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Erfahrung mit Psychiatrie

Psychiatrie ist so eine Sache.

HIer in der Gegend gibt es zB. die Psychiatrie in Wiesloch, die einen verdammt schlechten Ruf hat und vorwiegend Leute die zusammengebrochen sind "aufbewahrt" bis sie wieder gehen können und "tschüss".

Dann gibt es andere wie hier in Heidelberg die Verhaltenstherapeutische Station der Psychiatrie, die einen guten Ruf hat, einiges an Therapie macht , aber letztlich von den Angeboten nicht auf meine Probleme eingegangen ist, und nicht hilfreich für mich war.

Die Frage stellt sich also welche Probleme Du hast. Und dann eine möglichst spezialisierte Klinik dafür zu finden. So wie Ärzte und Psxchologen es machen "irgendeine Psychiatrie gehen und gut ist" ist eher "dann bin ich die Verantwortung los" als "hier wird mir automatisch gut geholfen."

Definiere für Dich Deine Probleme und suche nach spezialisierten Kliniken. Ansonsten wird es häufig einfach "Aufbewahrung unter Betreuung".

Meine Erfahrung.
 
Hallo zusammen 🙂
Willkommen im Forum.

Es kann schon sein, daß Psychiatrien in der Gesellschaft eher negativ gesehen werden. Dies kann auch daher kommen, da früher dort an Menschen "herumexperimentiert" wurde.

Wen hast du denn bei dir vor Ort:
Ärztin, Psychologin, Psychiater, Hausarzt, etc ?
oder eine Kombination daraus ?

Wie kommt es denn zu der Idee eines psychiatrischen Aufenthaltes ?

Bei uns hat die Psychatrie auch eine (Notfall)ambulanz.
Dort habe ich "vorgesprochen". danach konnte ich in Absprache (über einen Umweg) in eine Tagesstation.
Dort waren gute Therapeuten und ein guter Austausch unter den Patienten.

Schaue dich bei dir mal um.
Frage evtl. auch mal bei deiner Krankenkasse nach.

Bist du berufstätig -> psychosomatische Reha. etc ?

Gut, daß du sich informierst, das baut auch Ängste ab 🙂
 
Danke für Eure Antworten 🙂

Ich wohne in Paderborn, die Klinik dürfte ruhig etwas weiter weg sein, nur Bayern Berlin oder so wäre jetzt eher zu weit.
Habe eine Online Pornographie Sucht (Vergangenheit), dafür speziell gibt es wenig Kliniken, aber ich leide auch sehr unter Psychosomatik, nervöse Anspannung, also in die Richtung kann es gehen. Tatsächlich, inoffiziell, würde mir alleine ein 2-3 Monate Aufenthalt in einer Einrichtung wo ich nicht Zuhause, permanent unter Menschen und auch mit jemandem auf dem Zimmer bin, sehr gut tun, das hatte ich in der Vergangenheit schon mal.
Meine Psychologin ist auch Psychiaterin und kann mir Medis (ich nehme aktuell keine) verschreiben und eine Einweisung austellen.
Das stimmt vielleicht, dass eher über Negatives berichtet wird und positive Rezensionen wenig geschrieben werden. Da habe ich jedenfalls schon oft von Personal gelesen, dass sich kaum für die Patienten interessiert, Einzelgespräche finden nicht statt, Verpflegung und Hygiene wären unterirdisch. Teilweise wird auch schon Schikanen gegenüber einzelnen Patienten berichtet, da denke ich mir aber oft "Wie man in den Wald hinein ruft so schallt es heraus", also dass diejenigen sich selber nicht gut benommen haben.
Ich bin Nichtraucher und kann fast alles essen, es muss nicht das Teuerste sein, aber ich lege schon Wert darauf, dass das Essen zumindest halbwegs gesund ist.
Zurzeit und auch noch für längere Zeit bin ich in einer Arbeitsgelegenheit vom Jobcenter.
 
