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Es muss einfach mal raus..

blablu

Mitglied
Hallo Leute,

ich melde mich mal wieder zu Wort, da es mir sehr schlecht geht.
Wie ich schon in anderen Beiträgen erwähnt habe, leide ich unter Angst- und Panikattacken.
Außerdem leide ich auch unter Darmproblemen (Reizdarm).

Mir geht's in letzter Zeit überhaupt nicht gut, weil mich sehr viel belastet (unter anderem mein Freund)..
Ich möchte eigentlich gar nicht mehr raus.. meine Angst wird immer größer. Außerdem will ich
eigentlich nur in meinem Bett liegen und gar nichts tun. Mir es total egal, was um mich rum passiert,
ob es jemandem schlecht geht. Ich bin einfach nur noch
genervt, wenn mir jemand mit seinen Problemen kommt, obwohl die Person weiß, dass ich meine
eigenen Probleme habe! Da werde ich innerlich richtig wütend, aber ich versuche es mir nicht anmerken
zu lassen. Auch mein Freund ist so ein Fall! Nicht vor all zu langer Zeit haben wir zusammen gewohnt. Ich bin irgendwann ausgezogen und habe mich auch für kurze Zeit von ihm getrennt. Er hat sich des öfteren über meine
Angst lustig gemacht und hat mir auch Streiche gespielt! Ich fand das überhaupt nicht witzig, er schon!

Vor kurzem hat er mich gefragt, wie sich meine Panik auswirkt. Ich hab's ihm erzählt! Dann kam er mir mit der Aussage, dass er das auch gerade hat! Ich wurde extrem sauer, weil er auch sagte, dass er das alle paar Monate hat seit er ungefähr 7 oder so ist! Erst findet er das bei mir witzig, dann sowas? Er war schon immer sehr auf Aufmerksamkeit aus! Zurzeit hat er keine Arbeit, hat's bei seinen Eltern total "verkackt", weil er sich um nichts kümmert, hat einen totalen Schuldenberg und kifft sich den "Stress" weg, wie er so schön immer sagt! Er sagt immer, dass er keine Hilfe von seinen Eltern will, nimmt lieber das Geld von seinen Freunden und isst sich seit Monaten an Aufbackbaguettes satt. Außerdem verlangt er von mir, dass ich es verstehe, wenn er keine Bewerbungen schreibt, weil es im Moment nicht geht! Er kann mir nicht mal Gründe nennen!

Außerdem hatten wir des öfteren Streit, weil er sich einfach keine Mühe macht, mal zu mir zu kommen. Er hat mir knallhart ins Gesicht gesagt, dass man in meinem Ort nichts machen kann. Wenn ich bei ihm bin, hocken wir auch nur in der Bude rum! Außerdem versteht er es nicht, wenn ich mal etwas später komme, weil ich mich einfach nicht traue, zu ihm zu fahren. Meine Angst wird von Tag zu Tag größer! Das endet meistens im Streit. Meinen Teil will er dann meist nicht hören und sagt, ich solle mich in seine Situation hineinversetzen, dass er immer warten muss. Klar, ich verstehe, dass das nicht toll ist. Aber er verlangt von mir Sachen ab, zu denen ich mich erst mal überwinden muss. Es ist ein hin und her. Ich soll für seine Situation Verständnis zeigen, doch für meine zeigt er Null. Während wir auseinander waren, hatte er wieder einen Job, hat Geld verdient. Es ging ihm gut und das hat mich gefreut! Er hatte endlich wieder was auf die Reihe bekommen! Doch als wir dann wieder zusammen gekommen sind, ging es ihm plötzlich wieder schlecht. Er ist nicht zur Arbeit gegangen und wollte, dass ich jeden Tag bei ihm bin!

Ich spiele wieder mit dem Gedanken, mich zu trennen, weil ich es einfach nicht mehr aushalte. Er lässt sich von seinem Freund seine offenstehenden Rechnungen zahlen, hockt Tag und Nacht an der Playstation. Bewerbungen sind gerade wieder Nebensache. Er hatte sich für zwei Wochen gefangen, jetzt geht es wieder von vorne los! Es gibt immer jemand, der ihm hilft, deshalb bekommt er nichts selbst auf die Reihe! Außerdem bin ich wirklich krass eifersüchtig und bekomme das bei ihm nicht in den Griff. Ich habe wieder Angst, in ein tiefes Loch zu fallen, wenn ich mich trenne, aber ich habe auch gemerkt, dass es mir mit ihm nur schlechter geht! Ich hoffe, dass das der erste Schritt ist, dass es mir besser geht, weil ich einfach mal an mich denken möchte. So ein Leben mit ihm möchte ich nicht leben.

