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Falsche Freunde

Dalisaya

Mitglied
Hallo,

ich weiß nicht wie ich anfangen soll. Also es geht darum das ich mir aus irgendeinem Grund immer die falschen Freunde aussuche.
Also, Freunde die es nicht wirklich ernst mit mir meinen, sondern zum Teil sich nur deswegen mit mir abgeben (oder abgegeben haben) weil ich z.B ein Auto besitze und sie überall herumkutschieren (konnte), wenn sie mal wohin wollten. So habe ich eigentlich nur eine Freundin, die leider etwas weiter wegwohnt und die ich daher nur unregelmäßig sehe.
Ein paar dieser Kontakte habe ich aus diesem Grund von mir aus abgebrochen. Seit meinem 11. Lebensjahr habe ich nie wirklich Freunde besessen und wurde von anderen immer gemieden. Irgendwann habe ich wohl von mir aus keinen Kontakt zu Mitschülern etc. gesucht, weil ich davon immer ausgegangen bin das mich eh keiner leiden kann und habe immer nur mit ein paar Leuten geredet, die oftmals selber Aussenseiter waren. Mittlerweile weiß ich das dieses Verhalten (sich selber Isolieren) falsch war und suche nun nach neuen Kontakten und bin froh wenn sich jemand mit mir redet. Doch leider sind das immer die Falschen (siehe oben).
Im August 2009 mach ich wieder Schule und hab Angst das ich wieder in dieses Muster zurückfalle mich an die Falschen klammere nur damit ich nicht alleine rumstehen muss.
Weiß jemand Rat? Wie komm ich aus diesem Kreislauf raus?
Hinzu kommt das ich nach all den Jahren der Isolation ständig das Gefühl habe hinter den anderen hinterherzuhinken, die dies nicht durch machen mussten.
 
Zuletzt bearbeitet:
Mittlerweile weiß ich das dieses Verhalten (sich selber Isolieren) falsch war und suche nun nach neuen Kontakten und bin froh wenn sich jemand mit mir redet. Doch leider sind das immer die Falschen (siehe oben).
(...)
Weiß jemand Rat? Wie komm ich aus diesem Kreislauf raus?

Hallo Dalisaya,
es gibt so einen Grundsatz der Problemlösung, der heißt: Wenn etwas nicht funktioniert hat, höre auf damit und versuche etwas anderes.

Also wäre das mal der erste Schritt: den Fehler nicht zu wiederholen. Und dann den zweiten Satz ernst nehmen, der heißt: Wenn etwas schon einmal funktioniert hat, versuche mehr davon.

Das heißt, du kannst auch beobachten, wer in deiner Umgebung die "richtigen Freunde" hat und wie die das gemacht haben - vielleicht kannst du das nachahmen?

Ich würde dir auch raten, dir eine Art "Positivliste" zu erstellen, an der du erkennst, wann dir so jemand begegnet, der ein richtiger Freund werden kann. Das ist nämlich am Anfang oft gar nicht so einfach.

Gruß, Werner
 
Hallo Dalisaya,

ich kann Dir zwar keinen Tipp geben wie man aus diesem Teufelskreis kommen kann, aber ich kann Dir zumindest sagen, dass es Dir nicht alleine so geht. Mir geht es auch immer und immer wieder so. Sobald ich neue Leute kennenlerne und sie ein bisschen besser kenne, nutzen sie mich aus. Bzw. werde ich irgendwie nie so richtig respektiert, weil ich immer versuche nett zu sein, und versuche es denen recht zu machen ... dabei kann ich auch schon mal egoistisch sein, aber das fehlt mir ab und an einfach zu sehr .... aber mittlerweile lasse ich mich nicht mehr so ausnutzen, so bald ich merke, dass solche "Freundschaften" entstehen gehe ich total auf Distanz, denn das tut mir nicht gut ...
 
Wie macht sich das bemerkbar, dass ihr nett seid, um die anderen nicht zu verlieren?

Es gibt da für mich zwei Möglichkeiten, die erste ist: Man schluckt alles wort- und widerstandslos, nimmt alles hin und macht gute Miene zum bösen Spiel, sagt nicht ab, wenn man mal wieder als Fahrer herhalten soll und verstellt sich.

Die zweite Möglichkeit: Man bleibt nett und freundlich, sagt aber trotzdem, wenn man keine Lust hat und äußert seine Meinung, die auch mal nicht konform mit der Meinung der anderen sein muss.

Ich glaub, ihr müsst lernen, keine Angst mehr zu haben vor der Ablehnung bzw. alleine dazustehen. Die anderen merken es, wenn jemand alles mitmacht aus Angst, sonst nicht dazuzugehören, und diese Leute werden dann meist auch ausgenutzt.

Fehlt halt scheinbar wie so oft an einer gehörigen Portion Selbstvertrauen, dass man für sich gut alleine stehen kann und dennoch auf die Leute zugeht, die einem gefallen, mit ihnen in Kontakt kommt und dabei authentisch bleibt. Und wenn diese sich dann als nicht so gute Freunde entpuppen, sich auch wieder abwenden zu können.

Wenn die Schule anfängt, kennen sich die meisten ja wahrscheinlich nicht, oder wenn man neu ist, zeigen alle eine gewisse Neugierde und Interesse an einem.
Das kann man ja direkt ausnutzen und sich nicht an den Rand stellen, sondern man kann z.B. relativ früh da sein und dann die anderen, die nach und nach dazukommen, kennenlernen. Wenn immer nur 1-2 Leute neu dazukommen, ist es leichter, locker zu bleiben, als wenn man alleine auf eine Traube stößt, die alle schon im Gespräch sind.

Ich hab auch immer durch Gruppenarbeiten Leute besser kennengelernt...oder indem ich mich einfach dazustellte. Wenn die anderen rausgingen, eine rauchen, selbstverständlich mitgegangen und gar nicht drüber nachgedacht, ob die einen dabeihaben wollen.

Klar ist es schwer, aber einfach davon ausgehen, dass die einen schon mögen werden.

Auf meinen letzten Lehrgängen hab ich so immer leicht und schnell Kontakte geknüpft und meine letzte Klasse war die beste, die ich je hatte. Erst mochte ich viele daraus nicht, bis meine Bekannte nicht mehr zur Schule kam, mit der ich sonst immer rumstand...wir zwei Außenseiter. Von da an war ich gezwungen, auf die anderen zuzugehen, wenn ich nicht ganz allein bleiben wollte. Mir macht allein bleiben nichts aus, hab das schon früher oft durchgezogen, aber ich wollte lieber die anderen kennenlernen....
 

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