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Erst fängt es mit Leuten gut an, dann versau ich alles

G

Gast

Gast
Hi!

Ich schaff es irgendwie immer, dass am Anfang Leute mich irgendwie ganz bis sehr gern mögen. Ich verbringe mehr Zeit mit ihnen und schwups ändert sich das. Das passiert mir nicht bei allen, aber bei einigen schon...

Ständig hab ich das Gefühl, immer was gesellschaftlich falsch zu machen. Das kotzt mich total an. Ich bin auch unzufrieden mit mir, weil ich so viele Dinge habe, die in meinem Leben nicht in Ordnung sind. Ich ärger mich über jeden Knick den ich in ein Buch mache. Ich hab Unordnung und weiß nicht, wie sie intelligent beenden. Ich hab nicht so viele schöne Sachen wie andere und fühle mich maßlos zu dick.

O.K., niemand findet mich sonst zu dick und bei den restlichen Sachen denken sie sich wohl ihren Teil. Ich hab sowieso das Gefühl, einige meiner Freunde mögen mich gar nicht, denken sich ihren Teil...ich fühl mich einfach nur unverstanden und einsam...richtig anders als die anderen...die lächeln immer so und ich hab wenig zum freuen...

wenn ich in gesellschaft bin, kann ich auch mal ein wenig meiner traurigkeit ablegen. viele merken wohl gar nicht so doll, dass ich depressionen hab...aber dann kommen wieder so momente, wo ich gesagt bekomme...mach dich locker etc. dabei merk ich doch gar nicht, wenn ich angespannt bin oder nicht lächel..bzw. viel zu spät... wie gesagt, es ist nicht immer so, dass ich traurig in der ecke sitz. Ich fange meist an zu lächeln, wenn ich jemanden sehe, den ich kenne und mit dem zeit verbringe...danach tritt dir traurigkeit wieder ein...
 
Hallo!

Ich kann dich nur zu gut verstehen! Denselben Text hätt ich auch glatt so schreiben können.
Keine Ahnung aber ich kann mich auch noch so bemühen aber es scheint nicht zu funktionieren. Ich hab auch immer das Gefühl das man mich nicht mag. Ich bin sehr unsicher und das kommt bei den meisten Menschen als Arroganz oder Desinteresse an. Leider hab ich keine Ahnung, wie man das abstellen kann.
Ich hab einfach irgendwie Angst und je mehr man sich bemüht den Menschen zu gefallen desto mehr verleugnet man sich dochselbst oder?
Man kann sich dochnicht komplett verstellen, nur damit man gesellschaftlich angesehen oder beliebt ist.

Ich binvielleicht etwas zu ernst und mag eben keine oberflächlichen Plauderein über etwas das mich eben nicht interessiert. Worüber unterhalten sich die "beliebten" Leute denn? Über die schlechtgekleidete Arbeitskollegin, über die aktuellen Charts oder über das letzte Fußballspiel. Alles Dinge die für mich keine gute konversation hergeben und deshalb mag ich mich nicht dazu äußern.
Meine Arbeitskolleginnen reden nicht mal mehr mit mir weil sie mich komisch finden weil ich bei diesen Dingen einfach nicht mitreden will.

Ich weiß nicht wie man das ändert, aber wenn man nicht EINEN Menschen hat mit dem man über Gefühle oder was einem sonst WICHTIG ist reden kann baut man vielleicht eine gewisse Ablehnung gegenüber Oberflächlichkeiten auf weil man die ja an allen Ecken umsonst bekommt!

ich denke trotz allem das man so bleiben soll wie man eben ist und -ehrlich- ich mag mich so wie ich bin *g*
Es muß doch irgendwo auf der Welt Menschen geben die einfach nur lieb und wenig vorurteilsbehaftet sind und mit denen man stundenlang plaudern, spaßhaben und zeitverbringen kann!

Alles Liebe und Gute auf diesem Weg und versuch nicht dich anpassen zu wollen nur damit man dich für einen bruchteil einer Sekunde mag und hinter deinem Rücken doch wieder ablästert!
 
