Hollunderzweig
Sehr aktives Mitglied
Sehe ich auch so. Ständige intensive Nabelschau, wie man sich selber fühlt, ist pure Selbstbespiegelung, letztlich Egozentrik (da man buchstäblich nur um sich selbst kreist) und hat weder etwas mit Liebe zu tun noch hilft es einem, Depressionen zu überwinden. Im Gegenteil: Man fühlt sich dabei auf Dauer immer nur noch schlechter....
Vielleicht ist das wie eine Sucht. Aus einer Leere heraus baut man das aus.
Meine Therapie wäre, mitnehmen überall hin, teilhaben lassen an dem allem, was man sonst tut, wenn man die Beine auf dem (realen) Boden hat und zusehen, wie der sich freut, weil das um Ecken lebenswerter ist, als sich in diese Dramas zu versetzen lassen ständig, die ja kaum zulassen, dass man auch nur einen normalen Tag erfährt, wie zB. wandern gehen mit Freunden, oder Kichererbsensuppe kochen, malen, werken, basteln, tüfteln, LACHEN mal wieder usw.- das würde ich fördern und sicher nicht das Hinsetzen und reden über "Liebe" "Leid" und Übelkeit sonstiger Art. Das ist nicht natürlich. Das ist eine künstliche Scheinwelt.
Wahrscheinlich denken sich die Leute in solche Dramen hinein, weil sie abgeschnitten sind vom normalen Leben, weil sie das alles NICHT machen, was man normalerweise so macht als real im Leben stehender Mensch.