Klar ist das bekannt, aber wie gesagt fällt es mir schon schwer überhaupt meinen Tag zu organisieren. Wenn ich jetzt noch eine Stunde zur Therapie und Co. fahren soll, kann ich das auch gleich sein lassen (-:
Ich fahre auch zu Terminen und Therapie eine stunde lang...mus umsteigen usw...ich habe auch starke psychische probleme, mein alltag wächst mir auch oft über den kopf, gerade wegen irgendwelche zustände in mir, black outs usw. Ich wundere mich oft das ich überhaupt immer bei meiner Thera ankomme, also wenn man will geht alles. Da bereitet man sich eben am vorabend vor, wenn man oft dann da hingeht, muss man gar nicht viel vorbereiten, man steht eben früh genug auf, stellt sich eben viele wecker, damit man aufwacht. Und ich weis wie depressionen sich anfühlen, wenn man nicht aus dem bett kommt, man auch körperliche schmerzen hat, und am liebsten nur noch sterben möchte.
Ich war auch oft hier gesessen und wollte nur noch ins bett, war verzweifelt, hätte los geheult, nehme trotzdem irgendwie die kraft noch eine stunde hin zu fahren, auch wenn mein körper laut schreit ruhe will nicht. Aber ich weis auch wenn man nur die einfache schine wählt, immer im bett bleibt und dem gefühl nachgibt, das nichts besser wird. Es wurde auch besser, den ich habe an mir gearbeitet, früher war ich genauso wie du, hab immer ausreden gehabt, aber heute versuche ich es wenigstens auch wenn es mir scheiße dabei geht und ich kotzen könnte.
Manchmal ist es echt hinterher eine erleichterung zu therapie gangen zu sein, den weiten weg auf sich genommen zu haben. Man fühlt sich stärker. Natürlich weis ich auch wo ich stop sagen muss, wo meine grenzen liegen. Aber eine stunde zu therapie fahren, ist nicht lange, glaub mir. Wenn du so hochgradig depressiv bist, frage ich mich, ob bei dir medis nicht anschlagen, ob du überhaupt welche nimmst oder warum du nicht in eine klinik gehst...wenn du schon wegen einer stunde weg so viel angst hast, das du sogar auf wohnungen verzichten würdest, wäre schnellgsmöglichst hilfe angesagt, nämlich in form einer klinik. Damit man dich mal aufpeppelt, du tust dir ja total dein leben ruinieren und immer vor dienen weg laufen die selbstverständlich sind.
Du passt dich total der depression an, so wirst du nie gesund, glaub mir, kenne das selbst genug. Hatte früher schwere depressionen, auch viele suizidverusche hinter mir, aber ich habe gekämpft, irgendwann hat es eben bei mir klick gemacht. Ich sage nicht das es leicht wird, ganz im gegenteil, aber wenn du so weiter machst, wirds nur noch schlimmer als besser...und das ist der erste schritt, dir eine wohnung auserhalb zu suchen, es muss ja nicht so weit weg sein...aber eine stunde fahrtweg auf sich zu nehmen finde ich jetzt nicht so schlimm ganz ehrlich.
Und ich möchte deinen zustand nicht runter spielen oder das du übertreibst, nein ich möchte dich nur aufpuschen, damit sich was ändert, klar leidest du, aber möchtest du das noch dein ganzes leben lang? Nur auf der stelle tretten, und nichts machen, hilft da nicht weiter. Klar machst du therapie, aber mal ganz ehrlich wie viel hilft sie dir? Wenn du nie was neues ausprobierst, weil du immer die ausrede hast, nein meine depressionen...probier es einfach. Deine therapeutin könnte dir helfen wie du es schafst eine stunde weg auf dich zu nehmen. Ich nehme z.b. mir immer musik mit, da ich auch eine sozialphobie habe, dafür setze ich auch meine sonnenbrille auf, dnan höre ich nichts und fühle mich hinter der brille sicherer. Manchmal lese ich auch was, oder spiele mit meinem handy herum. immer was zum ablenken mit nehmen, da kann so eine stunde ganz schnell vergehen, glaub mir.
Lg Seele28