Naja, es ist aber auch kein Wunder, dass das Möbelhaus jetzt nicht einfach ne neue Couch liefert. Aus ihrer Sicht haben sie schließlich genau das geliefert, was bestellt wurde. Die können ja nix dafür, wenn der Kunde keinerlei räumliches Vorstellungsvermögen hat. Es wäre sicher auch keiner begeistert, wenn das Möbelhaus plötzlich die umgekehrte Seite liefert mit den Worten "Sie sahen nicht aus, als könnten Sie rechts von links unterscheiden, deshalb haben wir die Ware für Sie vorsorglich noch etwas angepasst".
Nun hat das Möbelhaus eine Couch im Lager, die ihnen bereits so einige Unkosten beschert hat. Die Produktion, der Transport, die unnötige Lieferung, die nicht abgenommen wurde. "Einfach" so kriegt man das Sofa auch nicht an den Mann. Klar, man kann es als Ausstellungsstück nehmen und weiterverkaufen. Allerdings wird der Käufer dann nicht die vollen 2000€ bezahlen wollen, sondern nur 1400 oder gar noch weniger. Wenn sie sich überhaupt verkaufen lässt. Damit entsteht dem Möbelhaus ein Schaden, da die Couch eigentlich zu einem höheren Preis hätte verkauft werden sollen. Diesen Schaden wollen sie vom Erstkäufer beglichen haben, eben durch die Stornogebühren oder indem bei der "Korrektur" der Bestellung (= Seiten tauschen) eben ein entsprechender Aufschlag verzeichnet wird. Da ist es eigentlich Service genug, wenn sie die aus ihrer Sicht richtige, aus deiner Sicht falsche, Couch nochmals kostenlos liefern, um die Sache ad acta legen zu können.
Ansonsten: Rabatt, das lass dir sagen, der wird vorher draufgeschlagen!