Ich glaube (!) das würde nur einen marginalen Unterschied machen, wenn überhaupt. Beides sind hierzulande keine ungewöhnlichen, seltenen Namen mit konkreter negativer Konnotation.
Anders wäre es, wenn du gefragt hättest, ob es einen Unterschied geben würde, hätte dich deine Mutter Anna oder Eylül genannt. Während der eine Name als deutsch und weitestgehend neutral gelesen wird, ist der andere nichtdeutsch und kann bei manchen Menschen bestimmte, auch negative Assoziationen wecken und zu Vorurteilen führen.
Natürlich weiß ich nicht, ob mein Leben anders verlaufen wäre, hätte ich einen anderen Vornamen bekommen, aber ich kann folgendes beisteuern:
Ich bin Ausländerin, meinen Vornamen gibt es aber auch in deutscher Form bzw. deutscher Schreibweise, vergleichbar mit Katharina/Kateryna oder Christoph/Krysztof. Ohne den eindeutig nichtdeutschem Nachnamen und vor allem, weil ich mich seit über 20 Jahren mit einer Abkürzung/Kurzform vorstelle, weckt das erstmal nicht die Assoziation, ich wäre keine Deutsche. Erst die Kombi mit dem Nachnamen macht das und da ist es irgendwie auch "verträglicher", weil der Vorname weniger fremd wirkt.
Meine Brüder haben eindeutig ausländische Vornamen, da gibt es keinen Deutungsspielraum und tatsächlich habe ich in unserer Kindheit und Jugend oft einen Unterschied an Reaktionen bemerkt, wenn wir uns vorstellten. Ich hatte da tatsächlich mehr Toleranzspielraum als meine Brüder, die sich mit eindeutig ausländischen Namen vorstellen mussten und ich bin mir sehr sicher, dass es nicht immer, aber manchmal und in Abhängigkeit davon, mit wem man zu tun hat, schon Unterschiede machen kann, ob in der Schule ein kleiner Niklas oder ein kleiner Merdzan Mist baut. Zumindest meiner Erfahrung nach.
Aber das ist nur ein Aspekt. Man könnte an der Stelle auch über Namen sprechen, die einer bestimmten Gesellschaftgruppe mit höherer oder niedrigerer Bildung zugesprochen werden. Aber das Thema ist in meinen Augen ziemlich heikel.