Außerdem habe ich manchmal unkontrollierte Gedanken. Ich stand an der Bahn und sie fuhr ein. Auf einmal dachte ich daran, mich vor die Bahn zu schmeißen. Ich habe Angst vor mir selbst. Außerdem denke ich oft daran, mir das Leben zu nehmen, obwohl ich das nicht mal will! Ich kann Abends nicht mal richtig Fernseh schauen, weil ich bei den kleinsten Dingen im Fernsehen (z.B. Mimik von Schauspielern) Angst bekomme. Ich bin richtig schreckhaft geworden und frage mich wirklich, ob so ein Leben noch lebenswert ist, ob man sowas überhaupt noch heilen kann. Ich gehe auch in ein paar Wochen in eine Klinik (war meine eigene Entscheidung).

Das tat mal richtig gut, alles raus zu lassen..
 
Kurz und bündig?

Ihr scheint euch gegenseitig nicht gut zu tun. So gar nicht gut.

Wenn das nicht gerade die Liebe des Lebens für alle Zeit (und so hört es sich nicht an - sondern eher wie "ich hab da jemand") - würde ich mich an deiner Stelle komplett auf mich selbst konzentrieren und schauen, wie ich wieder auf die Beine komme. Jemand mit eigenen Problemen der dich noch weiter runterzieht und so nicht wirklich glücklich macht klingt hier eher deplatziert behaupte ich mal nüchtern. Oder wie siehst du das?

LG
 
Hallo blablu,
wenn es so weit ist, wie du schreibst von wegen spontanen
Suizidgedanken, dann solltest du wirklich sehr gut auf dich
achten und alles tun, was dir gut tut und alles unterlassen,
was dich weiter schwächt. Mein Bruder hat sein Leben durch
einen Zug beenden lassen ...

Welche Art von Unterstützung und Hilfe hast du denn derzeit?
Und hat dich schon mal jemand darüber informiert, welche
Rolle Lithium- und Zinkmangel bei Beschwerden dieser Art
haben können? Hier ein bisschen Infos zum Zink, vielleicht
hilft dir das ein wenig: Zink und Zinkmangel

Gruß, Werner
 
"So ein Leben mit ihm möchte ich nicht leben."

Verständlich. Daher solltest du dein Leben ändern und nicht beenden. Gut, dass du schon einen Kliniktermin hast. Ich würde die Beziehung vorher beenden, dann hast du Platz für neue, gute Erfahrungen.
 
Mir sind bei dir ein paar Sachen aufgefallen. Da deine Angst immer größer wird, solltest du dringend einen Psychologen aufsuchen, der gleichzeitig eine homöopathische Ausbildung hat und wenn möglich eine Zusatzausbildung für eine Schematherapie. Lass dir dort erst mal Graphit-Globulies gegen die Angst geben. Bei mir hat das ein Wunder vollbracht, an das ich nicht mehr geglaubt hätte. Ich war wieder in der Lage, die Wohnung zu verlassen, einkaufen zu gehen und bin mittlerweile sogar Mitglied in einem Turnverein.
Zu Beziehungskisten schreibe ich nur ungern irgendwelche Ratschläge. Für mich hört sich das nach "anklammern" an, oder ungefähr nach "halt mich fest, damit ich gehen kann". Kann es sein, dass du am letzten sozialen Kontakt klammerst, obwohl du weißt, dass es ein total verkrampfter sozialer Kontakt ist, der dir evtl. nicht gut tut? Was würde passieren, wenn du dir zusätzliche Kontakte suchst, außerhalb der Beziehung?
Wie sieht es bei dir mit Verantwortung dir selbst gegenüber aus. Was würde passieren, wenn du achtsam mit dir umgehst? Ja, Achtsamkeitsübungen wie im Buddhismus können auch eine Hilfe bei deinen Ängsten/Beziehungen sein.

Versuch es einfach mal:
Denke an einen Apfel.

Jetzt sage ich dir etwas zum nachdenken:
Das was du über den Apfel denkst, ist nicht der Apfel.
Das was du über den anderen denkst, ist nicht der andere.
Das was du über dich selbst denkst, bist nicht du.

Du bist mehr, der andere ist mehr und der Apfel ist mehr.

Eine andere Achtsamkeitsübung ist die, deine Einsamkeit bewusst zu spüren. Mit der Zeit wirst du den Wunsch entwickeln, andere Kontakte zu suchen.

liebe Grüße
Momo
 

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