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Es ändert sich nichts. Weiß nicht was ich will.

Theriantus

Mitglied
Habe mein Abitur erst mit 21 abgeschlossen, zwei Semester studiert, im ersten Semester aber schon gemerkt das es nichts für mich ist und dann die Vorlesungen nicht mehr besucht. Seitdem überlege ich was ich werden soll. Mittlerweile bin ich fas 23 und wurde bei den meisten Studienplätzen abgelehnt. Habe ne Zusage für SOzialwissenschaften.
Ich fühle mich zu alt für ein Studium und bin unentschlossen. Über jeden Studiengang wird im Internet negativ berichtet, ich grübel ständig, fange an zu heulen und würde am liebsten im Erdboden versinken. Selbst die fristen für die Ausbildungen sind abgelaufen. Hatte bis jetzt mit vielen familären Problemen zu kämpfen, hat sich jetzt aber erledigt. Morgen habe ich einen Termin beim Psychotherapeuten. Was mit ANgst macht ist die Tatsache, dass ich falls ich den Studiengang durchziehe, recht alt für einen Absolventen bin. Vor allem in einem Studiengang, wo, so wie es im Internet steht, die Jobaussichten schlecht sind.

Meine große Hoffnung was das Lehramt. Jedoch wurde ich hier abgelehnt und müsste 3 Stunden entfernt leben, falls ich es NC-frei machen wollte, was mit meiner Freundin sehr schwer werden würde.

Was fällt euch dazu ein?:wein: Einen Termin bei der Berufsberatung habe ich auch bald.
Wo ist bloß mein Platz in dieser Welt?
 
Als Erstes mal solltest du aufhören, alles einzeln im Internet nachzulesen und darüber zu grübeln. Denke daran, dass die Millionen Menschen, die in ihrem Job zufrieden sind, nichts im Internet schreiben, sondern oftmals nur die, die unzufrieden sind und keine Arbeit gefunden haben.

Kannst du dir das Studium in Sozialwissenschaften denn vorstellen oder wäre das eine Notlösung? Vielleicht gehst du mal in Gastvorträge an den Unis, um zu schauen, was dir zusagt und was nicht?

Eventuell ist auch eine Ausbildung für dich besser geeignet, wenn du dir nicht sicher bist, ob ein Studium dich überhaupt glücklich macht? In vielen Bereichen werden auch gerne ältere Azubis genommen, da Unternehmen händeringend Azubis suchen.

Mit 23 ist das Leben bei der langen Lebensarbeitszeit heutzutage nun wirklich nicht zu Ende, also lass den Kopf nicht hängen und suche aktiv nach Lösungen, mit denen du leben kannst.

Wer gut ist und seinen Beruf mit Leidenschaft ausfüllt, findet eigentlich immer eine Stelle, egal in welchem Beruf, also blockiere nicht jetzt schon vor einer Zukunft, von der du noch gar nicht weisst, ob sie eintrifft.
 
War bereits in mehrerern Vorlesungen als Gasthörer, am meisten haben mit Sozialwissenschaften und Sport gefallen. Sozialwissenschaften aller Wahrscheinlichkeit eben darum, weil es viele Themen behandelt und ich ein Mensch mit vielen Interessen bin. Sport hat mir gefallen, weil ich seid 3 Jahren das Fitnessstudio besuche, gerne Sport mache und in der Vorlesung viel über die Vorgänge im menschlichen Körper gelernt habe. Nunja Sport kann ich vergessen, da ich mir vor der Eignungsprüfung das Handgelenk gebrochen hatte und unter Schmerzen teilgenommen habe. Bei der Nachprüfung vor ein paar Tagen war ich stark erkältet und konnte deshalb nicht teilnehmen. Nunja, scheint Schicksal zu sein.

Ich bin ein sehr offener und gesprächiger Mensch, deswegen erschien mir Lehramt am sinnvollsten. Nunja, in unserem Bundesland wurde andauernd gesagt das Lehrer händeringend gesucht werden, sodass es einfach zu viele Bewerber gab und ich dementsprechend ne Absage bekommen habe.

Bei meinem Studiengang, den ich abgebrochen habe, weiß ich nicht einmal ob es an einer Überbelastung lag (3x die Woche Fitness, 2x 4 Stunden arbeiten + Freundin) oder daran, dass ich naturwissenschaftlich nicht stark bin. Hatte Familiär zu dem Zeitpunkt viel privaten Stress.

Es freut mich sehr, deinen Text gelesen zu haben und das mit dem Grübeln sollte ich nun wirklich sein lassen. Heutzutage ist es halt nicht mehr so wie früher, dass man sich den Studiengang aussuchen kann bei ansteigender Akademisierung.
 
Ich habe ein schlechtes Abitur, habe dann eine Ausbildung gemacht, weil ich den NC nicht hatte und habe dann mit 24 J ein naturwissenschaftliches Studium angefangen mit einem Urlaubssemester, da ich aufgrund von Traumatisierung für 6 Monate in der Klinik war.

Nach 14 Semester habe ich dann mein Studium erfolgreich beendet mit dem Diplom. Die Aussicht auf Festanstellung sah auch nicht gut aus. Trotzdem arbeite ich.

Warum ist es denn mit 23 J. zu spät? Das verstehe ich nicht so ganz.

Wichtig ist, daß Du nicht so viele Lücken im CV hast.

Dein Zweifel und Dein Zögerliches Verhalten und Denken steht Dir mehr im Wege - nicht Dein Alter.

Kolya
 
Das meine Zweifel mich aufhalten, das stimmt.
Viele wollen etwas werden und arbeiten darauf hin. Mir fehlt diese Motivation, dieses Ziel. Viele studieren einfach in eine Richtung, die sie interessiert. Was wenn mich mehrere Richtungen interessieren? Was, wenn genau deshalb die Motivation nicht ausreicht etwas durchzuziehen?

