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Ess-Brech-Attacken bei Mann

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Eine Störung kann man auch mit Top-Eltern entwickeln. Es geht hier nicht un Schuld, sondern un Hilfe für dich.
Warum sprichst du nicht mit einem Psychotherapeuten darüber?

Ich kenne keinen Bericht über psychische Erkrankungen, bei dem die Ursachen letztendlich nicht doch in der Familie lagen.
Erkrankungen mit körperlichen Ursachen, wie zum Beispiel Schizophrenie, sind hiervon natürlich ausgeschlossen.
Wenn der Psychiater nächste Woche der Auffassung ist, dass therapeutische Unterstützung notwendig ist, so werde ich mich dem nicht entgegenstellen.

Es geht nicht um Schuld oder Rechtfertigung. Es gibt keinen Grund dafür, dass du krank geworden bist.
Auch du hast dir diese Krankheit nicht ausgesucht.
Dass sich deine Eltern zunächst sorgen oder erschrocken zeigen, ist eine normale Reaktion. Letztendlich aber stell dir die Frage: was wird schlimmstenfalls passieren wenn du sie einweihst.
Sie kritisieren oder verstoßen dich nicht, sie lieben dich und wollen in Wahrheit nur dein Bestes und werden dich dabei unterstützen, dass du diese Krankheit überwinden wirst.
Zunächst solltest du nicht außer acht lassen und es sehr positiv bewerten, dass du bereit bist, dich einem Psychiater/oder Berater anzuvertrauen, der dir dabei hilft, dass du wieder gesund werden kannst.
Du hast den ersten wichtigen Schritt dazu getan und dir einen Termin bei einem Profi besorgt. Dort weiß man, was du durchmachst, sie werden dich verstehen und wissen um die Ursachen, sie können und werden dir helfen diese aufzuarbeiten.
Du kannst davon ausgehen, dass dir respektvoll zugehört wird, dass du erzählen kannst was dich bedrückt. Dir wird der Druck genommen, der dir durch deiner Familie oder Freunden auferlegt wird.
Auch wenn du krank bist wirst du als jemand Wertvolles behandelt und wirst alle Möglichkeiten erhalten dass du wieder gesund wirst.

Es erscheint mir egoistisch, meinen Wunsch nach Unterstützung über den Seelenfrieden meiner Eltern zu stellen. Letztendlich helfen können sie mir doch nicht. Meine Schwester käme noch in Frage, bei ihr ist mein Vertrauen darin, dass sie es nicht doch unseren Eltern sagt, nicht übermäßig groß. Partner habe ich nicht und meine freundschaftlichen Beziehungen haben in den letzten Jahren in ihrer Intensität massiv abgenommen. Aktuell stehe ich, bis auf einige oberflächliche und andere intensivere, aber durch Vorfälle in der Vergangenheit vorbelastete Beziehungen, alleine da.
 
Ich fühle mich wie der letzte Versager. Immer und immer wieder stelle ich mir die Frage, was bei mir falsch gelaufen ist, gehe die einzelnen Stationen meines Lebens immer wieder durch.
Es scheint etwas mit meiner akademischen und beruflichen Karriere zu tun zu haben, denn damit fing es an. Hat schon einmal jemand etwas davon gehört, dass jemand süchtig danach wird, sich zu übergeben, weil er sich wegen eines abgebrochenen Studiums Vorwürfe macht? Also ich nicht. Was mir fehlt, ist eine logische, nachvollziehbare Erklärung. Ich kann nicht auf das Verständnis meiner Mitmenschen hoffen, wenn ich mein Verhalten nicht erklären und selbst nicht verstehen kann.
 
Hat schon einmal jemand etwas davon gehört, dass jemand süchtig danach wird, sich zu übergeben, weil er sich wegen eines abgebrochenen Studiums Vorwürfe macht
Es ist eine Form, damit umzugehen, manche entwickeln andere krankhaften Verhaltensweisen, wieder andere gar keine. Es klingt alles sehr nach Bulimie, auch dieses Perfekt sein wollen für andere, andere nicht zu enttäuschen. Ich kannte einge, die bulimisch waren, sie nannten die gleichen Dinge wie du...
Es gibt auch sogenannte atypische Bulimie oder auch Anorexie. Da treffen einige Symptome zu, aber auch nicht alle.

Ich kann nicht auf das Verständnis meiner Mitmenschen hoffen, wenn ich mein Verhalten nicht erklären und selbst nicht verstehen kann.
Nunja, das ist ja auch Aufgabe eines Therapeuten, das mit Dir zusammen herauszubekommen. Ich würde an deiner Stelle zu dem Termin am Freitag gehen (du könntest auch all das, was du hier in den Threads geschrieben hast, ausdrucken, falls dir das Sprechen schwer fällt) und dann hören, was der Psychiater dazu sagt.
 
Ich fühle mich wie der letzte Versager. Immer und immer wieder stelle ich mir die Frage, was bei mir falsch gelaufen ist, gehe die einzelnen Stationen meines Lebens immer wieder durch.
Es scheint etwas mit meiner akademischen und beruflichen Karriere zu tun zu haben, denn damit fing es an. Hat schon einmal jemand etwas davon gehört, dass jemand süchtig danach wird, sich zu übergeben, weil er sich wegen eines abgebrochenen Studiums Vorwürfe macht? Also ich nicht. Was mir fehlt, ist eine logische, nachvollziehbare Erklärung. Ich kann nicht auf das Verständnis meiner Mitmenschen hoffen, wenn ich mein Verhalten nicht erklären und selbst nicht verstehen kann.
Warum lebst du in deiner Vergangenheit, da kannst du nichts mehr dran ändern?
Machst dich dadurch zum Opfer, das nur das Verständnis von andern DIR eine neue Zukunft beschert.
Wie soll das gehen?
Deine Zukunft schreibst du selbst, nicht die andern:
Alte Gewohnheiten zu ändern kann eine lästige Angelegenheit sein.
Du gibst Dir monatelang viel Mühe, investierst und arbeitest an Dir und glaubst endlich Deinen Weg gefunden zu haben.
Doch auf einmal passiert etwas und Du bist komplett raus.
Du findest nicht mehr zurück in die Spur und fällst zurück in alte Muster.
Im Schnitt kann man sagen, dass es zwischen 18 Tagen und 9 Monaten dauert, um alte Gewohnheiten zu ändern.
Je höher der Leidensdruck, desto leichter wird es Dir fallen Deine schlechten Gewohnheiten zu ändern.
 
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