G
Gelöscht 116220
Gast
Eine Störung kann man auch mit Top-Eltern entwickeln. Es geht hier nicht un Schuld, sondern un Hilfe für dich.
Warum sprichst du nicht mit einem Psychotherapeuten darüber?
Ich kenne keinen Bericht über psychische Erkrankungen, bei dem die Ursachen letztendlich nicht doch in der Familie lagen.
Erkrankungen mit körperlichen Ursachen, wie zum Beispiel Schizophrenie, sind hiervon natürlich ausgeschlossen.
Wenn der Psychiater nächste Woche der Auffassung ist, dass therapeutische Unterstützung notwendig ist, so werde ich mich dem nicht entgegenstellen.
Es geht nicht um Schuld oder Rechtfertigung. Es gibt keinen Grund dafür, dass du krank geworden bist.
Auch du hast dir diese Krankheit nicht ausgesucht.
Dass sich deine Eltern zunächst sorgen oder erschrocken zeigen, ist eine normale Reaktion. Letztendlich aber stell dir die Frage: was wird schlimmstenfalls passieren wenn du sie einweihst.
Sie kritisieren oder verstoßen dich nicht, sie lieben dich und wollen in Wahrheit nur dein Bestes und werden dich dabei unterstützen, dass du diese Krankheit überwinden wirst.
Zunächst solltest du nicht außer acht lassen und es sehr positiv bewerten, dass du bereit bist, dich einem Psychiater/oder Berater anzuvertrauen, der dir dabei hilft, dass du wieder gesund werden kannst.
Du hast den ersten wichtigen Schritt dazu getan und dir einen Termin bei einem Profi besorgt. Dort weiß man, was du durchmachst, sie werden dich verstehen und wissen um die Ursachen, sie können und werden dir helfen diese aufzuarbeiten.
Du kannst davon ausgehen, dass dir respektvoll zugehört wird, dass du erzählen kannst was dich bedrückt. Dir wird der Druck genommen, der dir durch deiner Familie oder Freunden auferlegt wird.
Auch wenn du krank bist wirst du als jemand Wertvolles behandelt und wirst alle Möglichkeiten erhalten dass du wieder gesund wirst.
Es erscheint mir egoistisch, meinen Wunsch nach Unterstützung über den Seelenfrieden meiner Eltern zu stellen. Letztendlich helfen können sie mir doch nicht. Meine Schwester käme noch in Frage, bei ihr ist mein Vertrauen darin, dass sie es nicht doch unseren Eltern sagt, nicht übermäßig groß. Partner habe ich nicht und meine freundschaftlichen Beziehungen haben in den letzten Jahren in ihrer Intensität massiv abgenommen. Aktuell stehe ich, bis auf einige oberflächliche und andere intensivere, aber durch Vorfälle in der Vergangenheit vorbelastete Beziehungen, alleine da.