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F*ck WM!

  • Starter*in Starter*in naradchjela
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  • Anzahl der Umfrageteilnehmer
    41
Status
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AW: Fu** WM!

mikenull meinte:
Der letzte Titel zu Hause für die Deutschen 1974 ist nicht vergleichbar, weil die ganze WM nicht vergleichbar ist.

Man vergleicht Ereignisse ja auch deshalb, weil sie sich unterscheiden, und nicht, weil sie sich gleichen. Wir vergleichen in der Schule ja auch z.Bsp. die "Deutschländer" der unterschiedlichen Epochen, auch wenn sie nach deiner Auffassung gar nicht vergleichbar sind, weil sie sich völlig unterscheiden. Man kann Äpfel nicht mit Birnen vergleichen, aber Äpfel untereinander, so sehr sie sich auch unterscheiden mögen, auf jeden Fall.


Günter meinte:
Und meine Meinung ist halt, dass es vor 30 Jahren ein großes Tief beim Nationalgefühl gab, und dass sich in den vergangenen 20 Jahren wieder ein "normales" Nationalgefühl entwickelt hat.

Jeder definiert ein "normales Nationalgefühl" anders. Für mich geht das n.N. gerade soweit, dass ich die dt. Sprache, die dt. Literatur und die Landschaft hin und wieder mag, oder evtl noch die ganzen Dialekte ganz nett finde. Dann, dass man heimatverliebt ist, "i bin a Bayer, und da bin i dahoam". Oder, was viele Spießer nicht leiden können, dass man irgendwas schlechtes über Deutschland generell sagt. Oder stolz auf sein Land. Oder Nazis sagen bestimmt auch, dass ihr Nationalgefühl normal ist. Was heißt schon normal? Ein normales Nationalgefühl hat sich entwickelt? Bei mir musste sich nie etwas in der Richtung entwickeln oder verändern.

mikenull meinte:
Dein Eindruck täuscht Dich. Ich glaube sogar, daß dieses "Nationalgefühl" abgenommen hat.
Ich muß mich ja nicht wiederholen: Die Deutschen sind längst viel zu intelligent, sich in dieser Frage von einem ( möglicherweise kurzen ) Sportereignis leiten zu lassen.

Okay, jetzt hast du mal einen Fehler gemacht und "die Deutschen" geschrieben ... ... Zumindest 12millionen Bildzeitungsleser sind in dieser Hinsicht (der des Bildzeitung "Lesens" vor allem Kaufens) sehr dumm. naja. ... Man kann kein Volk als intelligent bezeichnen, außerdem gehen ja auch die Definitionen von Intelligenz wieder auseinander, weil viele führende Nazis im 3. Reich einen hohen IQ hatten. Was ich sagen wollte, man kann kein Volk als intelligent bezeichnen, höchstens die Menschheit insgesamt als extrem dumm.
 
Zuletzt bearbeitet:

Hallo naradchjela,

schau mal hier: F*ck WM!. Hier findest du vielleicht was du suchst.

AW: Fu** WM!

Dieses "intelligent" habe ich schon auf die große Mehrheit der Deutschen bezogen, weil diese Mehrheit ruhig und harmoniesüchtig ist - und halt nicht gleich jedem Führer hinterherläuft. Man sieht es ja auch an der derzeitigen politischen Lage: Vor 2 bis 10 Jahren hat man noch allenthalben die Vorgaben der Industrie geglaubt, nämlich daß man nur das Lohnniveau senken müsste, um neue Arbeitsplätze zu bekommen. Es hat sich aber nach oder schon bei den letzten Wahlen eine neue Linke ( eine linke Richtung ) gebildet, die z.B. gegenteiliges behauptet und große Zustimmerung erfährt. Hat jetzt vielleicht nicht so viel mit dem Thema zu tun - aber es ist ein Beweis dafür, daß die Deutschen ( oder der größere Teil der Deutschen ) nicht oder nicht mehr alles so einfach glaubt, was Ihr Politiker und Industrievertreter vorsagen. Wobei diese "Intelligenz", liebe Naradchela, natürlich nichts mit einer "IQ-Intelligenz" zu tun hat. Um Politiker-Geschwätz nicht zu glauben, braucht es keinen großen Grips.
Ich glaube einfach, daß ein Nationalgefühl nur aus einer Leistung entstehen kann. Aber welche Leistung - außer der Wiedervereinigung, und da waren es allein die Ossis - sollten die Deutschen vollbracht haben? Sie haben Costa-Rica und Polen im Fußball bezwungen? Das kann ja nicht sein.
Eine Leistung wäre es zum Beispiel, wenn das Sozialsystem Deustchlands nicht abgebaut, sondern gemeinsam ausgebaut worden wäre. Wenn es Vollbeschäftigung gäbe und niemand Angst um seinen Arbeitsplatz haben müsste.
Und so ist halt diese WM eine nette Ablenkung für das Volk, die Politiker und die Medien. Aber bald wird jemand aufwachen und sagen: Willkommen in der Realität.
 