Hallo Gast 1 (der threadsteller)

kann es sein das du dich selbst zu sehr unter Druck setzt ?
Denk nicht zu viel darüber nach was die anderen von dir halten, sondern konzentrier dich auf das was du selber gerne möchtest. Ist zwar schwer seine Denkmuster zu ändern, ich arbeite auch noch dran, aber sonst kommt man aus diesen Gedankenkreisen gar nich raus.

Wegen deiner Depressionen, hast du schon mal dran gedacht damit zu einem Psychologen zu gehen, das allein bewältigen zu wollen ist nämlich eine schlechte Idee. (eigene Erfahrungswerte 😉)
 
Hey,
tja ja so ist das, jeder der nicht von Morgens bis Abends ein (meist gefaktes) Lächeln auf den Lippen hat, ist irgendwie.. KOMISCH.
Traurigkeit und zu ernste Gespräche, sind in der Gesellschaft zumindestens mal nicht erwünscht.
Traurige Wahrheiten, mit dennen auch ich mich immer wieder auseinandersetzen muss.
Es geht nicht darum verstanden zu werden. Es geht darum ein bestimmtes Schema einzuhalten. Ein bestimmtes Verhalten an den Tag zu legen, was die anderen Menschen von dir erwarten, wie sie meinen dass du sein müsstest, wenn sie dich das erste Mal sehen (und mögen). Und du erfüllst eben diese Verhaltensweisen, warum auch immer, nicht.
Soh. Was kannst du tun? Du kannst diese Verhaltensweisen erlernen, das geht schon. Das dauert vllt. ein Weilchen, aber mit Hilfe einer Verhaltenstherapie, ist das schon möglich.
Nur frage ich mich ganz ehrlich, wohin das alles führen soll, wenn alle Menschen sich gleich Verhalten... so eine standartisierte Gesselschaft, ist doch echt zum...., aber naja das ist ne andere Frage, und letztendlich kann einer alleine auch nicht wieder die Diversität der Menschen in der Gesellschaft herstellen.
LG
hopeless-believing
 
Hi!

Sagen wir es mal so, ich erfülle die Anforderungen anscheinend während der ersten Treffen. Es geht nur den Berg runter, wenn meine Stimmung mal wechselt. Ich bekomme das mit der Stimmung schon besser hin als früher, weil sie wegen bestimmter Ereignisse in meinem Leben existiert. Manchmal kann ich mich sogar von diesen Sachen ablenken. Allerdings kann ich wohl kaum etwas gegen die nonverbale Kommunikation tun, die von mir ausgeht. Wenn ich die jetzt noch schauspielerisch wegkriegen könnte oder durch Autosuggestion, wäre wohl alles im Lot.

Es gibt schon Menschen, mit denen ich über meine Gefühle reden kann, aber eben ja auch nicht immer. Man ist mit seinen Gefühlen irgendwo auch allein.

Das Dumme ist bloß, dass ich das Gefühl habe lügen zu müssen. Auf manche Fragen werde ich aber wahrheitsgetreu antworten müssen. Bei der Antwort auf diese Fragen werden die Menschen schon ahnen, dass da noch mehr dahinter steckt.

Ganz ehrlich - ich bin erschöpft von all diesen heuchelnden Menschen, aber ich muss wohl wie ein Fremdkörper unter ihnen leben und mich tarnen wie sie.

Am meisten bin ich noch irritiert, wenn wieder Männer auftauchen, die mich anmachen. Ich versteh das dann immer nicht. Ich frag mich, ob ich nicht denen von weitem schon depressiv genug bin oder nicht schon so unnahbarkeitssignale sende...und dann kommen sie doch, die männer mit denen ich mir gar nichts vorstellen möchte. ich fühl mich dann immer wie letzte wahl, weil ich die null akzeptieren kann..sehen die nicht, dass bei mir die sperrzone anfängt? alle möglichen leute sagen immer, wie depressiv ich bin und ich denk nur: Kümmert euch doch mal um euren eigenen dreck und beurteilt mich nicht. wenn ich ne liste anfertigen sollte über eure baustellen, wäre ich auch eine weile dabei...ich sag euch das bloß nie so mitleidig wie ihr mir ins gesicht, weil ihr vorgeben würdet, es nicht zu verstehen.
 

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