Nehme ich mir seit 3-4 Jahrzehnten vor und schaffe es dann im Bett oft nur mit einer Benzo (Beruhigungsmittel) oder viel Bier wenn mein Gefühlskarussel die verschiedenen Situationen durchspielt wo ich mich geärgert habe... Die dann meist hochkommen wenn ich mal wieder so eine Situation durchkaue..
Das ist das Problem. Nicht die Kassiererin oder die Situation...
Bzw. mein Zweifel ob ich mich richtig verhalten habe...
Ja, ist völlig bekloppt....
Ich finde auch das Du mit den Benzos sehr vorsichtig sein solltest. Mit Alkohol auch. Du weißt doch selbst, dass das keine Lösung ist, im Gegenteil, dass wird leicht zum Eigentor wegen dem Suchtfaktor. Das ist nichts wert.
Ich glaube diese Alltagsunfreundlichkeiten kennen alle. Bei mir ist das sehr oft durch den Rollstuhl.
Meinen kleinen Einkaufskorb habe ich auf dem Schoss.
Ich stehe also am Regal und greife nach der Ware und dann greift jemand der hinter mir steht, knapp über meinen Kopf und holt seine Ware, so als wäre ich nicht da.
An der Kasse genauso. Deswegen bleibe ich am Anfang des Bandes stehen und räume mein Zeug drauf. Denn sobald hinter mir Platz auf dem Band ist, fängt hinter mir jemand an seinen Kram aufzulegen, obwohl ich noch nicht fertig bin. Als ob ich nur rumstehen würde.
Nun kann ich mich aber nicht einfach umdrehen und fragen, was das soll, also fahre ich in beiden Fällen einfach rückwärts.
Wenn ich über die Straße will, dann fahre ich inzwischen einfach los. Sonst stehe ich noch bis Weihnachten rum. Oder ich stehe in der Mitte der Straße und warte dort, inzwischen kommt von links wer. Neulich kam ein LKW. Er musst wegen mir warten, weil die Herrschaften auf der Gegenspur nicht willens waren mich rüber zulassen. Der hat auch nur noch mit dem Kopf schütteln können.
Am Zebrastreifen ist mir das auch 1x passiert. Die Fußgänger 2m vor mir worden rüber gelassen, bei mir wurde Gas gegeben. Der hat mich fast überfahren.
Und und und... das hört nicht auf.
Das ist mein Täglicher Irrsinn + die vielen Barrieren, die nicht sein müssen.
Ein Beispiel:
Hier darf ich im Regen stehen, wenn es Regnet und an den Fahrplan komme ich auch nicht ran, denn der klebt innen an der Scheibe.
Wenn ich das alles persönlich nehmen würde, dann wäre es besser ich bliebe daheim. Geht aber nicht, ich lebe ebenfalls allein.
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Versuche das alles so locker wie möglich zu nehmen,
@Hedgar , mehr kann man nicht tun.
Und es gibt so viele freundlich und aufmerksame Menschen,
dass entschädig doch wieder, oder?
🙂
Du kennst das doch, es gibt immer und überall solche und solche.
- Mich können nur Menschen beleidigen oder gar demütigen die mir Nahe stehen. Versuche es mal so zu sehen! Das wirkt in solchen Situationen automatisch souverän.
Der Rest kann mich mal gerne haben. Die Unfreundlichen werde auch nicht freundlicher, nur weil ich dazukomme.
Und ich bin bestimmt auch mal unachtsam oder ich habe etwas Bestimmtes nicht (richtig) verbalisiert. Bin eben auch nur ein Mensch. Damit will ich nichts relativieren. Nur Erklären.
Ich bin mehr der nachsichtige und friedliche Typ und würde auch niemals etwas ausfallend Kommentieren. Mit Ausnahmen, aber nicht beleidigend. Das ist nicht mein Niveau.
Leider hat die Aggressivität stark zugenommen. Dem Problem begegne ich mit meiner natürlichen Freundlichkeit am besten und ich finde das wirkt nachhaltiger.
Ich habe mich unverschämt behandeln lassen. Wieder einmal.
In solchen Momenten muss ich auch erstmal schlucken. Es kommt natürlich immer darauf an wobei so etwas passiert. Manche Unverschämtheiten machen mich einfach sprachlos, so ist das nun mal. Jemand anderes würde ausflippen. Ich hasse sowas.
Alles muss man sich nicht gefallen lassen. Aber ich kann auch nicht aus meiner Haut raus und ich versuche im ruhigen Ton einen Konsens zu finden.
Allerdings kann ich mit herumschreiendem Menschen nichts anfangen. Die lasse ich einfach stehen.
Kurzum:
Es gibt nicht eins für alles. Je nach Situation unterschiedlich. In der Regel bin und bleibe ich aber der Herr meiner Emotionen.
Das ist mir wichtiger.