Zeit sehr an dieser Herausforderung gewachsen bin. Ich habe gelernt meine eigenen Bedürfnisse mal hinten anzustellen (auch wenn das zu weit ging) Ich bin auch froh jemanden der weniger privilegiert ist geholfen zu haben. Ich glaube ich würde mich aber nicht nochmal dafür entscheiden. Helfen ja, aber nicht so nahe und auf ungewisse Zeit im Wohnraum. Habe auch einfach gesehen, wo meine persönlichen Grenzen sind.
 
Alles halb so wild, es war halt ein Fehler aus dem Du lernen solltest.

Dass Dankbarkeit nicht selbstverständlich ist habe ich leider auch schon öfter gehört.
 
Die Familie ist doch nicht bösartig. Die ganze Wohnsituation ist nichts für zwei unabhängige Familien. Das war doch von Anfang an klar, dass das nicht funktionieren würde. Und dass dann eure Kinder zurückstecken müssen, ist auch nicht gerade fair.
 
Die ganze Wohnsituation ist nichts für zwei unabhängige Familien. Das war doch von Anfang an klar, dass das nicht funktionieren würde.

Auf jeden Fall sehr schwierig, da müsste von beiden Seiten zurückgesteckt werden, damit es funktioniert.

Mir tun deine Kinder leid, dass sie ihr eigenes Zimmer aufgeben mussten und nicht mal fernsehen dürfen, was sie wollen, sondern auch da Rücksicht nehmen müssen.

Du könntest ihnen einen eigenen Fernseher ins Zimmer stellen, damit sie wenigstens schauen können was sie möchten, wenn sie schon auf das eigene Zimmer verzichten müssen.
 
Wenn es so weit ist, dass die eigenen Kinder sich für fremde Menschen im eigenen Haus massiv einschränken müssen, läuft gewaltig was schief. Als Kind würde ich mir das merken.
Zumal der Beitrag eine Familie aufzunehmen kein großer ist:
Sobald sie es nach Deutschland geschafft haben, sind sie in Sicherheit. Sogar schon in Polen.
 

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