Wer zuerst haben will, daß Tiere würdig untergebracht werden und Tierheime genug Geld haben - bevor man an Menschen denkt, in dessen Koordination läuft einiges schief. Sowas ist - angesichts der Flüchtlingskatasrophe - menschenverachtend. Rechts und dumm.Darauf bezog sich mein ironischer Kommentar von gestern Abend. Man kann aber froh sein, daß solche Stimmen nur von wenigen wahrgenommen werden und die Politik ihre gesetzlcihen Aufgaben so gut wie möglich erfüllt. Und dazu gehört nun mal auch das Aufnehmen von Flüchtlingen.
@ Portion Control
Ich habe mich doch tatsächlich gewagt in meiner Aufzählung der Probleme die wir sonst in unserem Land noch haben, auch Tiere zu erwähnen.
Es ist doch so, Flüchtlinge sind in aller Munde.. anscheinend eines der wichtigsten Themen überhaupt im Moment.
Und das ärgert mich so.
Es gibt andere Probleme die wir haben. Die wir hier schon über Jahre haben und es noch immer keine Lösung gibt.
Sicher soll Deutschland Flüchtlinge aufnehmen. Dagegen sage ich nichts.
Trotzdem sollte man die Probleme nicht vergessen, die Menschen in diesem Land jetzt schon haben.
Dabei geht es auch um den sozialen Frieden.
Bei all dem Gutmenschentum darf man das einfach nicht vergessen.
Man kann natürlich sagen, das die 10000 Menschen bei der HoGeSa oder die anderen 10000 neulich in Dresden, das das alles nur Spinner sind.
Aber vielleicht sollte man einfach mal zuhören? Ängste ernstnehmen? Miteinander sprechen?
Vielleicht lässt es sich Menschen, die sich in Deutschland in Not fühlen, nicht einfach vermitteln, das Asylverfahren abgewiesen werden, die Menschen aber nicht abgeschoben werden.
Das es Einwanderung in die Sozialsysteme gibt?
Das die Flüchtlinge hier fast alles junge Männer sind, die mehrere tausend EUR für einen Schleuser ausgeben konnten?
Das es gar nicht die Frauen und Kinder sind, oder alte Menschen?
Erklär das der Familie der man gerade den Strom abgestellt hat weil diese die Nachzahlung nicht stemmen konnten.
Man kann versuchen Menschen die auf die Stasse gehen als rechte Spinner abzustempeln.
Aber das wird irgendwann gefährlich- und zwar für unseren sozialen Frieden.
Besser wäre es die Menschen bekämen den Eindruck, das die Politik sich genauso um Flüchtlinge kümmert wie darum das alte Menschen nicht unwürdig leben müssen.
Kinder ein warmes essen haben usw.
Wenn man das Geld aus den Projekten zieht, die alten Menschen helfen, aus den Projekten die Obdachlosen helfen, dann braucht man sich nicht wundern. Den Tierheimen das Geld für deren Grundaustattung wegnimmt.
Das darf nicht sein.
Man sollte Ängste der Mitmenschen ernst nehmen.
Auch Ängste vor steigender Kriminalität.
Es darf nicht der Eindruck enstehen, das das eine wichtig ist, aber die anderen vergessen werden.
Wenn du 10000 Menschen einfach als rechts und dumm bezeichnest, dann mag das keine Konsequenzen haben.
Wenn es aber dann eine Mio Menschen sind, die so denken, dann hast du ein Problem. Auch wenn diese Menschen wirklich dumm sein sollten.
Ich finde gerade dieses Gerede: Die 10000 die da friedlich demostriert haben, die sind alle dumm, sehr sehr gefährlich.
Dann hat man eine gute Ausrede warum man ihnen nicht zuhören muss, sie sind ja alle dumm, gelle?