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es dreht sich alles nur um sie...

G

Gast yvonne

Gast
so wie ich "gast" verstanden habe - hat sie bereits zwei therapien gemacht...

ich denke, dass der wille so eine th zu machen von einem selbst ausgehen muss.
solch eine th macht man nie für eine beziehung!!!

vielleicht ist es ja auch so - dass sie mit beiden beinen im leben steht und er nur durch seine forderungen die erinnerungen hervorruft????
(ich rede da aus eigener erfahrung)

an "gast" - was tust du denn für sie - bist du wirklich für sie da?
warst du während der therapien für sie da???
hast du dir selbst hilfe gesucht? was tut sie für eure beziehung? (außerhalb des bettes) was macht ihr sonst so zusammen?
kann sie sich auf dich jederzeit verlassen und ist sie für dich da,wenn du probleme (außer dieses) hast?

habe grad ein dejavu - aber vielleicht helfen ja die fragen....

und - wer nicht selbst so etwas erlebt hat (ich wünsche es niemandem) kann sich nicht in die seele hineinversetzen....
in einer th lernt man - wie man mit den folgen leben kann, es wird aber nie ungeschehen gemacht - und wenn sie wirklich als kind UND als frau missbraucht wurde,ist es -denke ich-besonders schwer....
ich bewundere den mut,überhaupt eine beziehung zu wagen - vielen ist dies gar nicht möglich.
von ex-opfern zu sprechen finde ich fatal - wir sprechen ja auch nicht von "ex-kinderschändern" - oder????

und ich kann mir nicht vorstellen,dass es eine überlebene gibt,die KEIN normales leben führen möchte - nur den weg dahin zu finden ist wirklich schwer....und es ist gut nach einer helfenden hand zu suchen oder nach armen,die einen festhalten...
in "normalen" beziehungen kümmert man sich doch auch um den anderen,wenn er krank ist, prüfungsangst hat, keine spinnen mag, ...
(und die betroffenen fühlen sich in dem moment genauso elend)
und ein "du musst" normal werden - ist aus therapeutischer sicht völliger unsinn...

entweder sie schafft es alleine (dh trennung) oder ihr zusammen...

liebe grüße...
 

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°°°abendtau°°°

Sehr aktives Mitglied
immer wenn sie redet,geht es ja nur um sie...und sie macht mir nur vorwürfe-komme mir vor wie das letzte ar.....

liege ich denn so falsch?
Hallo Gast,

hast Du Dich nie gefragt woher ihr zirkuläres Denken kommt? Wie es zustande kommt das ihr Denkschleife auf replay steht?

Drei Jahre seit ihr zusammen. (Ich gehe mal davon aus das Du es von Anbeginn wußtest.)

Über das, was im Gehirn passiert, wenn wir vergessen, gibt es im Wesentlichen zwei Theorien.
  • Die eine besagt, daß die Gedächtnisspur einfach mit der Zeit verblaßt und verschwindet (Theorie des Spurenverfalls). Wie dies genau erfolgt, ist jedoch noch nicht geklärt.
  • Die zweite Theorie geht davon aus, daß wir vergessen, indem neue oder aktuelle Eindrücke die alten Gedächtnisspuren überlagern und so den Zugriff auf die alten Erinnerungen erschweren (Interferenztheorie). Dabei werden verschiedene Perspektiven auf das zu Erinnernde unterschieden:
    • Die retroaktive Interferenz ist rückwärtsgerichtet, d.h., später Erlerntes stört früher Erlerntes. Je größer die Ähnlichkeit zwischen zwei Arten von Gedächtnismaterial ist, umso größer ist die Interferenz zwischen ihnen beim Lernen bzw. der Erinnerung.
    • Die proaktive Interferenz ist vorwärtsgerichtet, früher Gelerntes stört später zu Lernendes.
    • Misslingen des Abrufs: Die Information ist nicht mehr zu finden, wenn man den Kontext der Speicherung vergessen hat. "Etwas auf der Zunge haben" bedeutet, den Abrufreiz zumindest momentan nicht zugänglich haben.
    • Motiviertes Vergessen: Die Information wird aus irgendeinem Grund vor dem Bewußtsein verborgen (z.B. Angst, Schuldgefühl, Abneigung oder Ablehnung einer Person bzw. Sache).
Quelle

Und weils so schön war, solltest Du das nochmals lesen!!! Dabei solltest Du daran denken wie Du selbst sexualität gelernt/erlebt hast.

