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Feiertage lassen die Trauergefühle hochkochen!!

Was habe ich davon, wenn ich von Menschen, die sich mir überlegen fühlen, weil sie einen Partner haben, aus Mitleid einmal im Jahr eingeladen und vielleicht zwei- oder dreimal im Jahr - wenn's hoch kommt - angerufen werde?! Das spürt man doch sowieso, wenn gar keine wirkliche Anteilnahme dahinter steht.
Menschen,die ich für meine Freunde gehalten habe,waren schliesslich auch keine.
Erst dachte ich,es war die Corona Zeit,die verursachte,dass man sich nicht mehr sieht.
Aber es war nicht nur das.
Und jetzt ist die Kontaktsperre vorbei und man merkt ,dass das Bedürfnis einige Menschen zu sehen,gar nicht mehr so groß ist.
Dafür habe ich aber andere Menschen gefunden,die ich jetzt meine Freunde nenne.
Und die haben mich in meiner schwersten Zeit meines Lebens kennengelernt.
Wenn die Menschen sich in schweren Zeiten rar machen,brauche ich sie auch nicht in Guten.
Mehr als ab und zu ein nettes Treffen,brauch denn auch nicht sein.Und,wenn sich das nicht ergibt,ist auch nicht schlimm.
 
Ich bin gläubig und für mich ist es das Fest, an dem der Geburt Christi gedacht wird, nachdem man sich im Advent darauf vorbereitet ha
Ich wünschte,ich hätte meinen Glauben noch.
Ich hadere jedoch mit meinem Glauben.
Ich bin enttäuscht und ja fast wütend auf meinen Gott.
Er hat mir meinem Mann genommen und mir nicht einmal vergönnt ihm noch kurz die Hand zu halten.
Auf dem Weg zum Krankenhaus,war es wohl ,als ich das letzte Mal gebetet habe.
Oder vllt noch einmal kurz,habe ich ihn gebeten,die Beerdigung zu überstehen.
Ich wünschte,ich könnte Kraft aus dem Glauben schöpfen.
 
Ich wünschte,ich könnte Kraft aus dem Glauben schöpfen.
Das wünsche ich dir auch von Herzen. Mein Partner war auch gläubig, aber auf seine Weise. Ganz anders als ich. Ich bin auch nicht wütend auf Gott. Er weiß schon, was er tut. Mein Partner ist jetzt bei ihm und hat es jetzt sicher so gut, wie er es in seinem irdischen Leben nie gehabt hat. Wie das ist, können wir uns wohl alle nicht vorstellen. Aber ich glaube, er bleibt am liebsten dort und möchte nicht mehr zurück. Das irdische Leben hat er nun hinter sich gelassen. Wir bleiben uns auch darüber hinaus verbunden.

Ich bin nur traurig, weil ich ihn physisch nicht mehr bei mir habe. Aber wer bin ich, um die Weisheit Gottes und die Prüfungen, die er mir schickt, mit meinem winzigen bisschen Menschenverstand bewerten zu können ? Gott ist nicht dazu da, uns alle unsere Wünsche zu erfüllen. Eines Tages werde ich eine Antwort auf meine Fragen bekommen. Und ich habe auch die Hoffnung, dass ich meinen Partner eines Tages wiedersehen werde. Er hat immer gesagt: "Es kommt im Leben nicht darauf an, glücklich zu sein, sondern glückswürdig zu sein."

Wenn ich wütend bin, dann auf Menschen, die sich zurückgezogen haben und mir in dem Wissen, dass mein Partner vor noch nicht allzu langer Zeit plötzlich und unerwartet verstorben ist, ausgerechnet an Weihnachten ihr erfreulicheres Privatleben dick unter die Nase reiben müssen. Vielleicht werden sie aber auch dafür eines Tages Rechenschaft ablegen müssen, wenn auch nicht mehr in diesem Leben.

Und es kommt auch sicher bei Gott nicht darauf an, ob man als Frau im irdischen Leben überhaupt einen Partner hatte, ob man verheiratet war und wie viele Männer vor einem im Leben zwecks Heiratsantrags auf die Knie gegangen sind... 😎
 
Zuletzt bearbeitet:
Aber durch meinem Glauben, den vielen Zeichen, bin ich fest überzeugt, dass unsere Lieben immer bei uns sind.
Ja, vielleicht.Weil sie in unseren Herzen sind.
Vielleicht " vertrage" ich mich ja wieder mit meinem Gott,ich weiß es nicht.
Ich war am Heilig Abend mit meiner Mutter in der Kirche.
Früher habe ich Gott überall finden können.
Ab und zu,einfach mal so gedankt,wenn es mir und meiner Familie gut ging.
Schön, cloudy,dass du deine Mutter hören kannst.
Aber wer bin ich, um die Weisheit Gottes und die Prüfungen, die er mir schickt, mit meinem winzigen bisschen Menschenverstand bewerten zu können ? Gott ist nicht dazu da, uns alle unsere Wünsche zu erfüllen.
Das ist mir schon klar.
Und ich habe auch schon viel Glück in meinem Leben gehabt.
30 Jahre,die ich mit meinem Mann hatte,eine Familie gründen durfte,unheimlich viel Liebe erfahren durfte.
Dafür bin ich auch dankbar.
Trotzdem hadere ich mit Gott,weil so viel Leid auf der Welt ist,denken wir nur an den Krieg,Kinder,die schwerkrank sind....usw.

Es ist schon seltsam,ich bin irgendwie wieder am Suchen,manchmal habe ich das Gefühl,dass sich viel noch nicht verstanden habe....
An den Satz: Alles hat einen Sinn,wir kennen ihn bloß ( noch) nicht....glaube ich trotzdem noch nicht.
 