Ich weiß echt nicht was ich tun soll. Meine Überlegungen stehen mir im Wege...

Die Psychotherapeutin hat mich eher noch mehr ins Grübeln gebracht, als das se mir geholfen hat.
Sie mein das ich wirklich nicht weiß was ich will und eine Adoleszentenkrise durchlaufe. Normalerweise haben das 17-18 Jährige, die sich Gedanken über ihren Lebensweg machen. Die Psychotherapeutin meinte ich müsse die Ursache für meine mangelnde Entscheidungskraft finden. Da es nur eine Psychotherapeutische Beratung war, habe ich keine weiteren Termine und sie empfiehlt mir, einen Therapeuten zu suchen. Einen Termin zu kriegen dauert meist 4 Monate, die Behandlung 6.

Die Psychotherapeutin hat mir also nicht wirklich geholfen.

Wie ist es bei Euch? Wusstet ihr zu 100% was ihr arbeiten wollt? Ich bin echt am Verzweifeln.


Und jetzt zu mir, vielleicht fällt Euch oder auch mir selber etwas ein.

Ich gehe 3x die Woche zum Fitness , bin oft am Computer und hatte beim Abitur ein gesellschaftswissenschaftliches Profil. Beim Fitness bin ich sehr erfolgreich und mache das schon seit 3-Jahren. Am Computer zocke ich, bearbeite Videos und versuche hin und wieder Musik zu produzieren (dank mangelndem Durchhaltevermögen nicht sehr weit gekommen). Ich bin sehr Selbstbewusst, humorvoll und ein sehr offener Mensch, der kein Problem damit hat, auf andere Menschen zu zugehen.
Während des Abiturs hatte ich keine Probleme, da ich mir über die Zukunft keine Gedanken gemacht habe. Für meinen Studiengang (Geowissenschaften) habe ich mich mehr oder weniger spontan entschieden, da ich ja nicht wusste wohin mit mir und ich meine Facharbeit über ein ähnliches Thema verfasst habe wie das Studium. Außerdem klang es interessant. Das Studium war sehr aufwendig, zumindest wenn man 2x die Woche arbeitet und 3x die Woche Sport macht. Daran lag es aber nicht das ich aufgehört habe, sondern daran, dass ich nicht wusste was ich damit später arbeiten soll/kann. ich sehe mich nicht als Forscher, welcher auf einem Forschungsboot unterwegs ist und/oder Böden erkundigt. Während des Studium habe ich mir auch oft von anderen (nicht von der Familie) anhören müssen: Was willst du damit? Ich wusste nie eine Antwort. Bei Sozialwissenschaften genauso wenig, vielleicht motivieren mich ja die vielen Wahlmöglichkeiten...

Ein Danke an all diejenigen, die es geschafft haben alles bis hier zu lesen.:wein:
Ich bin wirklich sehr froh, dass meine Freundin zu mir hält. Ich vergleiche mich leider mit anderen und merke dann wie schlecht meine Lage ist.
 
Ich weiß, dass die Entscheidung unglaublich schwer fällt, wenn man eine Beziehung führt. Eins steht aber fest: Mit deinem Leben musst du ein Leben lang klar kommen. Beziehungen können zerbrechen. Mach deine Zukunft deswegen nicht von deiner momentanen Freundin abhängig. Wenn ihr euch liebt, dann verkraftet ihr auch eine Fernbeziehung. Ich kenne so viele Menschen, die Chancen verschenkt haben, weil sie lieber bei ihren Partnern sein wollten. Langfristig war das bei so ziemlich allen die falsche Wahl. Ich kenne lediglich ein Paar, das jeweils seine eigenen Wünsche verwirklicht hat und inzwischen "trotzdem" verheiratet ist.

Ich persönlich rate dir ab etwas zu studieren, wenn du davon nicht auch wirklich überzeugt bist. Das macht dich nicht glücklich, glaubs mir. Geh lieber reisen, probiere verschiedene Jobs aus, mach Praktika, entwickle Fähigkeiten, entdecke deine Talente. Auch wenn die meisten Studenten zwischen 19 und 25 Jahren alt sind, ist es vollkommen normal, dass auch Menschen jenseits der 40 ein Studium aufnehmen. Das ist keine Schande! Wenn der Wille zur Weiterentwicklung da ist, wird dir das keiner ankreiden.

Du produzierst Musik und Videos. Ganz ehrlich. Find ich toll! Jetzt kommt das große ABER. Du musst mehr machen. Deine Skills werden nur besser, wenn du JEDEN TAG eine Kleinigkeit dazulernst. Du musst nicht von heute auf morgen Quentin Tarantino werden. Aber du musst kontinuierlich besser werden. Musik nützt dir beispielsweise im Tonstudio oder beim Film, wenn du Videos macht, dann ist das für Werbung, Social Media und Content Management hilfreich. Guck dich um, denk nach was man damit alles machen kann.

Während des Studium habe ich mir auch oft von anderen (nicht von der Familie) anhören müssen: Was willst du damit? Ich wusste nie eine Antwort.
Hör nicht drauf. Wenn du gut bist in dem was du tust, dann findest du auch einen Job. Lies einfach mal die Stellenanzeigen. Guck dir an welche Jobs dich interessieren und welche Anforderungen es dafür gibt. Bei vielem steht einfach nur "Abgeschlossenes Hochschulstudium" oder "BWL, Marketing oder ähnliches" und einige Softskills. Meine persönliche Erfahrung ist, dass man am besten damit fährt sich neben dem Studium nützliche Fähigkeiten anzueignen.
 

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