AW: Fu** WM!

naradchjela meinte:
Was ich sagen wollte, man kann kein Volk als intelligent bezeichnen, höchstens die Menschheit insgesamt als extrem dumm.
Das unterschreibe ich *g*

Kann es sein, dass Nationalgefühle nunmal manche von uns als positiv,
andere als negativ und wieder andere als neutral empfinden, und deshalb so
oft aneinander vorbei geredet wird?

Zu meiner Sicht auf dieses Land:
Ich mag die Landschaft, ich mag eigentlich das Klima und die geologischen
Bedingungen (keine Erdbeben, außer in Köln vorn paar Jahren).
Die Geschichte des Landes finde ich Interessant, sowohl die schönen wie
auch die negativen Aspekte (kann man viel draus lernen), etc...
Die Regierung und die Menschen mag ich nicht besonders, bin ich deshalb
weniger mit diesem Land verbunden als jene, die ihrem Nationalstolz fröhnen?
Lassen wir mal die Meinungsmache weg, so ist eine Nation ein Zusammenspiel
unzähliger Faktoren, von denen man wohl kaum alle als gut erachten kann.

Ich bin halt der Meinung, Nationalgefühle sind ziemlich überflüssig,
da sie eine objektive Sicht der Dinge teilweise untergraben, was die
Medien und die Politik ja prima ausnutzen.
Natürlich kann man sich an positiven Nationalgefühlen auch hochziehen,
aber warum sollte man das nötig haben, wenn in dieser Nation alles gut läuft?
Irgendwie scheint mir da viel Täuschung in Gange zu sein, denn ich habe das
Gefühl, die Länder, die ihre Fahne am penetrantesten hochhalten, haben
genau in diesem Moment die größten Probleme von denen sie sich ablenken
wollen. Das gilt für die DDR damals, für Amerika heute und ausgenommen
Butan und andere Mini-Staaten gab es das wohl schon überall.

LG
 
AW: Fu** WM!

hallo
ja, mikenull, so sehe ich das eventuell auch. Vielleicht KANN man stolz auf sein Land sein, wenn man zusammen mit seinem Land etwas Gutes vollbracht hat... wobei dieser Satz, wie ich ihn grad lese, auch wieder in irgendeiner Hetzparole Anklang finden könnte. Wenn man zum Beispiel zu Tausenden, nein, zu Hunderttausenden auf die Straße geht, und dann auch was bewirkt... Wenn man wirklich kämpft.
Aber andererseits:
Zitat von Schmusebär:
"Lassen wir mal die Meinungsmache weg, so ist eine Nation ein Zusammenspiel
unzähliger Faktoren, von denen man wohl kaum alle als gut erachten kann."

Genauso ist es - wie komisch, ich hab das die Ganze Zeit über gedacht, (glaub ich jetzt zumindest), aber nie geschrieben. Man kann stolz auf eine Sache sein (wie z.Bsp. eine erfolgreiche Demonstration), aber man kann nicht stolz auf sowas komplexes wie ein Land sein, nichtmal, wenn man etwas "Gutes" darin "bewirkt" hat. Sondern immer nur auf die eine "Sache". Das steht sogar in Erziehungsbüchern: Wenn Sie stolz auf Ihren Sohn sind, weil er so wunderschön Klavier gespielt hat, dann sagen Sie nicht: Ich bin stolz auf dich, weil du ein so tolles Kind bist, sondern sagen Sie: Ich bin stolz auf dich, weil du so perfekt Klavier spielen kannst. Oder ist es andersrum?

