Ich kenne mehrere Frührentner, Grundsicherungsbezieher sowie Altersrentnerinnen die irgendwie alle um die 900€ liegen. Obwohl die Beitragsjahre, Arbeitsfremde Leistungen (Kinder...) und Gehälter sich durchaus unterscheiden. Meine These ist, dass es für alle, egal ob Hartz, Hausfrau oder Handwerker, sehr schwer sein wird wesentlich über 1200€ Altersbezüge zu kommen.
Es kommt ja wirklich drauf an, was jeder eingezahlt hat. Da braucht man im Internet nur mal nach einem Rentenrechner googeln und sieht, dass Renten von rund 1.500 € durchaus realistisch sind, WENN man denn 40 Jahre gearbeitet hat und der Bruttolohn nicht nur 1500 € war. Dass man als Hartz 4 Empfänger oder Hausfrau keine bzw. wenig Rente bekommt, sollte hingegen nicht verwundern..... das ist doch nicht ernst gemeint oder?
😀
Das Problem ist eben, dass ein Arbeitsleben oft unterbrochen wird (z.B. durch Arbeitslosigkeit), dass man im Niedriglohnsektor zu wenig Rentenpunkte erwirbt, dass man nur Teilzeit arbeitet oder manchmal etwas blauäugig nicht vorausplant. So geht´s aber vielen, vielleicht uns ja auch? Wer kann etwa heute mit 30 oder 40 Jahren sicher seine Rente planen?
Bester Weg dürften aussichtsreiche Akademikerkarrieren mit viel Privatvorsorge und Anlageimmobilien, oder eine bessere Beamtenlaufbahn sein.
Generell ist aber die Aussage, dass besser bezahlte Berufe am Ende auch höhere Renten bringen natürlich richtig. Logisch oder?
😀
Ob man nun gezielt den Akademiker nennen sollte..... Klar sicher, aber der von Dir zuvor genannte Handwerker kann sich auch selbstständig machen und vielleicht mehr verdienen als der Durchschnittsakademiker. Heute stehen viele studierte Menschen ohne Arbeit da. Man sieht immer nur die, "die es geschafft haben", nicht solche, die als Taxifahrer enden. Hast natürlich trotzdem Recht: Eine gute Bildung und potenziell Grundstein für die finanzielle Zukunft!
Allerdings muss man dazu auch sagen dass es einfach zu wenig Gegenentwürfe gibt, wie man im Alter leben kann. Was spräche denn dagegen, wenn sich mal eine Handvoll Mittvierziger hinsetzt und Ideen wälzt, wie man später mal mehr sein kann als ein einsamer verarmter Rentner in einer Winzwohnung.
Der eine hat vielleicht ein Haus zu erben oder kennt jemanden der gern langfristig eins vermieten würde. Der andere weiß einen Gemüsegarten zu bestellen. Der Dritte kennt sich mit Ämtern aus und findet gratis Hilfestellungen heraus (Medikamente vom Armenarzt, Patenschaften jung/alt mit Kindersitten gegen Einkaufsfahrten, wie muss alles geregelt und eingerichtet sein um nicht als Bedarfsgemeinschaft aufgerechnet zu werden...), ein weiterer kennt einen Studenten der Wohnen gegen Instandhaltungsarbeiten gebrauchen könnte. Ich will hier nicht utopisch werden, aber ich glaube wenn die Leute mal von ihren depressiven vereinzelten Lebensentwürfen weg kämen würde selbst die Grundsicherung wesentlich weiter reichen als man so denkt. So ein Grüppchen hätte sicher sogar noch Geld um einmal im Jahr ein einfaches Ferienhäuschen zu mieten.
Find ich eine gute Einstellung. Man hat im Rentenalter ja auch Zeit. Und solange die Gesundheit mitspielt, warum nicht einen Gemüsegarten anlegen oder Patenschaften, Ehrenämter etc? Auch unter Grundsicherung ist das Leben im Alter noch lebenswert. Da man nicht mehr arbeitesfähig ist wird man vom Jobcenter in Ruhe gelassen. Das wertvollste im Leben ist Zeit, denn Geld hat man irgendwann genug, die Zeit aber verrint uns allen zwischen den Fingern.