Das ist mir schon klar.
Und ich habe auch schon viel Glück in meinem Leben gehabt.
30 Jahre,die ich mit meinem Mann hatte,eine Familie gründen durfte,unheimlich viel Liebe erfahren durfte.
Dafür bin ich auch dankbar.
Trotzdem hadere ich mit Gott,weil so viel Leid auf der Welt ist,denken wir nur an den Krieg,Kinder,die schwerkrank sind....usw.
Zumindest den Krieg macht aber nicht Gott, sondern den machen die Menschen. Menschen töten und quälen andere. Menschen demütigen andere. Menschen sehen auf andere herab. Menschen sind gleichgültig gegenüber fremdem Leid und brüsten sich sogar vor Leidtragenden mit ihrem eigenen Glück. Im Großen wie im Kleinen.

Und auf die sog. Theodizee-Frage (d.h. warum Gott das Leid in der Welt zulässt) werden wir in dieser Welt keine Antwort bekommen. Mein verstorbener Partner, der ein Studium der evangelischen Theologie abgeschlossen hatte, wusste zumindest das und hatte auch seinen Frieden damit gemacht.

Genauso könnte ich auch fragen: Warum hat Gott es zugelassen, dass sein eigener Sohn, der nur Gutes getan und die Nächstenliebe gepredigt hatte, qualvoll am Kreuz sterben musste? Warum sind so viele, die ihm nachgefolgt sind, ebenfalls verfolgt und ermordet worden? Wenn es danach ginge, dürfte schon seit Jahrtausenden überhaupt niemand mehr an Gott glauben.

Darüber denken wir aber nicht gern nach, solange es uns gut geht. Wir lassen uns nicht gern von Gott in unserer friedlichen Behaglichkeit und unserem erfolgreichen Privat- und Berufsleben stören. Schon gar nicht nicht durch fremdes Leid. Ich habe noch eine andere Cousine, die sagte bei Medienberichten über Amokfahrten und drgl. gern, das ließe sie nicht so nahe an sich heran. Sie kümmere sich lieber um ihre Gesundheit und um ihre Enkelkinder.

Sie ist nur ein Beispiel von vielen. Denn solange es uns gut geht, finden wir das selbstverständlich. Wir finden selbstverständlich, dass wir leben, atmen, einigermaßen gesund sind. Diejenigen, die finanziell abgesichert sind, ebenso diejenigen, die heiraten und eine Familie gründen durften, fragen auch nicht, ob sie das nur sich oder vielleicht auch Gott zu verdanken haben. Sie finden, es steht ihnen einfach zu. Und die anderen, die das nicht erreichen, sind eben dumm, hässlich, unattraktiv, uninteressant, bestenfalls bemitleidenswert und an ihrer desolaten Situation selbst schuld. Deshalb braucht man sie auch nicht taktvoll und respektvoll zu behandeln.

Wir kommen meist gar nicht auf die Idee, Gott für alles Gute und alles Glück in unserem Leben dankbar zu sein. Wir sind ja alle soooo attraktiv, tüchtig und liebenswert. Wir haben alles Glück, das uns zuteil wird, nur dem Umstand zu verdanken, dass wir so toll, intelligent und unwiderstehlich sind. Menschen, denen es schlechter geht, die zu vereinsamen drohen, die nicht zu unserem engsten Familien- und Freundeskreis gehören, interessieren nur am Rande. Nur wenn es uns dann selber schlecht geht, wenn Gott nicht so ist, wie wir gedacht haben, wenn auch die Tatsache, dass wir ihm wenigstens ab und zu gedankt haben, uns nicht vor Schicksalsschlägen bewahrt - dann klagen wir ihn plötzlich an, wie er das nur zulassen kann.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich danke jeden Tag für alles. Dass es mir und meinen Lieben gut geht, ich eine schöne warme Wohnung habe...

Und die Sache mit dem "warum lässt Gott das zu?" ich weiß nicht, ob das hierher passt. Es ist ja ein persönlicher Thread.

Generell möchte ich nur dazu sagen, dass es kein Leben wäre, würde nie etwas passieren. Es gäbe keine Freude auf dieser Welt, auch keine Dankbarkeit, weil alles selbstverständlich wäre und es allen Menschen ja immer gutginge.

Das ist es, das das Leben ausmacht. Mit den großen und kleinen Päckchen die das Leben uns auferlegt, leben zu lernen.
 
Und die Sache mit dem "warum lässt Gott das zu?" ich weiß nicht, ob das hierher passt. Es ist ja ein persönlicher Thread.
Tut mir leid,wenn ich aus Versehen vom Thema abgekommen bin.
Es ist schön,wenn der Glaube uns in unser Trauer Kraft geben kann.
Sei es der Glaube an Gott,der Glaube an das Gute,der Glaube an andere Menschen oder an uns selbst.
Ja,vllt ist es das ,was schwer ist für uns zu akzeptieren.
Das alles zum Leben dazu gehört.
Die Freude und die Trauer,die Hoffnung und der Schmerz,die Liebe und die Enttäuschung.
Und das seltsame ist,dass sich schöne Gefühle mit " schlechten" abwechseln und auch parallel zueinander existieren können.

Schade,dass viele Menschen sich an den Feiertagen,zu wenig um die Menschen kümmern,die in Not sind ( egal welche Art von Not).
Schliesslich liegt es in unser Hand,die Welt ein bisschen zu verbessern,sei es durch Spenden,Hilfe allgemein,Zuhören,Zeit schenken oder was auch immer .
Und nicht nur zu den Festtagen.
 

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