Dieser trockene "Kram" bedeutet nichts anderes als: Sie kann ihre negativ Erinnerungen, die ihr nun mal eingepflanst worden sind, nur mit positiv Erinnern überschreiben. Das heißt, allerwenigstens sollte sie von sich aus Dich streichel können, erst danach hat sie eine positive Erinnerung. Dann kommt auch der Rest.

Das alles braucht Zeit und Geduld. Und zwar von beiden Seiten!

Ihre momentane Erwartungshaltung Dir gegenüber ist nur negativ. Dies wird von Deiner eigenen negativen Ausstrahlung der "Sache" gegenüber noch verstärkt.

Was sie braucht, dass ist eine gleichbleibende Struktur im Alltag und in der Beziehung. Wenn sie diese Sicherheit hat, dann wird sie sich Dir öffnen. Und.... sie wird sich auch für eine Therapie öffnen.


Du mußt Dir jetzt nur die Frage stellen, ob sie Dir das alles wert ist! Und ich denke das ist sie Dir wert.

----
Zwei Theras wurden gemacht. Erfolglos wie man sieht.

Verhaltensbeobachtungen helfen, sogenanntes Vermeidungsverhalten zu erkennen. Viele haben ihre Lebensführung in der Folge der Angst immer weiter eingeschränkt und z.B. nicht mehr allein das Haus verlassen, Auto gefahren etc. Dies kann durch die Beobachtung erkannt und Veränderungsmöglichkeiten aufgezeigt werden. Mußt also genau schauen warum und vor allem wann sie anfängt zu weinen

Tja... ist viel was Du lernen und erkennen mußt, bevor beide die schönste Nebensache der Welt genießen können.

Das das Fustig macht, kann ich gut verstehen. Für den Frust - ist sie die falsche Adresse! Da mußte schon zum Täter gehen.

Überlebende können genauso Sex haben, Kinder bekommen.... wie alle. Nur der Anlauf dazu, der dauert leider etwas länger. Aber dafür sind wir viel zärtlicher. ;)


es passiert eben sehr selten - und wenn dann geht die initiative von mir aus. und manchmal möchte sie gar nicht.
ich kann mich nicht daran erinnern,dass sie mal angefangen hat.
und wenn ich ihr dann sage,dass wenn sie schon nicht will,sie mich vielleicht nur streicheln oder was weiß ich machen könnte,fängt sie an zu weinen....und ich bin dann nur noch wütend (beim letzten mal bin ich gegangen - ich konnte es nicht mehr ertragen)
Deswegen weint sie ja. Denn sie weiß vorher was von Dir kommt. Da mußt Du noch nicht´s gesagt haben. Deine Körpersprache spricht ganze Bände. Leider haben Überlebende sehr feine Antennen. ;)

Vielleicht hat sie derzeit eine Depession?

Ihr Ziel sollte eine Therapie sein. Eventuell eine Selbsthilfegruppe mit fachlicher Begleitung. (Das soltest Du ihr aber nicht täglich vor kaun! )

INFO bei Schotterblume



LG
°°°abendtau°°°
 

°°°abendtau°°°

Sehr aktives Mitglied
Ich finde, Dark hat recht. Wer als Opfer nicht partnerschaftsfähig ist, sollte auch keine Partnerschaft eingehen. Das kann für beide nicht gut ausgehen. Und, sorry, ist auch ein wenig verantwortungslos.

Peter
Hallo Peter,

Verantwortungslos? Hm.. sicher... klar... logisch. Ist ein Beziehungskiller wenn´s zur Einbahnstrasse wird. Wie Darkside_now trefflich formulierte. Wenig wäre aber dann viel Verantwortungslosigkeitl im Sinne der Einbahnstrasse. Aber ich weiß schon wie´s gemeint ist. ;)

Nur finde ich (da kann ich nun mal nur für mich sprechen), dass ist zu einfach gemacht.

Ein traumatisches Ereignis, welcher Art auch immer, ist niemals leicht für den Partner. Darin dürften wir uns alle einig sein. Ein schwere Verkehrsunfall hat z. B. den Vorteil, dass alle Angehörigen sich über die schwere im klaren sind, einfach weil sich jeder täglich (Medien...)damit konfrontiert sieht. (Das Opfer sich somit nicht erklären muß.) Diese Bilder bleiben haften, somit kann sich jeder Mensch vorstellen wie schlimm das gewesen sein muß, wenn des Unfallopfer Panik vor dem Auto hat.

Die einzigste Ausnahme mit einer zusätzlich erschwerenden Komponente, ist der Missbrauch/Vergewaltigung.
1. keiner normaler kann und will sich das bildhaft vorstellen
2. die Gefühlswelt des Partners wird (durch mich*) ggf. stark eingeschränkt

* durch mich? Oder durch die allgemeine Meinung wie eine/meine Sexualität zu funktionieren hat?

