Kennst du Richard Gere? Jack White? Jean Pütz?
Die sind alle zu dem Zeitpunk Vater geworden, der bei den meisten Frauen (wären sie gleichaltrig gewesen) nicht mehr möglich gewesen wäre.
klar. mir ging es auch nicht darum, sondern um deine aussage "sehr begrenzter zeitrahmen" - es gibt tierarten, wo das weibchen ein paar stunden PRO JAHR empfängnisbereit ist (übertrieben ausgedrückt) - DAS ist ein begrenzter zeitrahmen. aber doch nicht 30-35 jahre, und damit deutlich über 1/3 des gesamten lebens.
dass männer deutlich länger kinder machen können wurde ja nie angezweifelt. ist aber ein bischen OT denke ich. wollte es nur anmerken.
Hallo,
ich war über 10 Jahre in einer Beziehung mit einem wunderbaren Menschen, den besten, den ich in meinem Leben je getroffen hab, bis jetzt, der keiner Kinder wollte.
Wir haben uns irgendwann auch zum 80% von meiner Seite deswegen getrennt. Nun habe ich 10 Jahre mit ihm verbracht in der Hoffnung, dass er seine Meinung irgendwann ändern wird, was nie geschah.
ich finde diese aussage seltsam. "nun habe ich 10 jahre mit ihm verbracht in der hoffnung" - ich denke eher, du hast die 10 jahre mit ihm verbracht, weil er ein ganz toller mensch war, oder? und nicht weil er ganz vielleicht, irgendwann mal, doch kinder wollen könnte?!
meine meinung dazu : wenn du dich schlussendlich getrennt hast, weil er keine kinder wollte, hast du einen grossen fehler gemacht. die chance, nochmal so einen wunderbaren und tollen menschen zu finden, dürfte bei 0 liegen, und das dürfte dir auch bewusst gewesein sein. und du hast das quasi geopfert, nur weil du unbedingt ein kind willst. ich verstehe sowas nicht so richtig!
🙂
@Pazan,
Hi, Geld war nicht das Problem, sondern meine psychischen Probleme. Er meinte, da ich solche psychische Probleme habe, hat er die Angst dass ich dann wenn Kinder da sind, trotzdem Phasen der Depression und Antriebslosigkeit bekommen würde und was dann? War für mich, so gesehen kein befriediginger Argument, da viele Menschen mit psychischen Problemen trotzdem gute Eltern sein können. Er hatte Angst, dass er alleine da stehen könnte, wenn ich mal wieder "neben mir" bin. Kann ich einerseits verstehen, und da er ausdrücklich dies sagte, konnte ich ihn das Kind ja nicht einfach so "unterjübeln", mit ihm schlafen und schwanger werden, denn er wusste, dass ich Verhütungstabletten nehme..Kein Kavaliersdelikt für mich, obwohl mir viele geraten haben genau dies zu tun...
letzteres spricht wirklich für dich und deinen charakter. aber bei dem gesamten ersten teil muss man doch sagen :
dein partner hatte recht! ist nicht böse gemeint oder so. ich leide selbst unter regelmässig widerkehrenden, teils leichteren, teils sehr heftigen depressionen und antriebsstörungen, und vermag das daher "zumindest ein bischen" nachzuempfinden, wenn andere dann denken, dass man kein guter vater/keine gute mutter sein könnte in solchen (teilweise auch sehr langen) phasen. das argument "auch leute mit psychischen problemen können gute eltern sein" gilt für mich nicht, weil man genauso sagen könnte "mindestens genausoviele, wahrscheinlich deutlich mehr und damit sehr viele leute mit psychischen problemen sind katastrophale eltern" (wenn du hier im forum mal guckst, ein nicht geringer teil der leute, die hier grosse probleme mit sich rumschleppen, haben die zu nem grossen teil aus dem elternhaus mitbekommen, wo psychisch gestörte eltern den kindern das leben zur hölle gemacht haben. zwar nicht unbedingt depressive eltern, aber auch die können einen fürs leben lang belasten).
was ich sagen will (und auch der TE) : in meinen augen sollte man an einem gewissen punkt im leben sich die frage stellen, ob ein bestimmter wunsch (ich nenne es mal eine bestimmte art "LEBEN") wirklich das wichtigste ist, oder ob es nicht das allerwichtigste ist, einen menschen an seiner seite zu haben, der zu einem passt, einen respektiert, treu und loyal ist, und mit dem man sich ein leben bis zum lebensende vorstellen könnte - was solls, ob da nun ein teil fehlt, das dürfte fast in jeder beziehung so sein, selbst den allerallerbesten. ich persönlich habe lieber all das, was mir selbst gut tun, und verzichte auf ein kind, als nen partner zu haben, der mir zwar den kinderwunsch erfüllen würde, dafür aber innerhalb der beziehung eher mein unglück besiegelt, auf welche art auch immer. und der gedanke "naja, man kann auch einen finden, mit dem beides möglich wird" ist ein sehr trügerischer. nur die allerwenigsten finden dann tatsächlich auch so einen vermeintlich perfekten partner auch.