Also hier werden irgendwie zwei Sachen vermischt: Was hat denn UNSERE moralische Verpflichtung, Menschen in extremer Not zu helfen damit zu tun, dass in fundamentalistisch islamistischen Kreisen keine Menschenrechte eingehalten werden? Genau das ist doch der Grund, warum so viele Leute fliehen und sie kommen eben zu uns WEIL wir ihnen hier eben nicht die Rübe abhacken, wenn sie nicht zu 100% unsere Glaubenslieder singen.
Reicht leider nicht, geht höchstens ein Vierteljahr, dann mußt Du konvertieren. Auch das schützte bisher nicht jeden hilfreichen Mann dort vor dem Tod!!Die Vorschrift dazu steht mindestens in der Sure Treue.
Klar, ist das furchtbar, aber was bedeutet das für uns? Sollen wir es jetzt auch so machen?
Sollen wir uns jetzt auch so verhalten und sagen: Im Jemen würden sie einer Frau ohne Kopftuch auch nicht helfen, also helfen wir auch keinem
😕. Genau das ist es doch, was uns als freies Land ausmacht. Wir sollten es doch als Chance sehen, diesen Leuten zu zeigen, dass man auch in Freiheit leben kann.
Natürlich muss jemand, der irgendwohin als Gast kommt ein Mindestmaß an den dortigen Regeln einhalten. Das bedeutet für mich, dass man ihm die Möglichkeit gibt die Sprache zu verstehen und unsere Kultur kennenzulernen und dass er sich an die Gesetze hält- so wie es eben von JEDEM in unserem Land erwartet wird. Es heißt nicht, dass jemand seine eigene Kultur ablegen muss- aber der Rahmen wird eben durch die hiesigen Regeln gegeben.
Ist ja zB im Urlaub auch so.
Meiner Meinung nach ist es auch für niemanden ein Nachteil, eine fremde Kultur kennenzulernen und deren regeln zu wissen. Wir schicken unsere Kinder doch auch zum Schüleraustausch, damit sie genau das lernen: Es würde doch auch keiner sagen: "Dass Du aber in Frankreich ja nicht französisch redest- vergiss nicht, dass Du Deutscher bist - lass dich ja nicht von der anderen Kultur vereinnahmen". Es ist doch was gutes, wenn man neues lernt.
Genau das sollten wir von den Flüchtlingen "verlangen" und es ihnen aber auch "anbieten".
Man sollte jedoch nicht vergessen, dass man ihnen auch erstmal beibringen muss, was unsere Regeln sind. Woher sollen sie das denn sonst wissen?
Wenn man sie einfach nur in irgendwelche Flüchtlingsheime einpfercht und sie dort sich selber überlässt, kann das ja nix werden. Aber wenn man ihnen Leute zur Seite stellt, die mit ihnen arbeiten und ihnen unsere Welt näherbringen, dann werden es sicher auch viele annehmen. Man lernt eine neue Kultur nicht aus trockenen regeln, sondern nur durch den Kontakt mit Menschen.
Wer natürlich querschießt- für den habe ich auch kein Verständnis. Aber das sehe ich unabhängig, ob das jetzt ein Flüchtling ist, oder jemand von hier: Wer die Regeln kennt und absichtlich verstößt, der muss auch Konsequenzen tragen. So läuft es überall im Leben.