Warum ist die Akzeptanz bei Nichtopfern von Autounfällen - gegenüber dem (ebenfalls) traumatisierten Unfallopfer bei 100% vorhanden - wenn er od. sie Problem hat in ein Auto zu steigen/zu lenken? Liegt das nur an 1. weil bei diesem Beispiel bildhafte Vorstellungen vorhanden sind?

Oder wird 2. nur von Wichtigkeit, wenn´s an das eigene (fehlende) Wohlsein geht?
Darüber kann man sicher ewig diskutieren. Seis drum...

Defakto ist es doch so:

Eine allseits funktionierende Beziehung bewältigt auch diese Problematik.
Und ob ich Beziehungsunfähig bin, dass zu beurteilen überlasse ich meiner zukünftigen Partnerin lieber selber. Und wenn wir zusammen genügend Vertrauen haben, dann werde ich auch das geben können wonach uns beiden ist.

Eine allseits funktionierende Beziehung? Das bedeutet (heute) für mich, dass ich meiner Partnerin idealerweise schon vor der Beziehung Bescheid gebe.
Das ist das einzigste was ich Verantworten kann und muß, damit überhaupt eine Beziehung möglich werden kann. Schon aus eigenem Interesse. Setzt aber auch einen nicht unerheblichen Lernprozess meinerseits voraus (um den wir hier gerade reden).

Am Ende, ob nun Opfer od. nicht, muß jeder für sich entscheiden, was man für sich selber verantworten kann und will od. eben nicht...
Neben Respekt und Toleranz, wäre das gesundes Denken für beide. Bei einer Scheidung fragt auch keiner nach Schuld oder nicht Schuld.

Wenn sich ein Opfer nicht (gleich) Outen kann, dann kann man vielleicht sagen, dass die Beziehung noch reifen muß. Einfach weil die Zeit dafür noch nicht reif genug ist. Wohl aber weil die Scham über groß ist. Vom Eckel mal ganz abgesehen. Dieses "Opfergehabe" kann man schlecht als solche bezeichen. Deswegen bin ich nach wie vor der Meinung, dass das Wort Opfergehabe an sich viel zu allgemein ist. Für mich ist es ein Totschlagargument. Das passt immer. Jeep das mußte kommen:D


Bye..
 

pete

Sehr aktives Mitglied
Eine allseits funktionierende Beziehung? Das bedeutet (heute) für mich, dass ich meiner Partnerin idealerweise schon vor der Beziehung Bescheid gebe.
Das ist das einzigste was ich Verantworten kann und muß, damit überhaupt eine Beziehung möglich werden kann. Schon aus eigenem Interesse. Setzt aber auch einen nicht unerheblichen Lernprozess meinerseits voraus (um den wir hier gerade reden).
M.E. die Kernaussage, abendtau. Täuschen - aus Angst oder wenn der Lernprozess noch nicht abgeschlossen ist, sollte man niemals in einer Partnerschaft. Es zerstört Liebe, Vertrauen, alles.
Ehrlichkeit dagegen - und klar, dass die sehr sehr schwer fällt - kann einer (solchen) Beziehung dann guttun, wenn sich der nicht-traumatisierte Partner erstens stark genug fühlt, und zweitens wirklich liebt. Und der andere Partner nicht in seinem Trauma steckenbleibt.
Wenn dies nicht gegeben ist, gehts nicht.

Peter
 
Zuletzt bearbeitet:

°°°abendtau°°°

Sehr aktives Mitglied
Ich bin auch der Meinung, dass man den Threadersteller nicht als egoistisch hinstellen darf. Verständnis für die Situation des anderen ist natürlich essentiell - aber wenn sich jemand partout nicht helfen lassen will, dann soll der Partner nicht darunter leiden.
Hallo aphrodite,

also ich halte den TE nicht für egoistisch. Ihm fehlt nur etwas Wissen über Zusammenhänge. Vielleicht weint sie nur über ihre eigene Unfähigkeit sich zu erklären. Der dadurch auftretende selbst Hass ist nicht wenig.
Antriebslosikeit bedeutet nicht das sie nicht will. Sie kann nicht, obwohl sie will. Nach außen sieht es dann aus als würde sie nicht wollen.
Tja... so ist es mit allen Krankheiten die man nicht sieht. Und wer von einer Krankheit weiß (die ICD Nr. steht auf Krankenschein Bspw. F32.0), der sollte sich, genau wie unser Gast, einfach informieren. Dank WWW ist das kein Problem mehr.

