Ich fahre auch zu Terminen und Therapie eine stunde lang...mus umsteigen usw...ich habe auch starke psychische probleme, mein alltag wächst mir auch oft über den kopf, gerade wegen irgendwelche zustände in mir, black outs usw. Ich wundere mich oft das ich überhaupt immer bei meiner Thera ankomme, also wenn man will geht alles. Da bereitet man sich eben am vorabend vor, wenn man oft dann da hingeht, muss man gar nicht viel vorbereiten, man steht eben früh genug auf, stellt sich eben viele wecker, damit man aufwacht. Und ich weis wie depressionen sich anfühlen, wenn man nicht aus dem bett kommt, man auch körperliche schmerzen hat, und am liebsten nur noch sterben möchte.
Wenn man nur noch 3x die Woche was isst und oft erst um 17 Uhr aufwacht, dann geht gar nichts. Du weißt übrigens überhaupt nicht wie sich meine Depression anfühlt. Genauso wenig wie ich deine kenne.
Ich war auch oft hier gesessen und wollte nur noch ins bett, war verzweifelt, hätte los geheult, nehme trotzdem irgendwie die kraft noch eine stunde hin zu fahren, auch wenn mein körper laut schreit ruhe will nicht. Aber ich weis auch wenn man nur die einfache schine wählt, immer im bett bleibt und dem gefühl nachgibt, das nichts besser wird. Es wurde auch besser, den ich habe an mir gearbeitet, früher war ich genauso wie du, hab immer ausreden gehabt, aber heute versuche ich es wenigstens auch wenn es mir scheiße dabei geht und ich kotzen könnte.
Das hat nichts mit "einfacher Schiene" zu tun, wenn ich es psychisch und körperlich nicht mehr auf die Reihe bekomme nur die simpelsten Dinge zu tun. Als ob ich mir das ausgesucht habe. Wäre dem so, wäre ich nie in einer Klinik gewesen. Und trotzdem habe ich eine Ausbildung durchgezogen. Heißt doch aber nicht, dass ich für alle Dinge Kraft habe.
Manchmal ist es echt hinterher eine erleichterung zu therapie gangen zu sein, den weiten weg auf sich genommen zu haben. Man fühlt sich stärker. Natürlich weis ich auch wo ich stop sagen muss, wo meine grenzen liegen. Aber eine stunde zu therapie fahren, ist nicht lange, glaub mir. Wenn du so hochgradig depressiv bist, frage ich mich, ob bei dir medis nicht anschlagen, ob du überhaupt welche nimmst oder warum du nicht in eine klinik gehst...wenn du schon wegen einer stunde weg so viel angst hast, das du sogar auf wohnungen verzichten würdest, wäre schnellgsmöglichst hilfe angesagt, nämlich in form einer klinik. Damit man dich mal aufpeppelt, du tust dir ja total dein leben ruinieren und immer vor dienen weg laufen die selbstverständlich sind.
Glaub mir, glaub mir. Ich glaube dir überhaupt nichts, weil du mir hier wieder Unterstellungen machst und deinen Frust an mir auslässt. Nein, Medikamente schlagen bei mir nicht an und deine Unterstellung, dass ich keine nehmen würde ist absolut freist. Warum ich nicht in eine Klinik gehe? Weil ich schon in drei Kliniken war und das eine komplette Zeitverschwendung war. "Aufpeppeln", ist klar. Mit Tabletten vollpumpen und sich 500x die bescheuerte Psychoedukation anhören. Das ist die Realität. "Die drei besten Kliniken Deutschlands", was habe ich danach gelacht.
Du passt dich total der depression an, so wirst du nie gesund, glaub mir, kenne das selbst genug.
Daran habe ich auch mittlerweile kein Interesse mehr, aber das hat doch mit dem Thema hier nichts zu tun.
Hatte früher schwere depressionen, auch viele suizidverusche hinter mir, aber ich habe gekämpft, irgendwann hat es eben bei mir klick gemacht. Ich sage nicht das es leicht wird, ganz im gegenteil, aber wenn du so weiter machst, wirds nur noch schlimmer als besser...und das ist der erste schritt, dir eine wohnung auserhalb zu suchen, es muss ja nicht so weit weg sein...aber eine stunde fahrtweg auf sich zu nehmen finde ich jetzt nicht so schlimm ganz ehrlich.
Wenn ich in Brandenburg wohnen wollte, würde ich es bereits tun. Also wenn es schlimmer wird, dann soll dies wohl so sein.
Und ich möchte deinen zustand nicht runter spielen oder das du übertreibst, nein ich möchte dich nur aufpuschen, damit sich was ändert, klar leidest du, aber möchtest du das noch dein ganzes leben lang?
"Aufpuschen" kann man sich nur selbst. Ich habe hier schon einmal vor 4-5 Jahren geschrieben und habe nur Häme und Spott bekommen. Mittlerweile geht es mir noch dreckiger und es hat sich nichts geändert.
Nur auf der stelle tretten, und nichts machen, hilft da nicht weiter. Klar machst du therapie, aber mal ganz ehrlich wie viel hilft sie dir?
Nichts hilft mir die Therapie. Im Gegenteil, sie verbraucht sogar meine Zeit in der ich wieder stundenlang auf dem Boden liegend die Decke angucken könnte.
Wenn du nie was neues ausprobierst, weil du immer die ausrede hast, nein meine depressionen...probier es einfach. Deine therapeutin könnte dir helfen wie du es schafst eine stunde weg auf dich zu nehmen. Ich nehme z.b. mir immer musik mit, da ich auch eine sozialphobie habe, dafür setze ich auch meine sonnenbrille auf, dnan höre ich nichts und fühle mich hinter der brille sicherer. Manchmal lese ich auch was, oder spiele mit meinem handy herum. immer was zum ablenken mit nehmen, da kann so eine stunde ganz schnell vergehen, glaub mir.
Ich fahre keine Stunde zur Therapie, ausgeschlossen. Eine Stunde fuhr ich zur Arbeit und das ist in Ordnung, aber damit hat sich das Thema auch erledigt. Ich muss mir nicht Alles gefallen lassen und wenn ich zum Winter hin auf der Straße lande, dann hat dies doch auch seine gute Seite. Dann erfriere ich wenigstens.