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Erfahrungen mit Obdachlosen?

Bumblebee*

Aktives Mitglied
Hallo,
meine WG in der ich lebe hat gestern beschlossen, über die kalten Tage 2 bis 3 obdachlosen Menschen mit Hund eine Obhut zu gewähren (wir sind eine große WG, ein Haus, mit mehr als 50 Bewohnern).

Ich finde das eine wirklich tolle Idee! Es wird sich jetzt kurzfristig über ein Sicherheits- Hygiene- und Notfallkonzept beraten sowie die Obdachlosen Hilfe mit ins Boot geholt.

Mein Problem: ich habe große Bedenken, wie ich damit zurecht komme, wenn diese Menschen sich bei uns im Haus frei bewegen. Sie bekommen ein eigenes Badezimmer, benutzen aber unsere Küche mit. Auch weiß ich nicht, wie sie sich an die Regel "Kein Alkohol, keine Drogen" halten können/werden.

Bitte versteht mich nicht falsch, ich finde das eine ganz tolle und humane Sache. Ich habe nur Angst, dass ich mich am Ende selbst nicht mehr ins Haus traue, mich diese Menschen triggern oder sie gewalttätig werden könnten.

Habt ihr Erfahrungen, wie Obdachlose ein solches Angebot annehmen und wie gut sie sich an Regeln halten und in die Gemeinschaft einfügen können?

Der letzte Stand ist, dass unser Haus bei der Obdachlosen Hilfe anfragt, wer diese Hilfe braucht. Es sollen zwei bis drei feste Personen sein, die dann bei uns wohnen.
 

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_cloudy_

Urgestein
Ich glaube, da ist ein Unterschied zwischen deutschen und osteuropäischen Obdachlosen.
Erstere halte ich für harmloser.

Aber ich halte das für eine schnapsidee.
Typisch gut gemeint.
Ihr habt keine Erfahrung mit Alkoholikern, wenn sie Entzug haben oder stockblau sind,
was wenn sie Flöhe haben oder etwas kaputt machen..
 

Binchy

Aktives Mitglied
Hallo,

eine interessante Idee. Ich habe zwar früher mal mit meinen Eltern ein paar Obdachlose etwas betreut, also mit ihnen geredet und ihnen was zu essen gebracht.

Aber es gibt ja nicht "die Obdachlosen", es sind Individuen und es ist keine homogene Gruppe. Von daher wird jeder unterschiedlich reagieren und man kann da keine allgemeingültige Aussage treffen, wie "der Obdachlose" sich verhalten wird.

ich denke, dass sehr klare Regeln nötig sind und auch, was gemacht wird, wenn sie überschritten werden: also z.B. kein Alkohol oder Drogen etc.
 

Bumblebee*

Aktives Mitglied
Hallo Cloudy,
darüber wird ebenfalls beraten. Das Haus ist, was solche Dinge betrifft, ganz gut aufgestellt. Über Flöhe mache ich mir wenig Sorgen. Auch wird, wie in Obdachlosen Unterkünften üblich, ein Attest gefordert, das bestimmte Krankheiten ausschließt.
 

Peter1968

Moderator
Teammitglied
Ich kenne das auch von Hamburg aus, habe das selbst auch schon gemacht, im eigenen Haus.
Die Obdachlosenhilfe, in HH war dies eine private Organisation, weiß eigentlich sehr gut wie wer tickt und wer zu wem geschickt werden kann.
Es kann und muss über diese Organisation laufen, sie stellt auch klare Regeln auf und ist auch dann, bei Problemen immer ansprechbar.
Wünsche das ihr so viel Erfolg habt wie ich es auch hatte.
 
Ich persönlich habe sehr positive und sehr negative Erfahrungen damit gemacht.

An meinem früheren Wohnort gab es sogar ein Programm von der Obdachlosenhilfe, die aktiv nach solchen Winterplätzen für Obdachlose gesucht haben.

Allerdings solltet ihr es gut mit der Obdachlosenhilfe besprechen. Dass es einen Plan gibt, was bei welchen Eventualitäten zu tun ist. und ihr euch vor allem auch darauf einstellt, dass eine Person probleme machen könnte. Und ganz wichtig ist dass alle im Haus gut darüber informiert sind.
 
Ihr solltet auch in der Lage sein akute Situationen alleine zu entschärfen!

Psychisch und physisch eingreifen zu können, wenn die eine oder andere Situation droht zu eskalieren.......

Obdachlose Menschen sind ja meistens nicht umsonst in diese Lage gekommen.

Psychische Probleme, Drogen und Alkohol spielen häufig eine große Rolle und erschweren das Leben in einer Gemeinschaft, in der gewisse Regeln eingehalten werden müssen.
 

Schroti

Sehr aktives Mitglied
Würde ich mir niemals ins Haus holen.
Ich bezahle Steuern, mit deren Hilfe Notunterkünfte für Obdachlose finanziert werden.
(Die Obdachlosen, die ich im Viertel erlebe, sind zumeist nicht ganz zurechnungsfähig und aggressiv. Auch ein anwesender Hund macht sie nicht automatisch zu besseren Menschen.)
 

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