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Familie völlig zerstritten, Mutter pflegebedürftig, völlig allein

  • Starter*in Starter*in Gelöscht
  • Datum Start Datum Start
Hi Sternchen75,

in Deinen Beiträgen finde ich mich fast 1🤐 wieder. Wenn Du es genauer wissen möchtest, kannst Du hier im Thread nach "Pflege der Großeltern" suchen, dort ist alles genauer beschrieben.

Guter Rat ist teuer, daher kann ich nur aus meinen eigenen Erfahrungen sprechen: Seitdem meine beiden Großeltern pflegebedürftig geworden sind, hat sich deutlich die Spreu vom Weizen in der großen Familie getrennt. Bei manchen Personen war ich doch etwas überrascht gewesen, dass sie sich jetzt so distanzieren und aus der Verantwortung nehmen, bei anderen jedoch hatte ich nichts anderes erwartet.

Daher besteht "meine Familie" nur noch aus 5 Personen (inkl. Oma und Opa). Die anderen sind für mich gestorben. Mag vielleicht hart klingen, aber ich möchte meine Energie nicht an Personen verschwenden, die nur Nehmen und nichts oder (unverhältnismäßig) wenig Geben.

Ein Testament haben meine Großeltern leider nicht gemacht. Daher steht der Erbstreit noch aus. Die vier Schwestern meiner Großeltern werden sich vermutlich einigen. Beim Onkel bin ich mir nicht ganz so sicher, weil seine angeheiratete Frau extrem link und hinterhältig ist. Sie wird sicherlich versuchen so viel wie möglich Kapital für sich und ihre Familie zu schlagen.

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass ich mir jeden Morgen mit einem guten Gewissen in den Spiegel schauen kann. Das ist es mir auch wert. Für meine Leistung bekam ich auch überraschenderweise Anerkenntnis von einem Familienmitgliedern von denen ich das nicht gedacht hätte - genau so wie von einigen Menschen aus dem Dorf.
 
Hallo Sternchen75,

Zu allererst, hast Du mit der Beantragung der Reha, eine gute Entscheidung getroffen. Es ist wahrscheinlich das Beste, so auch wieder zu innerer Ruhe zu finden. Ja und manchmal ist es so, das es dann auch noch Schwierigkeiten im Berufleben gibt und/oder auch noch Probleme in der Beziehung.

Ich habe nun nicht so viele Probleme wie Du auf einmal, aber es läuft bei mir gerade auch nicht alles rund.
Mein Tipp für Dich:

Kümmere Dich mehr um dein eigenes Wohlbefinden und deine Interessen , welche Dir Spaß machen. Immer mal wieder einen Gang runter schalten und sich eine ruhige Minute gönnen. Man kann auch Handys ausmachen und mal die Gedanken schweifen lassen. Denn gerade in Phasen, wo man nervlich nicht auf der Höhe ist, können andere Leute nerven. Sehr gut hilft mir auch, wenn ich durch den Wald spazieren gehe.So ca 1 Stunde ist schon ganz gut. Aber pass bitte auf die Wölfe auf 🙂 (Spaß). Manchmal spreche ich dann vor mir hin ( aber nicht so laut, das es andere hören würden). Mir selber hilft das.
Wichtig ist auch ein ausgewogenes Schlafverhältnis. Und was noch wichtig ist, man muss versuchen , nicht erledigte Dinge fertig zu stellen. Das beruhigt ungemein und es kehrt wieder Lebensfreude ein. Man ist wie ausgewechselt und fühlt sich wieder wohl. Geht natürlich nicht von heute auf morgen, aber trotzdem schneller als man denkt.
Ich bin zum Beispiel so ein Mensch, der diese ganze Mehrheitsmeinung und den Massengeschmack im alltäglichen Leben als überhäuft empfindet. Vielleicht geht es Dir auch manchmal auch so ähnlich.
Und noch eins: Nicht auf die Idee kommen sich abzukapseln, denn das geht nach hinten los. Sich Ruhe gönnen ja, aber trotzdem soziale Kontakte beibehalten. Vielleicht bist Du ja in irgend einen Verein. Ich bin in der Freiwilligen Feuerwehr (nur als Beispiel).

ich wünsche Dir eine gute Besserung 🙂

Gruß
Roberto
 
Hallo und vielen Dank für Eure Antworten. Von der Familie ist leider niemand übrig geblieben außer meiner Schwester und ihren Kindern und von denen meldet sich auch niemand. Ich fühle mich im Moment sehr einsam und hab ständig Panik. Der Freundeskreis in einer Großstadt ist leider nicht stabil. Mir fehlt eine Perspektive. Die Arbeit war mein letzter Halt.
 