Und wer ein Gibsbein hat, der braucht niemanden erklären warum er nicht Auto fahren kann. ;)

Als Nichtbetroffene von Gewalt jeglicher Art kann ich zwar den folgenden Satz ziemlich leicht vom Stapel lassen, riskiere es aber trotzdem: Hin und wieder habe ich den Eindruck, dass traumatisierte Personen ihre negativen Erfahrungen als Entschuldigung für alles vorschieben und auch gar nicht den Willen besitzen, dagegen anzukämpfen. So nach dem Motto "Mir ist mal dieses oder jenes passiert, deshalb hast du mich mit Samthandschuhen anzufassen. Tust du das nicht, bist du ein böser Mensch. Aber glaube nicht, dass ich selber was dagegen mache. Es ist deine Aufgabe, dass es mir gut geht."

Und das ist nicht fair.
Diesen Satz nehme ich als ganz normale Reaktion auf. Aber auch nur dann, wenn ich weiß das mein Gegenüber keine Ahnung von meinem Zustand hat. In einer Beziehung sollte beide allumfassend um die Erkrankung wissen. Schwere Depressionen haben die im Satz gennanten Merkmale/Erscheinungen.

Die Folge-Erscheinungen von Missbrauch sind ebenso gewaltig wie die Tat selbst. Und... jedes Opfer hat seine ganz persönlichen Erscheinungen.

Der aktuelle Fall aus Amstetten, auch der wird uns zeigen, dass die Opfer neu erlernen müssen was normal Leben überhaupt bedeutet. Denn momentan wurden sie aus ihrer Normalität herausgerissen. Was das alleine für die Tochter bedeutet, kann man nicht einmal erahnen. Ich halte hierbei die Suizid Gefahr für gigantisch hoch.



LG
°°°abendtau°°°
 

Tyra

Sehr aktives Mitglied
ich stimme den Vorbeiträgen zu, dass es halt wichtig ist sich zu erkundigen womit man es genau zu tun hat und wie man am besten als Partner oder Angehöriger mit einer solchen Problematik umgehen kann.
Ich würde mich bei Unsicherheiten an Beratungsstellen wenden und mir da konkrete Tipps und Hilfe suchen und/oder im Netz nach Spezialforen suchen..aber persönliche Gespräche fruchten oft mehr.

Aufklärung ist ganz wichtig wenn eine Erkrankung da ist, damit man weiss womit man es zu tun hat und wie man therapeutisch da rangehen kann. Wenn man das weiss woran man ist und was man dagegen tun kann ist man beruhigter, hat ein wenig Kontrolle darüber...Unwissenheit bringt nur Verwirrung und Unruhe....Wissen ist halt Macht wie es so schön heißt.

Der derzeit durch die Medien gehende Fall von Amstetten ist ziemlich krass...ich schätze die Sachlage ähnlich wie abendtau ein...hohe Selbstmordgefahr...denn es ist hammerhart für die Opfer sich nach so langer Zeit in perversen Verhältnissen, einer pervertierten Realität in der normalen Welt klarzukommen. Bleibt zu hoffen, dass ein paar fähige Psychologen direkt von Anfang an mitwirken und mithelfen. Menschen sind zum Glück enorm anpassungsfähig. Die Tochter, die bisher ein Leben als total unterdrückte und abhängige Sexsklavin geführt hatte muss ne Revolution in ihrer Haltung vollziehen, damit sie im wahren Leben klarkommt. Ich finde es gut, dass die Staatsanwaltschaft den Beteiligten ne neue Identität zusprechen will und sie somit nen leichteren Neuanfang ermöglicht bekommen...möglichst geschont durch die gesellschaftliche Stigmatisierung.

Das Wort "Opfergehabe" finde ich blöd..ich verwende häufig Opferhabitus = Opferhaltung ein allgemeiner Ausdruck der jedoch solche Dinge wie zu mangelndes Abgrenzungsvermögen und daraus resultierend zu hohe Schamgefühle (für was das der Täter getan hat und für das sich das Opfer an sich nicht schämen braucht) und Ekelgefühl (meist vor sich selber...weil die SChuldabgrenzung nicht da ist) mit beinhaltet. Dazu kommen dann noch mangelndes Selbstwertgefühl (als Folge der Behandlung durch den Täter) mit der häufigen Folge der Autoaggression...Autoaggression ist sone Art Aggression, die an sich ggü dem Täter geäußert werden sollte, das Opfer aber pervertiert gegen sich selber richtet...die Macht der Ohnmächtigen...Autoaggression als ein Zeichen der Ohn-macht sozusagen.

