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Familienessen - Dein Cousin wird jetzt in China Projektleiter - und was machst du?

  • Starter*in Starter*in Jonas81iger
  • Datum Start Datum Start
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Was mich allgemein interessieren würde und vielleicht auch hilfreich für den TE wäre:

Wie soll man denn mit Verwandten umgehen, die derart konkurrieren "müssen"?
...

Moin Gast von 00:31 hier nochmal!

Für mich sieht die Formel recht einfach aus:

Die erste Frage ist inwiefern Du von der Verwandtschaft abhängig bist.
Ist dies "nur" emotional, so ist das nicht soooo wild, denn man kann sich und seine Selbstwahrnehmung ja ohne weiteres ändern. Dauert vielleicht ein wenig, geht aber.
Ist dies aber finanziell oder anderweitig direkt mit der Existenz zusammenhängend, so ist es schon schwieriger da heraus zu kommen. Da muß man dann schon anders planen. Also: Wo bekomme ich Geld her, damit mir xyz nicht immer Geld gibt etc...

Die zweite Frage ist, ob die Verwandtschaft eine andere Art lernen kann. Dies kann oft schon durch die Emotionale Abkopplung hervorgerufen werden. Denn wer sich nicht beeindrucken lässt von Pralerei und sich nicht herunterziehen lässt, der wird nicht groß über diese Dinge nachdenken, sondern über positiv-produktive Dinge reden. Eventuell bemerkt die Verwandtschaft, daß ihr alter Kommunikationsstil bei einem dann nichts mehr reisst...

Wenn keine Änderung eintritt und man von der Verwandtschaft nicht abhängig ist, so sollte man einfach den Kontakt einschlafen lassen. Das Leben ist zu kurz um sich den Tag vermiesen zu lassen und man sollte sich auch folgende Frage stellen:

Ist der bloße Kontakt zu meinen Verwandten es wert mein Leben (Und damit auch das meines Umfelds, Kinder, meiner Familie usw.) auf eine Weise beeinflussen zu lassen, die nur schädlich ist?

Um es kurz zu sagen: Ja! Verwandte kann man sich aussuchen!!
 
Hallo. Komme erst jetzt wieder zum Schreiben. Dachte gar nicht dass da so rege Beteiligung kommt. Also es war jedenfalls deutlich abwertend gemeint und ich fühlte mich genötigt mich rechtzufertigen, warum ich nur ein kleiner billiger Angestellter bin, und nicht auch hoch hinaus gekommen bin. Kann ich etwas dafür ? Warum gibt es mehr als genug Menschen die nicht studiert haben? Ich finde es wirklich traurig. Erfolgreich sein oder etwas zu schaffen ist das Eine - sich aber damit über andere zu erheben das Andere.

Er ist wahrschinlich intelligenter als ich und hat mehr Durchsetzungsvermögen. Bin ich deswegen ein schlechterer Mensch? Ich bin eben nicht als der große Macher geboren. Ich muss ehrlich sagen ich habe richtige Angst vor dem nächsten Treffen.
 
Die Intelligenz hat dein Cousin jedenfalls nicht von seiner Mutter 🙄
Unterhalt dich doch einfach nicht mit so überheblichen Leuten, mir wär da jedes Gespräch verlorene Zeit.
 
Mir fallen solche Themen in letzter Zeit häufiger ins Auge.

Scheinbar zählt für manche Zeitgenossen nur Erfolg, Geld, und das Drumherum.
Ich frage mich manchmal wo eigentlich der Mensch geblieben ist? Leider leiden dann immer wieder Menschen wie der TE darunter.

Egal ob ich Vorstand von XY wäre oder Kassierer im Supermarkt. Ich beurteile Menschen nach ihrem Charakter, nach deren emotionalen Intelligenz. Was bringen mir denn Menschen die ein dickes Bankkonto haben, aber den Sinn für wahre schöne Dinge wie Freundschaft, Zusammenhalt, soziale Kompetenzen etc. verloren haben?

Die Sch....länge messen am Daimler und Co. spricht doch für ganz eigene Defizite.
 
...
Ich muss ehrlich sagen ich habe richtige Angst vor dem nächsten Treffen.


Lies Dir einfach mal durch, was ich weiter oben dazu geschrieben habe. Verwandte kann man sich aussuchen. NIEMAND hat über Deine Zeit zu verfügen und zu bestimmen, daß Du bei denen erscheinst- erst recht nicht, wenn es verdaddelte Zeit ist und da nur versucht wird Dich rund zu machen.

Wie ich schrieb: Nicht so viel den Kopf machen. Mach' das, was gut für Dich ist.

