Ich kann dich gut verstehen, wir haben vor einem Jahr auch eine ukrainische Mutter mit Tochter aufgenommen. Wir sind gut ausgekommen, waren etwa gleich alt. Das Problem mit dem Essen gab jedoch auch. Das Kind hat nur stark gezuckertes gegessen. Ganz ehrlich ich finde das super schlimm, ich habe nichts gegen naschen, aber jede Mahlzeit bestand nur aus Donut und Schoko. Sie hat auch immer wieder pur Zucker mit Löffel gegessen. Ich habe das dann schweren Herzens ignoriert, da es ja nicht mein Kind ist. Will mich da ja nicht einmischen. Es war jedoch eine sehr anstrengende Zeit. Der TV lief extrem laut von 8 Uhr morgens durchgehend auf russisch bis etwa 12 Nachts. Wir haben das immer wieder angesprochen, und leiser gemacht etc. es hat aber null Wirkung gezeigt. Die Wohnung wurde total in beschlag genommen, und ich bin mir zum Schluss selbst eher wie ein Gast vorgekommen. Es war nicht leicht, ich bin trotzdem froh über diese Erfahrung, und auch über diesen Austausch. Ich hatte jedoch zum Schluss echt kein nerv, habe mich nirgends mehr zurückziehen können. Die Verantwortung ne neue Wohnung und Spenden zu finden, den Umzug alleine zu organisieren hat echt kraft gekostet. Ich hatte zum Schluss auch einen Hörsturz, weil die ganze Geräuschkulisse einfach viel wurde. Ich bin dann oft spazieren gegangen, um bist abstand zu bekommen.