Der Missbrauch selbst muss gar nicht mal so lange andauern...die Folgen sind jedoch oft erschütternd langwierig. Ich persönlich finde es an sich gut und sehe es als ein gutes Zeichen an wenn EX-Opfer radikal dagegen vorgehen und somit die Macht des Täters nachhaltig brechen..nur so kann man sich nachhaltig lösen. Um das zu schnallen muss es jedoch einige Male "Klick" im Kopf des Opfers machen, sodaß es nicht mehr wie ein Opfer denkt...indem es z.b. erkennt, dass Schamgefühle überflüssig und hinderlich sind um vom Trauma loszukommen oder Schuldgefühle Quatsch sind und allein der Täter SChuld ist....und wenn ein Opfer bzw. nunmehr EX-Opfer so weit ist kommt dann die Wutphase...das ist ein gutes Zeichen...in dieser Phase gelingt immer mehr die Abgrenzung und es erhöht sich die Bereitschaft ( anstatt sich selber mit Autoaggression) den Täter mit Anzeige zu bestrafen z.B....wichtig ist halt , dass diese Phase irgendwann mal eintritt...ist ein guter Schutz gegen Depression...

Tyra
 
C

camus

Gast
du reagierst ja auch nicht grad obermässig, wenn du gleich aggro wirst, wenn sie weint.

ja.. sie sollte sich einen anderen freund (oder therapeuten) suchen, der sie nicht von sich stösst und ihr zeit gibt und auf sie eingehen kann, wenn sie weint.

es dreht sich nicht alles um sie. es dreht sich hier auch viel um dich.
 
Zuletzt bearbeitet:

just*smile

Neues Mitglied
hallo und lieben dank an alle,die etwas zu diesem thema geschrieben haben!!!

als mein (jetzt) ex mir diese seite zeigte, brauchte ich eine zeit, um über vieles nachzudenken...
es ist gut, dass es verschiedene meinungen zu dem thema gibt - da es sich hier aber (tatsächlich) um mich drehte, habe ich jetzt das bedürfnis, einige dinge klarer zu machen.

ja - ich wurde als kind und als junge frau sexuell missbraucht und ich habe zwei therapien machen müssen, um mit meinen erlebnissen leben zu können.

ich darf behaupten - ich stehe mit beiden beinen im leben, habe eine gesunde fröhliche tochter, einen tollen hund, ein eigenes kleines unternehmen mit mehreren angestellten (wir arbeiten therapeutisch mit mehrfach schwerst behinderten menschen) und einen klasse freundeskreis und natürlich eine ganz liebe familie...

meine beziehung zu "gast" hingegen war durch lieblosigkeit geprägt....
er ist der erste und einzige mensch, der mich so derart an meine grenzen brachte seit meinen erlebnissen!
ich glaube nicht, dass ich übermäßig liebebedürftig bin - aber schon bei dem wunsch nach einer umarmung wurde mir vorgeworfen, ich würde nur meinen kopf durchsetzen wollen, es gab nie ein streicheln ohne sex, und wenn mich jemand nachts an bestimmten stellen berührt und ich erschrecke und wach werde - dann sind die flashs da...
dass ich dann nicht das tun kann, was er sich vielleicht vorgestellt hat - sorry...
und der vorwurf - ich könnte ihn ja befriedigen, wenn ich schon keine lust habe - welcher mensch (auch ohne trauma) macht so etwas???

ich sehe es genauso,dass partner,die sich wirklich rührend um den anderen kümmern, auf jeden fall auch auf sich achten müssen, um sich nicht komplett aufzugeben - bei uns war es umgekehrt...

und wenn jemand um meine flashs weiss und sie absichtlich provoziert bis mir die tränen kommen und mich dann noch allein in der nacht sitzen lässt - dann hat das nichts mehr mit liebe zu tun.
(er fühlte sich auch noch arg bestätigt durch einige kommentare hier)
solche egoisten sollten unbedingt die finger von sensiblen menschen lassen!!!

ich finde es hochinteressant hier und werde bestimmt noch ein paar mal hineinschnuppern!!!

liebe grüße!!!
 

Tyra

Sehr aktives Mitglied
Hallo just*smile,

herzlich willkommen. Finde ich prima, dass man auch mal "die andere Seite" mitbekommt. Aus deinen Schilderungen ergeht ja ein ziemlich anderes Bild würde ich mal sagen.

Ich finde es gut, dass du dich so konsequent getrennt hast und hoffe sehr, dass du eines Tages jemanden findest, der etwas sensibler ist und v.a. etwas liebe- und verständnisvoller.

Wie lange warst du eigentlich mit gast zusammen? Hattest du zuvor andere und bessere Beziehungen?

Tyra
 

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