Hallo Sternchen;


Mein Herzlichen Beileid,zum Verlust deiner Mutter.
Du hast bis zum Schluss hinter ihr gestanden,ich hoffe,das es dich etwas Tröstet.
Deine Liebe und Aufopferung wird Sie gespürt haben.

Ja,..es ist schwer wenn man sich so alleine fühlt/ist, mit allem ..und noch Sorgen hat.
Eine Bezugsperson fehlt,und Zaubern kann diese ja auch nicht.

Wichtig,bist aber erstmal DU,..danach sollte anderes kommen..Nur was fängt man an mit sich,gerade mit diesen Gefühlen..?

Gerade dann,helfen oft Struktur und Rituale,um sich zu Sammeln und zu finden.
Mich hat das z.B sehr Inspiriert:

Morgenroutine: in 4 Schritten zu dem perfekten Start in den Tag - Whole New Me

Schau Dir das mal,wenn du magst,ist nix kompliziertes.

Erstmal geht es doch darum ,das wir uns wohl fühlen,..ohne immer automatisch in die Vergangenheit und Zukunft schauen zu müssen.

Vielleicht inspiriert es dich ja auch, etwas neues auszuprobieren.^^
🙂

Lieben Gruß und alles Gute.

Lass den Kopf nicht hängen..Manchmal braucht man genau die Zeit um heraus zu finden,was man möchte und wie man sich selber Gut tut.

Ps..Es gibt auch kostenlose soziale und Gruppen/Vereine in deiner Region,die Dir Kontakt bringen könnten.
Auch sollte es T S (Turn-Sport) Vereine geben,mit einer monatlichen günstigen Gebühr,.. die dir Bewegung und F.r.e.u.d.e ins Leben bringen könnten.
Vielleicht auch Halt und Rhythmus.

Google doch mal,in deiner Region,was dir sonst noch so gefallen könnte um Ideen zu wecken.
Der Frühling kommt,da fällt es doch leichter Mut aufzubringen und neues auszuprobieren.
Auch wird dir die Reha bestimmt frischen neuen Wind bringen.

Nur Geduld,erstmal ist dein Wohlgefühl herzustellen,Wichtig. Warst du schon in der Reha ?


 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo. Ich bin neu hier und hoffe, dass ich hier Tipps und Anregungen finde. Mein Problem ist folgendes. Meine Familie, bzw. meine beiden Schwestern haben sich vor zwei Jahren nach einem Erbschaftsstreit völlig mit meiner Mutter entzweit. Da ich Zeit meines Lebens hinter meiner Mutter gestanden habe, bin ich leider "zwischen die Fronten" geraten und werde seitdem ebenfalls gemieden. Ich habe mich eben zu dieser Zeit von meinem Partner getrennt und eine schwere Zeit auch im Berufsleben durchgemacht. Statt Rückhalt in der Familie zu finden, habe ich nur Anfeindungen erlebt. Im Beruf habe ich wieder Halt gefunden. Die Familie ist nach wie vor zerstritten. Hinzu kommt, dass meine Mutter sich nun seit zwei Jahren gehen lässt, mittlerweile eine Pflegestufe erhalten hat und ihren gesamten angestauten Frust an mir auslässt bzw. verlangt, dass ich mich um sie kümmere. Der Druck ist unerträglich und ich komme mir sehr allein gelassen vor. Mein Selbstwertgefühl hat unter den gesamten Einflüssen und Erlebnissen sehr gelitten und eine neue Beziehung aufzubauen ist mir seitdem auch nicht mehr geglückt. Ich bin 41, meine Schwestern sind 10 und 11 Jahre älter als ich. Meine Mutter ist 70. Meine Frage ist, hat jemand ähnliches erlebt oder erlebt es gerade? Wie geht ihr damit um bzw. wie seid ihr aus so einer Krise herausgekommen? Habe viele Hobbys und pflege meine Freundschaften aber die große Einsamkeit bleibt.

Das kenne ich nur zu gut. Vermutlich bleibt auch erst mal nur Einsamkeit. Vllt erwachen manche Menschen und erkennen das streiten nicht viel Sinn macht.
 

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