Oh mann, immer wenn ich grad nicht meine "schreiberische" Ader hab, setz ich jedes zweite Wort in Anführungszeichen, ich hoffe ihr entschuldigt.. ich bin kein bisschen bei der Sache.


Bei den Wahlen sein Kreuz machen - klar, es ist wichtig und richtig - aber ob daran die Klugheit so arg gemessen werden kann.oh ich hör jetz auf, ich red nur noch müll und versuch es irgendwie zu verkaufen
 
AW: Fu** WM!

Also, Narachela, meine Hochachtung hast Du auf jeden Fall. Jemand der schreibt, daß er gerade mal Müll schreibt, den finde ich toll. Ich versuchs jetzt auch mal: Ich schreibe manchmal auch Müll. Ah, das tut gut. Und es ist gut, wenn man es mal gechrieben hat.

Wenn wir jetzt mal noch die andere Seite betrachten: Hier, auf dieser Seite, ist doch eigentlich niemand bisher gewesen, den wir eines größeren Nationalstolzes verdächtigen könnten. Weder Schmusebär, Günter, Störer, Du, ich und all die anderen, die hier schon ihren Senf dazugegeben haben. Und das sollten wir einfach schon mal positiv bewerten. Und ganz sicher denkt die weitaus überwiegende Mehrheit in Deutschland so.
 
AW: Fu** WM!

mikenull meinte:
Also, Narachela, meine Hochachtung hast Du auf jeden Fall. Jemand der schreibt, daß er gerade mal Müll schreibt, den finde ich toll. Ich versuchs jetzt auch mal: Ich schreibe manchmal auch Müll. Ah, das tut gut. Und es ist gut, wenn man es mal gechrieben hat..
stimmt eigentlich, es tut manchmal gut, weil man sich den großen erwartungen und der verantwortung, immer was Kluges zu schreiben, ein bissl entzieht ;-) (witz)

mikenull meinte:
Wenn wir jetzt mal noch die andere Seite betrachten: Hier, auf dieser Seite, ist doch eigentlich niemand bisher gewesen, den wir eines größeren Nationalstolzes verdächtigen könnten. Weder Schmusebär, Günter, Störer, Du, ich und all die anderen, die hier schon ihren Senf dazugegeben haben. Und das sollten wir einfach schon mal positiv bewerten. Und ganz sicher denkt die weitaus überwiegende Mehrheit in Deutschland so.

du hast recht
 
Zuletzt bearbeitet:
AW: Fu** WM!

Hallo

Ich glaube, dass wir auch die Begriffe nicht durcheinander bringen sollten. Nationalgefühl, Nationalstolz und Patriotismus geraten mir bei der Diskussion etwas zu sehr durcheinander.

Für mich ist Nationalgefühl, oder Nationalbewußtsein, dass ich das Gefühl oder das Bewußtsein habe, ein Deutscher zu sein. Wobei Nationalgefühl eher eine Gefühlsentscheidung ist, während Nationalbewußtsein eher eine Kopfentscheidung ist.

Nationalstolz geht einen Schritt weiter. Ich identifiziere mich mit Deutschland und bin stolz darauf, ein Deutscher zu sein.

Patriotismus geht noch einen Schritt weiter. Er ist eine enge emotionale Bindung, eine Hingabe an das Vaterland.

Nationalstolz kommt heute für mein Empfinden nur noch bei einem Teil der Bevölkerung vor. Patriotismus nur noch in Randgruppen.

Das Nationalgefühl hat aus meiner Sicht durch das III. Reich und den Weltkrieg einen starken Knick bekommen. Ich glaube, in den ersten 10 Jahren nach dem Krieg waren die Deutschen damit beschäftigt, ihr Land wieder aufzubauen. Danach kam eine Zeit, in der über die Vergangenheit nicht gesprochen wurde. Sie wurde totgeschwiegen. Erst danach begann die Vergangenheitsbewältigung und hielt auch Einzug in den Schulunterricht. Vielleicht mußte zuerst eine neue Generation von Lehrern entstehen.

Und hier entstand beim Nationalgefühl für mein Empfinden ein Loch. Man schämte sich ein Deutscher zu sein. Ich kann mich noch an die Gespräche mit Mitschülern erinnern, ob man so einfach nach Frankreich fahren und dort sagen könne, man sei ein Deutscher. Was ja auch nicht aus der Luft gegriffen war. Die Menschen, die dort im Krieg gekämpft hatten, lebten noch und hatten eigene Familien gegründet.

