Ich möchte heute mal etwas ganz konträres zur Diskussion stellen. Eines will ich aber gleich vorweg schicken, ich möchte niemanden verletzten oder seine Gefühle absprechen, der unter dem Alleinsein leidet und sich nach Zweisamkeit sehnt. Vielleicht will ich aber trotzdem dazu anregen, einmal anders zu denken und die Sache von einer anderen Seite zu sehen.
Ich habe mich letzten November getrennt. Mitte Februar ist er dann ausgezogen. Ich hätte mich schon 10 Jahre eher trennen sollen, aber so ist das halt manchmal.
Ab dem ersten Tag blühe ich auf. Es ist so herrlich, nicht mehr auf die Minute genau heim kommen zu müssen, spontan etwas entscheiden und unternehmen zu können. Keiner verplant meine Freizeit, keiner verlangt, dass ich auf die Minute genau zuhause ankomme, nur damit er dann hinter dem PC verschwindet. Ich kann mich wieder um Freunde und Hobbies kümmern. Ich muß nicht mehr, wenn ich von der Arbeit komme, im Türrahmen stehen bleiben, damit wir umgehend einkaufen und dann 2 h lang aufwändige Gerichte zu kochen und dass dann mal wieder mein Feierabend war.
Ich kann entscheiden, was ich will und Pläne ändern, wie ich will - ohne dass es dann heißt: ABER Du wolltest doch....ich kann mich in die Sonne setzen auf dem Balkon, ohne dass 2 Minuten später einer hinter mir steht: ABER wir MÜSSEN noch. Oder vor allem ICH muß noch.
Ich lebe nur für mich und tue, was mir gut tut. Wenn ich putze, dann ist das mein Dreck. Keiner läuft mit Matschschuhen durch die Wohnung, läßt Teller auf der Spülmaschine vergammeln.....
Diese Freiheit ist unbezahlbar, unbezahlbar. Ich frag mich, ob ich das je wieder will, einen Mann in der Wohnung zu haben.
Das Leben gehört wieder mir. Und so soll es bleiben. Ich fühle mich so reich - obwohl die Fianzen sehr angespannt sind - aber ich fühle mich soo reich.
Gerade an die Frauen: seht doch endlich einmal das Positive. Man braucht doch keinen Mann für das Glück. Das Glück kann man nur sich selber geben. Woher soll es denn sonst kommen?
Ja, ich gebe Dir voll und ganz recht. Mir ging es nach meiner Trennung genauso, wobei auch ein Tief kam, da ich seit meinem 16ten Lebensjahr eigentlich nie Single war. Danach ging es mir alleine auch sehr gut, vielleicht auch weil ich Einzelkind bin und nicht ständig Anhang brauche.
Mit einem Mann zusammenziehen würde ich nur noch im Alter, dann denkt man vielleicht anders. Jetzt fühle ich mich so wohl , alleine und ohne diese ständigen Beziehungsversuche mit Männern , die auch ihre Lasten mit sich herumschleppen. Die brauche ich nicht auch noch.
Andererseits fehlt einem vielleicht ab und zu mal jemand, der einfach da ist . Es gibt auch Menschen, die gar nicht alleine sein können, da wird das dann wohl zum Problem...
LG Janina