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Erfüllung im Beruf?

G

Gast

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Hallo,

ich möchte euch gern eine Frage stellen und euch mein "Problem" schildern ... Ich bin fast 40, weiblich und bin beruflich eher immer anderen gefolgt. Auf Wunsch der Eltern hatte ich erst eine pädagogische Ausbildung, später bin ich mit Anfang 20 in den Beamtendienst (Verwaltung) gewechselt bzw. habe da nochmal eine Ausbildung gemacht. Bin seitdem dort "hängengeblieben". Bezug habe ich zu der Verwaltungsarbeit gar keinen, ist eben die Sicherheit gewesen all die Jahre, irgendwann auch die Verunsicherung, was ich sonst tun könne, das Alter .... Nun könnte ich den Aufstieg in eine höhere Beamtenlaufbahn machen, denke aber, schon damals fühlte ich mich damit unwohl. Versuche mir immer die ganzen Vorteile vor Augen zu halten, die das Beamtentum so mit sich bringt in diesen Zeiten, weiß aber nicht, wie ich mich entscheiden soll. Hatte früher immer noch gedacht, den Absprung zu schaffen ... Bin damit erzogen worden - Arbeit ist Arbeit, Spass ist Spass ................. Wie seht ihr das? Würde mich über eure Antworten freuen.
Lg Anne
 
hallo gast,

nun ich kann mich nicht so ganz mit der aussage "arbeit muß spaß machen" anfreunden!
Ich bin eher der meinung man sollte seine arbeit "gerne" machen, aber mit spaß hat das ja meistens nicht viel zutun!

es kommt drauf an wie du gestrickt bist.
Für manche leute ist der beruf der lebensmittelpunkt und da ist es dann schon wichtig dass man einen für sich passenden hat!

manchen ist es auch schlichtweg wurst was sie machen, da sie andere lebensinhalte fokussieren.

also mein fazit:
die hauptsache ist du fühlst dich "wohl" mit deiner tätigkeit. auch wenns keine berufung sein sollte.
ist das nicht der fall, dann lass es lieber! sonst überträgt sich diese missstimmung auch irgendwann auf andere lebensbereiche...

aber ich fürchte die entscheidung wird dir keiner abnehmen können.
wünsche dir alles liebe,

kena
 
Danke, Kena, für deine Worte.
Ja, ich gebe dir recht, jeder Mensch setzt andere Prioritäten. Für mich ist das Wichtigste auch meine Familie, die Zeit, die ich mit ihr verbringen kann, meine Tiere, Garten ....
Aber auch wirklich "wohl" fühle ich mich nicht auf Arbeit. Ich erledige sie, wie ich zuhause auch meinen Rechnungskram erledige, mehr Begeisterung ist da nicht.
Ich versuche, mir vor Augen zu halten, dass ich damit den Teil, der mir wichtiger ist, finanzieren kann, aber reicht das?
Was meinst du?
Lg Anne
 
hallo!
du schreibst, dass du in deiner laufbahn nun weiter gehen könntest/kannst. du schreibst nichts davon, was du denn eigentlich stattdessen tun könntest/kannst.
hast du denn mittlerweile etwas "konkretes" vor augen, oder einen wunsch? oder bist du an einem punkt angelangt, der dich "halt einfach weiterführen würde", du dabei aber passiv bleibst. oder ist "höhere beamtenlaufbahn" doch etwas erstrebenwertes, da etwas anderes/etwas mehr herausforderung?
was genau fehlt dir denn?
 
Danke, ihr beiden. Freut mich, dass überhaupt jemand antwortet, dachte erst, mancher denkt sie, na, die hat "Probleme" ....
Ich weiß es eben selbst nicht so genau. Ich wurde so erzogen, dass Arbeit und Spass nichts miteinander zu tun haben und dann bin ich in diese Laufbahn geschlittert und dabei geblieben. Ich könnte in eine höhere kommen, was mehr Geld und eine "gehobenere" Position bedeuten würde.
Was mir fehlt? Der Sinn, das Interesse ... Ich stehe halt auf und erledige meine Arbeit, so, als würde ich meine Rechnungen zuhause abarbeiten z.B. Ohne innere Beteiligung, aber immer alles korrekt. Ich fühle mich nicht wirklich unwohl, die Kollegen sind ok und es gibt weiß Gott Schlimmeres. Naja, dann kommen eben dazu - Beamter, Sicherheit, das Geld .... Ja, Kena, meine Prioritäten liegen grundsätzlich auch im Privaten, sprich Familienleben, Hund usw.
Es ist nur so, als sie mir das anboten mit dem Aufstieg, sagte meine innere Stimme -halt, du weißt, das ist falsch ... aber nun bin ich schon seit fast 20 Jahren in diesem System, als Beamter kann/sollte man auch nicht selbst kündigen und wie gesagt, über die ganzen Jahre habe ich wohl vergessen, was mir liegen könnte. Ich weiß es einfach nicht mehr und ich fühle mich deshalb oft so leer und müde.
Danke an euch, A.
 

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