Tatsächlich, inoffiziell, würde mir alleine ein 2-3 Monate Aufenthalt in einer Einrichtung wo ich nicht Zuhause, permanent unter Menschen und auch mit jemandem auf dem Zimmer bin, sehr gut tun, das hatte ich in der Vergangenheit schon mal.
Wieso besprichst du das nicht "so" mit deinen(r) Ärzten/Psychologin/Psychiaterin ?
Zurzeit und auch noch für längere Zeit bin ich in einer Arbeitsgelegenheit vom Jobcenter.
Bist du dort mit dem psychosozialen Dienst in Verbindung ?
 
Hallo Willy.

Jede größere Stadt hat eine Psychiatrie in die jeder rein kann. Wo die aufgelesenen Betrunkenen, die akut psychotischen Leute von der Polizei hin gebracht werden.

Aber es gibt noch andere Psychiatrien, wo du nur angemeldet hinkommst und wo nicht die ganze Nacht neue Fälle reinkommen.

Da musst du googeln.

In München z.B. ist Haar die erste, wo jder hinkommt. Und dann gibt es noch die Psychiatrie der LMU-Kliniken, die in fast allem besser ist als Haar.

Wobei man überall aufpassen muss, nicht nur ruhig gestellt zu werden mit starken Medikamenten.
 
Habe eine Online Pornographie Sucht (Vergangenheit), dafür speziell gibt es wenig Kliniken, aber ich leide auch sehr unter Psychosomatik, nervöse Anspannung, also in die Richtung kann es gehen.
Also in dieser Klinik wird auch Online Abhängigkeit behandelt, ist eine Psychosomatik (inzwischen wohl privat) und eine Freundin war schon mal da, aber wegen was anderes und ist schon länger her. Sie ist in Kassel. Ansonsten kann ich dir überwiegend nur welche in Berlin bzw. Bayern empfehlen was du ausgeschlossen hast.
Da würd ich mal gucken oder eben deine Psychiaterin fragen. Die kann dir sicher bessere Tipps geben, da sie dich kennt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo @Willi92 mein Tipp, versuch es mal in den Unikliniken der umliegenden Großstädte. Wenn eine Uniklinik auch eine Psychiatrische und / oder psychotherapeutische Abteilung hat, könntest Du da gut aufgehoben sein. So hab ich es gemacht. Mein Gedanke war, Unikliniken haben auch Forschungs- und Lehraufträge, und wenn sie die haben, sind sie vorne dabei... hat sich in meinem Fall bewährt.
 
Es befremdet mich ein bisschen, dass man seinen Focus auf das Essen legt.

Also ehrlich, wenn man wirklich leidet, dann steht das Essen an letzter Stelle.

Ansonsten ist eine normale Psychiatrieeinweisung natürlich nicht spezialisiert auf besondere Probleme.

Möglicherweise auf Sucht, in dem Fall ja Pornosucht.

Da muss man sich schon selbst informieren, wenn die Psychiaterin das nicht kann.

Es gibt nicht die Rundumwohlfühlversorgung, die einem einfach so geboten wird.
 
Es befremdet mich ein bisschen, dass man seinen Focus auf das Essen legt.

Also ehrlich, wenn man wirklich leidet, dann steht das Essen an letzter Stelle.

Woher meinst du das zu wissen? Ich kenne wenige Menschen, aber habe ne Kumpeline die so stark unter Essstoerungen gelitten hat, dass es lebensgefaehrlich wurde. Ich wuerde mich mit Mutmassungen ueber "wenn man wirklich leidet" an deiner Stelle doch bitte zurueckhalten und dass den Aerzten ueberlassen. Wenn der TE Wert auf gesundes Essen legt, ist er schonmal nicht ganz so nah dran am Limit. Das ist ne gute Sache imho - und nichts dass man kristisieren muss. just my #2cents
 

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