Ja, es erfordert Egoismus (Gottchen, wie pöhse!) und auch ein wenig Eier in der Hose.
Wie Du oben schon erkannt hast kommt man weit, wenn man öfters mal auf den Tisch haut.
Heißt nicht, daß Du zu einem Charakterschwein werden sollst, aber wie der Ammi sagen würde: Grow a pair!

Es ist Deine Zeit und Dein Leben. Also verfüge darüber wie Du es für richtig hältst!
 
Neidisch bin ich nicht, weil andere Menschen erfolgreich sind. Bei mir zeichnete sich das Ganze schon lange ab, dass ich krank bin/wurde. Und ich kann/muss auch damit leben. Da gibt es ja keine anderen Optionen. Und nun bin ich seit drei Jahren berentet. Was mir dabei Angst machte, war nicht, dass ich alle meine "Statussymbole" verlor, mich auf ein finanziell eher maues Leben einstellen musste. Mich ärgert es eher, dass ich mir anhören musste, dass ich ja auch nicht mehr Rente verdient hätte, denn ich habe ja auch nur 14 Jahre eingezahlt. Ok., unser Sozialsystem läßt aus nachvollziehbaren Gründen nicht mehr zu. Soziale Gerechtigkeit.
AAAAber, wer bitteschön hat mich denn mal gefragt, ob ich etwas dafür kann, dass ich als Gewaltopfer erst im Stich gelassen wurde (und von mir gibt es Millionen) und dann auf Grundsicherungsniveau (ok., ich persönlich habe noch ein wenig mehr) weiterleben muss, bis an das Ende meiner Tage. Hartz 4 als Bestrafung; wobei kranke Menschen ja auch noch erhebliche Zusatzkosten haben. So als Beispiel: 30 jährige Frau wird überfallen, Täter nicht ermittelt und dann sitzt sie traumatisiert und mit körperlichen Schäden auf weniger als Harzt 4 Niveau (wegen Zusatzkosten) zuhause und darf sich sagen: "So ein Schiet, da habe ich wohl selber Schuld, dass ich nicht länger einzahlen durfte. Das ist gerecht!"

Und dann muss ich hier lesen, dass die Verwandten kommen und abfällige Sprüche über jemanden, der 8.000 Euro (lieber TE) nach Hause bringt. Da kommt bei mir leider nur noch die Assoziation "asozial".:mad:

Ich selber bin der gleichen Meinung wie @Phalle. Was bringt mir die Auseinandersetzung mit Menschen, die weder Sozialverhalten draufhaben noch für zwei Pfennig (Tschuldigung: Cent) um die Ecke gucken können.
Auch ich habe das Glück, an die richtigen Menschen gekommen zu sein. Und ob es nun der Staatsanwalt oder die Küchenhilfe ist, ist mir sowas von schnurz. Ich behaupte sogar, dass mir das Bildungsniveau egal ist (und das sollte es dann ja auch sein, denn ein ehemaliger Förderschüler wird sicherlich keine 4.000 Euro nach Hause bringen), solange das Herz am richtigen Fleck ist.

Was bringt das Aufreiben für den Megajob, wenn ich (und ich sehe das bei lieben Freunden) nach 5 Jahren so auf bin, weil ich keine Zeit mehr für Freunde, Freude und Leben habe. Mein Haus, mein Auto, mein Hof...für welchen Preis? Natürlich gibt es Menschen, die sich so engagieren und deren berufliche Situation dazu führt, dass sie etwas bewegen können. Und davor habe ich auch hohen Respekt. Aber ein Gerangel um den Job eines Bankdirektors, ohne Rücksicht auf Verluste, das kann ich dann nicht mehr nachvollziehen.

Aber Neid ist es nicht...vielmehr Traurigkeit über den Verlust des Menschens, der nicht merkt, dass er bald einen Herzinfarkt bekommt, nur weil er glaubt, dass man sich nur als Mensch über die Erfolgsschiene definieren kann. Den Verlust des Menschen, der keinen Platz für Anderes im Gehirn hat. 😕
Ist doch traurig, oder?

Aber was schön ist, ist dass ich nicht in Timbuktu lebe, denn da haben es die Menschen vielleicht noch viel schwieriger. Da stöhnt der Bankdirektor nicht, weil er ein paar Cent für die Ärmsten der Armen mehr bezahlen muss, damit sie überleben können (um den Vergleich mit Grundsicherung für Erwerbsunfähige wiederherzustellen).

