G
Gelöscht 71363
Gast
Hallo Zusammen,
wer kennt das auch von euch, der / die Ex ist in festen Händen und obwohl man vom Kopf her weiß dass die Beziehung damals nicht gut war, trauert man oder ist neidisch?
Ich war fast sieben Jahre mit ihm zusammen und ich habe ihn wirklich von ganzem Herzen geliebt. Er hatte eine 50 / 50 Persönlichkeit.
50% war er der liebste, tollste Mann im ganzen Universum,
50 % war er der schlimmste, gemeinste Mann, war handgreiflich und hat mich psychisch immer klein gemacht.
Ich war damals in Therapie deshalb weil ich nicht weg kam von ihm.
Es war so schlimm dass ich nachts mit den Zähnen knirschte und mir diese teilweise kaputt machte.
Ich war vollkommen klein, vollkommen untergeben.
Doch weil er ebenso ein überaus Lieber und charmanten sein konnte, konnte ich nie los kommen denn die schlechten Seiten überwogen nicht.
Er war so dermaßen wechselhaft. Einmal gingen wir zum Konzert. Es war ein Geburtstagsgeschenk von mir an ihm. Es war alles super. Wir hielten Händchen, knutschen zur Musik. Wir fuhren heim. Auch hier alles bestens.
Kaum und wirklich kaum (!) waren wir in der Wohnung war er plötzlich eiskalt und abwertend. Beleidigte mich und meinte er wolle jetzt seine Ruhe.
Ich habe nie verstanden warum es immer so dermaßen kippte. Fragte ich liebevoll nach, wurde ich abgewertet. Ich sei nichts und niemand, oft schmiss er mich aus der Wohnung raus. Auch das erst als ich meine für ihn aufgab und zu ihm zog.
Es war immer ein geliebt werden, sich auf den anderen einlassen, Vertrauen aufbauen - und dann von jetzt wurde alles nieder gemacht. Hin und her. Irgendwann hatte ich kein Selbstbewusstsein mehr. Wusste nicht mehr wer ich war. War abhängig.
Auch gemeinsame Themen die eigentlich hätten besprechen werden sollen, entschied er stets für sich, als sei er Single. Ich hatte nichts zu melden, und wenn doch, sollte ich es ihm bitte nicht erzählen.
Er hatte ein großes Machtproblem.
Hatte auch einen Job in dem er Macht ausüben konnte 😉
Nun habe ich erfahren dass er geheiratet hat. Und er hat sogar ihren Namen angenommen.
Ich wollte damals auch heiraten und meinen Namen behalten.
Doch er wollte nie heiraten. Heiraten sei was für dumme, sagte er. Er behauptete immerzu dass ER niemals heiraten wolle. Das war immer ein großes Thema bei uns.
Außerdem lebt er in der neuen Beziehung genau das aus, was ich immer gebraucht habe.
Komischerweise ist sie in seiner Beziehung jetzt die, die "anführt". Und er lebt nun meine Rolle aus.
Ist sicher komisch zu lesen. Ich weiß nicht wie ich es anders erklären soll.
Es ist einfach so als würde er unsere Beziehung leben, jetzt alles verstanden und eingesehen haben, nur nicht mit mir sondern mit der neuen.
Die neue an seiner Seite ist übrigens genau wie er damals, eher unabhängig und macht ihr Ding ohne viel Rücksicht auf den Partner zu nehmen.
Jedenfalls bin ich sooo froh ihn los zu sein. Oft muss ich noch an ihn denken und bin dann so dankbar dass wir nicht mehr zusammen sind.
Als die Trennung war, war er bereits Monate zuvor kalt. Wollte mich nicht mehr sehen.
Schluss gemacht hat er trotzdem nicht.
Später kam heraus dass er bereits zu dieser Zeit die neue kannte und sich mit ihr traf. Mich jedoch noch "warm halten wollte".
Für mich ist damals eine Welt zusammen gebrochen.
Diese ganzen Monate in denen er mich wie Dreck behandelte. Meine Anrufe wegdrückte. Mir nicht mehr antwortete. Ich machte mir Sorgen, dachte es sei was passiert.
Und dann, als er mit ihr zusammen kam, machte er plötzlich Schluss. Es war ein tiefer Schlag denn nach so vielen Jahren wäre es fair gewesen mit offenen Karten zu spielen und sich um Guten zu trennen.
Mehr wollte ich nicht. Nur Ehrlichkeit habe ich mir gewünscht.
Nach sechs Monaten lernte ich einen neuen kennen. Es war nicht meine große Liebe und wir sind auch nicht mehr zusammen. Ich will auch erstmal keinen Mann mehr haben.
Wenn, dann soll es das nächste mal der richtige sein.
Trotzdem und obwohl die Zeit damals so schwer war und ich froh bin den langjährigen Ex los zu sein, tut es weh.
Obwohl ich ihn nicht zurück nehmen würde nach allem. Obwohl ich ihn manchmal insgeheim hasse. Übrigens Gefühle die ich erst lernen musste. Wut? Konnte ich nie fühlen und das war wahrscheinlich der Hauptgrund weshalb ich nie vorher gegangen bin.
Immerzu muss ich an die schönen Tage denken 🙁
Ich will ihm weder etwas Böses wünschen noch etwas Gutes. Ich will einfach damit abschließen und dachte eigentlich ich sei durch.
Wie seid ihr damit umgegangen oder wie würdet ihr in meinem Fall damit umgehen?