Die Zeit, wo man sich schämte, ein Deutscher zu sein, scheint vorbei zu sein. Und da sehe ich das Auftreten der Deutschen bei der WM eben halt als so etwas, wie ein Barometer. Es ist wieder normal geworden, ein Deutscher zu sein und das wird von anderen Nationen akzeptiert. Und deshalb freuen sich auch die Großhändler von Nationalflaggen.

Nationalstolz, wie es ihn vielleicht vor 100 Jahren einmal gab, den kann ich so in Deutschland nicht sehen. Allerdings ist ein Satz wie "wir sind Papst" in einem beliebten Klatschblatt ein Hinweis darauf, dass Nationalstolz bei einem Teil der Bevölkerung vorhanden ist oder zumindest von der Bevölkerung akzeptiert wird. Ich habe mich auch gefreut, dass ein Deutscher Papst wurde. Jetzt fragt mich nur nicht, warum.

Nationalstolz vermute ich verstärkt z.B. bei Türken, die auch in fremden Ländern sehr stark an ihren Traditionen festhalten, und bei Engländern, die ja unbedingt ein Bild ihrer Queen auf ihrem Geld behalten wollten. Oder bei den USA, bei denen ich das Gefühl habe, dass sie am liebsten an jeder Stange, und sei es nur ein Lampenpfahl, ihre Flagge aufhängen wollen. Ich kann mich an eine Umfrage unter Amerikanern erinnern, ob Folter ein legitimes Mittel bei der Bekämpfung des Terrorismus sein sollte. Ein großer Teil der Bevölkerung hat dem zugestimmt - zum Wohle des Landes.

Günter
 
AW: Fu** WM!

Günter meinte:
Hallo

Oder bei den USA, bei denen ich das Gefühl habe, dass sie am liebsten an jeder Stange, und sei es nur ein Lampenpfahl, ihre Flagge aufhängen wollen.

Günter

Und nicht nur das!
 
AW: Fu** WM!

Günter meinte:
1.Für mich ist Nationalgefühl, oder Nationalbewußtsein, dass ich das Gefühl oder das Bewußtsein habe, ein Deutscher zu sein. Wobei Nationalgefühl eher eine Gefühlsentscheidung ist, während Nationalbewußtsein eher eine Kopfentscheidung ist.

Nationalstolz geht einen Schritt weiter. Ich identifiziere mich mit Deutschland und bin stolz darauf, ein Deutscher zu sein.

Patriotismus geht noch einen Schritt weiter. Er ist eine enge emotionale Bindung, eine Hingabe an das Vaterland.

Nationalstolz kommt heute für mein Empfinden nur noch bei einem Teil der Bevölkerung vor. Patriotismus nur noch in Randgruppen.

2.Ich habe mich auch gefreut, dass ein Deutscher Papst wurde. Jetzt fragt mich nur nicht, warum.

1.Die Zusammenfassung mit Nationalgefühl/bewusstsein, -stolz und Patriotismus finde ich recht sinnvoll und gut zusammengefasst =)
2Naja, mir war es eher peinlich, als ich davon gehört hab...
;-)

ich geh jetzt schokolade holen und ess sie dann.
 
AW: Fu** WM!

Schokolade ist gut! Ich habe mir am Samstag eine Packung Vanilleeis geholt. Kantenlänge gut 30 x 30 cm und 10 cm hoch. Und zwar für mich allein!

Was mir auf meinem Spaziergang auch noch eingefallen ist: Wir haben auch noch nicht die Strategien der Fan-Artikel-Hersteller beleuchtet. Denn es kann ja auch nicht sein, daß die mit der Produktion erst angefangen haben, als die WM schon lief. Ein Großteil von dem Zeug kommt ja auch aus China, was ja auch seine Zeit dauert. Irgendwie scheint da also auch eine geschickte Strategie der Industrie dahinter zu stecken. Ja, ich weiß; ich bin ein Hornochse. Ich habe schon vor vielen Jahren Produkte mit deutschen und französischen Flaggen gemacht und auch wenige verkauft. Aber, wenn ich jetzt diese Billigzeug sehe - da hätte ich ein paar Sonderserien auflegen können.
 
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