Also werde ich damit leben, mich nicht ärgern und mir sagen, dass es alles viel schlimmer hätte kommen können.
Und dafür bin ich dankbar!
In diesem Sinne...🙂
 
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Die erste Frage ist inwiefern Du von der Verwandtschaft abhängig bist.
Ist dies "nur" emotional, so ist das nicht soooo wild, denn man kann sich und seine Selbstwahrnehmung ja ohne weiteres ändern. Dauert vielleicht ein wenig, geht aber.
Zum Glück ist dies in meinem Fall nur emotional. Das ist es ja gerade, was die Verwandten wurmt, dass ich so gut verdiene, dass ich keinen Mann um jeden Preis als "Versorger" brauche..... und dann noch nicht mal damit protze. 😱 😀 😉

Die zweite Frage ist, ob die Verwandtschaft eine andere Art lernen kann. Dies kann oft schon durch die Emotionale Abkopplung hervorgerufen werden. Denn wer sich nicht beeindrucken lässt von Pralerei und sich nicht herunterziehen lässt, der wird nicht groß über diese Dinge nachdenken, sondern über positiv-produktive Dinge reden. Eventuell bemerkt die Verwandtschaft, daß ihr alter Kommunikationsstil bei einem dann nichts mehr reisst...

Wenn keine Änderung eintritt und man von der Verwandtschaft nicht abhängig ist, so sollte man einfach den Kontakt einschlafen lassen.
Tja, das wäre eine Möglichkeit. Gar nicht groß darauf eingehen bzw. es wie selbstverständlich zur Kenntnis nehmen. Wenn aber dennoch immer wieder im Nachhinein Ärger hochkommt: Lieber den Kontakt einschlafen lassen. Die brauchen mich nicht und ich sie nicht. Und sie tun auch nichts für mich, wenn es mir schlecht geht. Sie trumpfen höchstens obendrein schadenfroh damit auf, was für ein "erfülltes" Leben sie doch im Gegensatz zu mir armem akademisch gebildeten Tropf führen... 🙄
 
Zuletzt bearbeitet:
Also es war jedenfalls deutlich abwertend gemeint und ich fühlte mich genötigt mich rechtzufertigen, warum ich nur ein kleiner billiger Angestellter bin, und nicht auch hoch hinaus gekommen bin. Kann ich etwas dafür ? Warum gibt es mehr als genug Menschen die nicht studiert haben? Ich finde es wirklich traurig. Erfolgreich sein oder etwas zu schaffen ist das Eine - sich aber damit über andere zu erheben das Andere.

Er ist wahrscheinlich intelligenter als ich und hat mehr Durchsetzungsvermögen. Bin ich deswegen ein schlechterer Mensch? Ich bin eben nicht als der große Macher geboren. Ich muss ehrlich sagen ich habe richtige Angst vor dem nächsten Treffen.
"Wir werden nicht größer dadurch, dass wir andere klein machen."

Ich weiß nicht mehr, von wem dieses Zitat stammt. Aber das solltest du deinen überheblichen Verwandten mal entgegenhalten. Gerade wenn dein Cousin sooooo intelligent ist und soooo viel Durchsetzungsvermögen besitzt, wie du glaubst, sollte er es nicht nötig haben, dass seine Mutter eine solche PR-Aktion auf Kosten anderer für ihn betreiben muss. Ist das deinem Cousin eigentlich nicht selber peinlich? Ich an seiner Stelle würde mich für meine Mutter fremdschämen.

Es kann auch wohl nicht wahr sein, dass du Angst vor einem Verwandtentreffen hast, nur weil du nicht studiert hast und kein Projekt in China leitest. Deine Verwandten machen diese Erniedrigung mit dir nur solange, wie du sie dir bieten lässt. Sie sind diejenigen, die sich wie typisch neureiche Emporkömmlinge ohne gesellschaftlichen Schliff benehmen und sich schon allein deswegen schämen sollten, nicht du.

Frag' deine Tante doch mal ganz gelassen, was sie sich von solchen Bemerkungen eigentlich verspricht. Hat sie solche Minderwertigkeitskomplexe (oder gar Eheprobleme? 😉), dass sie andere grundlos niedermachen muss, um sich besser zu fühlen? Pusht es die Karriere ihres Sohnes, wenn sie glaubt, dich vor versammelter Mannschaft vorführen zu können, damit er um so mehr glänzen kann? Fängt das Menschsein für sie erst beim Akademiker an? Welche Abschlüsse hat denn deine Tante, um sich so über andere zu erheben?

Rechtfertigen würde ich mich an deiner Stelle nicht, sondern sie (die Verwandten) in die Defensive drängen.

Ansonsten würde ich zu den Verwandten so weit wie möglich auf Distanz gehen, denn vermutlich gehören sie zu den Menschen, die nicht zu ändern sind. Ich weiß, wovon ich rede: Eine meiner Cousinen musste mir am Tag vor der Beerdigung meiner Mutter (!) auch unbedingt am Telefon erzählen, dass ihr Sohn nicht zur Trauerfeier kommen könne, weil er vor kurzem Abteilungsleiter geworden sei und sich nach der Rückkehr aus seinem Urlaub zu viel Arbeit angehäuft habe... Und ihr Ehemann hatte früher 80 Leute "unter sich"... 🙄
 
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