LG Estate_1
wer kennt das auch von euch, der / die Ex ist in festen Händen und obwohl man vom Kopf her weiß dass die Beziehung damals nicht gut war, trauert man oder ist neidisch?
Ich war fast sieben Jahre mit ihm zusammen und ich habe ihn wirklich von ganzem Herzen geliebt. Er hatte eine 50 / 50 Persönlichkeit.
50% war er der liebste, tollste Mann im ganzen Universum,
50 % war er der schlimmste, gemeinste Mann, war handgreiflich und hat mich psychisch immer klein gemacht.
Ich war damals in Therapie deshalb weil ich nicht weg kam von ihm.
Es war so schlimm dass ich nachts mit den Zähnen knirschte und mir diese teilweise kaputt machte.
Ich war vollkommen klein, vollkommen untergeben.
Doch weil er ebenso ein überaus Lieber und charmanten sein konnte, konnte ich nie los kommen denn die schlechten Seiten überwogen nicht.
Er war so dermaßen wechselhaft. Einmal gingen wir zum Konzert. Es war ein Geburtstagsgeschenk von mir an ihm. Es war alles super. Wir hielten Händchen, knutschen zur Musik. Wir fuhren heim. Auch hier alles bestens.
Kaum und wirklich kaum (!) waren wir in der Wohnung war er plötzlich eiskalt und abwertend. Beleidigte mich und meinte er wolle jetzt seine Ruhe.
Ich habe nie verstanden warum es immer so dermaßen kippte. Fragte ich liebevoll nach, wurde ich abgewertet. Ich sei nichts und niemand, oft schmiss er mich aus der Wohnung raus. Auch das erst als ich meine für ihn aufgab und zu ihm zog.
Es war immer ein geliebt werden, sich auf den anderen einlassen, Vertrauen aufbauen - und dann von jetzt wurde alles nieder gemacht. Hin und her. Irgendwann hatte ich kein Selbstbewusstsein mehr. Wusste nicht mehr wer ich war. War abhängig.
Auch gemeinsame Themen die eigentlich hätten besprechen werden sollen, entschied er stets für sich, als sei er Single. Ich hatte nichts zu melden, und wenn doch, sollte ich es ihm bitte nicht erzählen.
Er hatte ein großes Machtproblem.
Hatte auch einen Job in dem er Macht ausüben konnte 😉
Nun habe ich erfahren dass er geheiratet hat. Und er hat sogar ihren Namen angenommen.
Ich wollte damals auch heiraten und meinen Namen behalten.
Doch er wollte nie heiraten. Heiraten sei was für dumme, sagte er. Er behauptete immerzu dass ER niemals heiraten wolle. Das war immer ein großes Thema bei uns.
Außerdem lebt er in der neuen Beziehung genau das aus, was ich immer gebraucht habe.
Komischerweise ist sie in seiner Beziehung jetzt die, die "anführt". Und er lebt nun meine Rolle aus.
Ist sicher komisch zu lesen. Ich weiß nicht wie ich es anders erklären soll.
Es ist einfach so als würde er unsere Beziehung leben, jetzt alles verstanden und eingesehen haben, nur nicht mit mir sondern mit der neuen.
Die neue an seiner Seite ist übrigens genau wie er damals, eher unabhängig und macht ihr Ding ohne viel Rücksicht auf den Partner zu nehmen.
Jedenfalls bin ich sooo froh ihn los zu sein. Oft muss ich noch an ihn denken und bin dann so dankbar dass wir nicht mehr zusammen sind.
Als die Trennung war, war er bereits Monate zuvor kalt. Wollte mich nicht mehr sehen.
Schluss gemacht hat er trotzdem nicht.
Später kam heraus dass er bereits zu dieser Zeit die neue kannte und sich mit ihr traf. Mich jedoch noch "warm halten wollte".
Für mich ist damals eine Welt zusammen gebrochen.
Diese ganzen Monate in denen er mich wie Dreck behandelte. Meine Anrufe wegdrückte. Mir nicht mehr antwortete. Ich machte mir Sorgen, dachte es sei was passiert.
Und dann, als er mit ihr zusammen kam, machte er plötzlich Schluss. Es war ein tiefer Schlag denn nach so vielen Jahren wäre es fair gewesen mit offenen Karten zu spielen und sich um Guten zu trennen.
Mehr wollte ich nicht. Nur Ehrlichkeit habe ich mir gewünscht.
Nach sechs Monaten lernte ich einen neuen kennen. Es war nicht meine große Liebe und wir sind auch nicht mehr zusammen. Ich will auch erstmal keinen Mann mehr haben.
Wenn, dann soll es das nächste mal der richtige sein.
Trotzdem und obwohl die Zeit damals so schwer war und ich froh bin den langjährigen Ex los zu sein, tut es weh.
Obwohl ich ihn nicht zurück nehmen würde nach allem. Obwohl ich ihn manchmal insgeheim hasse. Übrigens Gefühle die ich erst lernen musste. Wut? Konnte ich nie fühlen und das war wahrscheinlich der Hauptgrund weshalb ich nie vorher gegangen bin.
Immerzu muss ich an die schönen Tage denken 🙁
Ich will ihm weder etwas Böses wünschen noch etwas Gutes. Ich will einfach damit abschließen und dachte eigentlich ich sei durch.
Wie seid ihr damit umgegangen oder wie würdet ihr in meinem Fall damit umgehen?
LG Estate_1
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