Hallo
Ich habe von diesem Fall kaum etwas mitbekommen. Es ist mir auch relativ gleichgültig, welche Dächer der Täter erklimmt. Meinentwegen kann es das Empire-State-Building sein. Der Mann wird 10-15 Jahre bekommen, vielleicht im Maßregelvollzug, wenn er für nicht voll Schuldfähig eingestuft wird, und vermutlich auch mit Sicherungsverwahrung, und das wars.
Das ist ein Einzelfall, der durch die Medien gezogen wird, und alle regen sich auf und erklären ihn zur Bestie.
Täglich werden etwa 50 Fälle von Kindesmißbrauch bekannt. In 47 Fällen stammt der Täter aus dem persönlichen Umfeld des Opfers. Betreuer, Nachbarn, Onkel, Väter.
Über die Dunkelziffer gibt es nur Schätzungen. Wieviele Fälle werden nicht gelmeldet? Sind es 500? Jeden Tag? Das sind für mich die wirklichen Opfer. Ihre Geschichte wird nicht veröffentlicht, kommt nicht vor Gericht, der Täter wird nie bestraft. Oft findet der Mißbrauch über Jahre statt und der Täter begleitet sie weiter in ihrem Leben. Sie könnten in jedem Jahr eine Großstadt füllen.
Stefanie wird ihre Genugtuung bekommen. Der Täter wird aus dem Verkehr gezogen und wird nie mehr ein normales Leben führen können. Die Familie hat das Land auf 875.000 Euro Schmerzensgeld wegen schlampigem Vorgehen verklagt, da wird es sicher auch irgendeinen Vergleich geben.
Und, wenn ich das richtig gehört habe, war ein Grund für den Täter, sich auf das Dach zu stellen, dass er nicht wollte, dass die Videos gezeigt werden. Das wird wohl eher eine Entscheidung der Familie gewesen sein.
Ich wäre für schnipp schnapp Schwanz ab !! Das wäre eine gerechte Strafe...
Das empfinde ich genauso. Es wäre effizient. Aber müßte man dann nicht mit jedem Wiederholungstäter ebenso verfahren? Dem Räuber die Hand abschlagen, dem betrunkenen Autofahrer die Beine, und einem Mörder den Kopf?
Günter