Maliza
Mitglied
ich wüsste keine idee, aber ich glaube auch nicht an die vollständige resozialisierbarkeit von kindsmördern.....
Wird hier nicht wieder pauschalisiert? Sollte hier nicht zwischen den "netten" persönlichkeitsgestörten, psychisch debilen, verhaltensgestörten oft überbelasteten, gefrusteten, verwirrten Kindsmördern und den "bösen" psychopathischen Kindsmördern, die Kinder aus Spass jagen und töten unterschieden werden?🙄
Zumindest müssten unterschiedliche therapeutische Ansätze erfolgen, um eine Resozialisierung umzusetzen. Während bei den persönlichkeitsgestörten KM eine tiefenpsychologische Verhaltenstherapie an sinnvollsten erscheint, könnte man auf den psychopathischen KM nicht nur mittels Verhaltenstherapie einwirken, sondern auch den Sexual- und Agressionstrieb medikamentös ausschalten. Somit hätte ein Psychopath, der eigentlich keinen persönlichen Leidensdruck verspürt, aber ausreichende Restvernunft besitzt, sich einer strengen Reglementierung durch die Bewährungsauflagen zu unterwerfen, vermutlich eine höher einzuschätzende Erfolgschance, resozialisiert zu werden (sofern man unter "resozialisiert" ein steuerzahlendes Mitglied unsere Gesellschaft, das zukünftig eine relativ geringe Fremdgefärdung darstellt, verstehen möchte) als die labilen, persönlichkeitsgestörten Fälle, deren persönlicher Wille und Initiative notwendig sind, um einen Therapieverlauf erfolgreich zu gestalten.
Leute,
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Viele Grüße!
Wir haben doch nur ein wenig geflirtet.
Der Schrei nach Todesstrafe darf getrost in die Schublade: Populismus.
Darkside
Hier wird jetzt mit Schrot auf Spatzen geschossen.
Im Ausgangspost der TE ist zu lesen:
Ich muß gerade mal meiner Wut & Agression mal richtig Luft machen.
Schnubbelmaus schreibt nicht:
Auf! Lasst uns eine Petition, mit der Bitte das Strafmaß für Kindesmissbrauch bzw. Kindesmisshandlung, in definierten Einzelfällen, auf die wiedereinzuführende Todesstrafe hinaufzusetzen, beim Deutschen Bundestag einreichen!
In einer nachstehenden Textpassage von Schnubbelmaus steht geschrieben:
Bestien sollte man einschläfern. Ja richtig gelesen. Dafür würde ich mich sogar freiwillig melden und glaubt mir ich hätte nicht eine schlaflose Nacht deswegen.
Diese drei Sätze sind aus meiner Sicht, im Kontext zu dem restlichen Text, nicht als politisches Statement zu sehen, sondern eher als Äußerung des persönlichen, emotionalen Empfindens der TE, die als Mutter von zwei Kindern natürlich eher emotionale Bezüge zu diesem Thema hat und diesen Beitrag weniger unter sozialpsychologischen Aspekten anbringt.
Ich persönlich vertrete die Meinung, dass ausnahmslos jeder Mensch ein Recht auf körperliche Unversehrtheit hat. Die Wahrung der wirtschaftlichen und sozialen Rechte mache ich hingegen von einem gewissen Maß an Eigenverantwortung und sozialer Integrationsfähigkeit abhängig.
Ich möchte keinem Menschen eine Todesspritze setzen, weil ich mir bewusst bin, dass ich nicht damit umgehen könnte, jemand absichtlich getötet zu haben und kann mir, ganz ehrlich, nicht vorstellen, dass Schnubbelmaus, die zwei Kinder hat, ein bischen "öko" kocht und häufig mit ihren Kindern auf dem Spielplatz steht, bei einer Todesinjektion den Knopf drücken würde. So weit liegen wir menschlich nicht auseinander.
Bei mir geht die Vereinheitlichung der Menschenrechte allerdings nicht soweit, dass ich Missbrauchs- bzw. Misshandlungstäter auf gleicher Augenhöhe mit mir sehen kann.
Wenn ich Artikel lese, die zum Inhalt haben, dass ein erfolgreich resozialisierter Kinderschänder auf einem Spielplatz Dreijährige beobachtet und dabei sein Gummiarmband gegen sein Handgelenk schnippen lässt, wie ihm im Rahmen seiner Aversionstherapie geraten wurde, um festzustellen inwieweit er noch auf Reize reagiert, wir mir schlecht.
Ich empfinde starke Übelkeit, wenn ich lese bzw. in den Nachrichten sehe, dass ein Kleinkind von seinen Eltern in der Badewanne zu Tode verbrüht wurde.
Schaue ich mir eine Reportage über zwei, durch Vernachlässigung umgekommene Kinder, die laut Autopsiebericht, nach mehreren Tagen Nahrungs- und Flüssigkeitsentzug, in ihren letzten Stunden versucht haben, die Füllung ihrer Kuscheltiere aufzuessen, verspüre ich Wut und auch Ekel.
Ja - ich gebe offen zu, dass mich Missbrauchs/Misshandlungs-Täter, aus tiefstem Bauchgefühl heraus, anwidern, auch wenn mein Wissen um die ursächlichen seelischen Störungen mir vielleicht mehr Verständnis eingeben sollte. Deshalb erhebe ich hier nicht den "pädagogischen Zeigefinger" in Anbetracht des Beitrags von Knuddelmaus und riskiere es lieber, mich selbst zum Stammtisch-Proll herunterzureduzieren und mir vielleicht eine Verwarnung einzuheimsen, weil ich wieder zu weit "off topic" schreibe.
LG
Maliza